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  #1  
Alt 26.03.2007, 21:26
josy02 josy02 ist offline
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Registriert seit: 26.03.2007
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Beiträge: 2
Unglücklich AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Danke erstmal, das ihr alle so schnell reagiert habt.

Um unsere Situation mal näher zu beschreiben.

Meine Schwiegermutter hat Lympfknotenkrebs-zumindes hieß es das bisher - jetzt meinen die Ärzte das es wohl doch von der Leber gesträut hat.

Wir wohnen Luftlinie 300m von meinen Schwiegerleuten weg - also nicht besonders weit. Und eine Entscheidung wegen dem Haus brauche ich - wir haben in unserem Haus die Kdg. wegen Eigenbedarf bekommen.

Aber ich habe vorher nochmal mit ihm gesprochen, er will unbedingt eine eigene Wohnung. Ich weiss nicht wie das gehen soll - wir haben einen großen Hund der nicht gerade verträglich ist und den will er unbedingt mitnehmen - aber was will er mit ihm machen wenn er arbeitet.

Achso - wir sind 24 und 25 und seid 3 Jahren zusammen.

Im moment versucht mein Vater (er hat ihn von Anfang an wie seinen eigenen Sohn angenommen), mit ner Flasche Wiskey an ihn ranzukommen - ist wohl nicht gerade die idealste Art aber vielleicht redet er so wenigstens mal.

Danke nochmal das ihr so schnell reagiert habt. Ich werd mich wohl erstmal damit abfinden müssen in eingene Whg. zu ziehen. Vielleicht glaubt ihr jetzt das ich schnell aufgebe, aber ich hab ja keine Zeit, wir müssen aus dem Haus raus. Und zwingen kann ich ihn ja auch nicht.

lg
Josy02
__________________
Und wenn die Nacht noch so dunkel ist -
die Sonne wird wieder aufgehen.
  #2  
Alt 27.03.2007, 16:50
AM25 AM25 ist offline
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Beiträge: 205
Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo zusammen,

Gabi - vielen Dank fürs Mitfreuen Wie gehts Dir so? Was macht Deine Mom?

Josy, tut mir leid für Deinen Freund und Dich...aber gib ihm einfach erstmal Zeit den "Schock" zu verdauen. Ich war auch erstmal nicht fähig klar zu denken, als mein Papa die Diagnose Krebs bekommen hatte.....mein Mann hat mich in der Zeit echt unterstützt, ist mit ins Krankenhaus, hat meinen Vater immer "beschäftig".... Versuch einfach für ihn da zu sein, das braucht er momentan am meisten und Verständnis, dass er einfach für seine Mutter da sein will. Ich denke, mit der Zeit wird sich schon alles aufklären...zieh erstmal in eine Wohnung (wenn ihr schon raus müsst aus der Wohnung). Ihn jetzt unter Druck zu setzten mit irgendwas würde wahrscheinlich das Gegenteil von dem bewirken, was du eigentlich willst. Als direkt Angehöriger hat man den Spruch "du weißt ja gar nicht wie das ist, es ist ja nicht dein Vater / Mutter /etc.)" auf den Lippen, weil es auf der einen Seite ja auch wirklich so ist, aber auf der andren Seite ist es auch schon ganz schön unfair so was zu sagen, ich bin mir sicher, dass es dich ebenso trifft, dass deine Schwima in spe so krank ist....

Ich drück jedenfalls feste die Daumen, dass doch noch alles irgendwie gut läuft für euch zwei!!

Tanja - wie gehts Dir - alles klar bei Dir? Geht deine Mutter jetzt am 29. in Reha? Oder wie schauts momentan so aus??

Lg
Anna
  #3  
Alt 28.03.2007, 16:29
Benutzerbild von Tato
Tato Tato ist offline
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Beiträge: 142
Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo zusammen,

bei uns ist alles soweit ok. Meiner Mutter geht es nach den 2 Transfusionen besser - zumindest ist sie nicht mehr ganz so schlapp. Ihr Bein tut immer noch weh und sie bekommt Schmerzmittel, da sie sonst nicht schlafen kann. Im Brief (Krankenhaus an Hausarzt) stand drin, dass die Ursache der Schmerzen nicht klar ist, aber eine Plexusbeeinträchtigung durch den Krebs nicht ausgeschlossen werden kann. Hmm... wissen tut man (mal wieder) nichts genaues...
Wir waren gestern bei ihr und sind eine kleine Runde gegangen. Das hat schon mal recht gut funktioniert.
Morgen geht es dann zur Kur. Wir planen einen 6-Stunden-Trip ein: zu ihr hin und dann zur Klinik und wieder zurück...

Bei meinem Freund und mir funktioniert der Zusammenhalt sehr gut. Ich klammere mich eher an ihn, als ihn zurückzuweisen. Er ist sehr einfühlsam und kommt bei den Besuchen immer mit. Als Dank dafür motze ich ihn regelmäßig an, weil meine Laune sehr stark schwankt. Wir sind aber beide froh, wenn wir nach 3 Jahren endlich mal wieder ein "normales" Leben führen können. Wir wollen dann einen Neuanfang machen und die ganzen Schicksale hinter uns lassen. Unsere jetzige Wohnung ist so "problemgeladen", dass wir hier unbedingt raus müssen.
Männer gehen aber mit ihrem Gefühlsleben anders um - viele reden da nicht so offen und ziehen sich eher zurück.

So, jetzt muss ich noch das ein oder andere vorbereiten... Wir leihen uns von Verwandten ein Navigationssystem, damit ich vom Kartelesen entlastet werde. Zudem schreit der Haushalt nach etwas Aufmerksamkeit und die Fische haben hunger... Zudem will ich mich morgen auf dem Rückweg noch mal kurz in der Uni sehen lassen - das Diplom steht vor der Tür, welches ich eigentlich trotz all den Problemen in diesem Jahr machen möchte... Da steht noch ein Gespräch mit dem Prof an - sofern er halt morgen da ist...

LG
Tanja
  #4  
Alt 28.03.2007, 17:30
AM25 AM25 ist offline
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Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo Tanja,

na das sind doch schon mal gute Neuigkeiten, dass Deine Mama fitter ist wie sonst.....

Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass es Deiner Mama in Kur ganz gut gehen wird, und sie noch etwas mehr an Kraft dort gewinnt.

Mein Papa ist nun schon ne Woche dort - noch drei sind es....er macht viele Übungen am Tag und ist somit auch rund um die Uhr beschäftigt, was auch ganz gut ist. Am Sonntag fahren wir ihn endlich besuchen da freu ich mich schon!

Bei mir uns meinem Mann ist es ähnlich, er unterstützt mich auch nur wo er kann, und ich bin zum Dank richtig unfair manchmal....auch meine Launen wechseln sehr schnell....

Ich drück euch die Daumen, dass morgen alles glatt geht, und viel Glück an der Uni!

Lg
Anna
  #5  
Alt 30.03.2007, 12:16
Benutzerbild von Tato
Tato Tato ist offline
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Beiträge: 142
Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo zusammen,

also wir haben sie gestern nach Oexen gefahren. Das scheint ja ganz nett dort zu sein, aber ich hatte auch nur gutes gehört. Es war etwas viel Trubel dort, aber ich denke, der Trubel ist für sie auch mal ganz gut... Nach über 300km waren wir dann auch etwas erledigt. Wir sind über Land gefahren, weil Autobahn einfach ein riesengroßer Umweg gewesen wäre - dafür hatten wir natürlich LKWs vor uns... Sie hat im Moment noch keine Anwendungen, aber schon mal ein paar Vorträge und so. Am Montag geht es dann wohl richtig los. Sie war aber gestern schon ganz geschafft. Die anderen Leute dort waren deutlich mobiler wie sie, aber vielleicht spornt sie das an. Jedenfalls bin ich jetzt beruhigt, da sie unter Kontrolle (medizinisch, vom Essen her...) ist und Leute um sich herum hat.
Ich war auch kurz in der Uni und hab ein paar Scheine abgeholt. Manche hab ich noch nicht bekommen, aber ich habe laut Liste alle Klausuren bestanden. Dieses Semester habe ich 8 Scheine gemacht (wobei eigentlich alle recht simpel waren) - alle Studenten können hier mitfühlen, denn normal ist das nicht. Jetzt darf ich mich zum Diplom anmelden und hab mir auch schon die Prüfungszeiten besorgt - Von Juni bis Oktober bin ich beschäftigt. Ob das so zu schaffen ist, weiß ich nicht. Ich bin da aber optimistisch und will - trotz aller Umstände - mein Diplom in diesem Semester machen. Nebenbei wollen wir vielleicht sogar noch umziehen (inkl. der 8 Aquarien) - wer keinen Stress hat, macht sich welchen... So bin ich halt...
Nun muss ich nur noch meine Vorsätze einhalten und etwas mehr lesen - schließlich wollte ich in den Semesterferien (die bald enden) schon meine Prüfungsthemen bearbeiten.

LG
Tanja
  #6  
Alt 30.03.2007, 14:54
AM25 AM25 ist offline
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Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo Tanja,

na das hört sich doch alles recht gut an. Ich bin mir sicher, Deine Mama wird dort wieder zu Kräften kommen und ist gut betreut.

Und Du und Dein Freund könnt Euch mal in Ruhe zurücklehnen....

Das mit der Uni sind doch auch gute News, bin mir sicher, Du schaffst das alles so wie geplant!
Das mit dem Stress machen, das kenn ich auch, irgendwie halse ich mir auch ständig so viele Sachen auf, und am Ende frag ich mich, wie ich das eigentlich noch alles schaffen soll...naja, so bin ich halt eben auch....

Gestern hatte ich mal wieder nen Tiefpunkt, hab mit meinem Papa telefoniert, irgendwie klang er so traurig....ich hätt echt heulen können, dann immer wieder, was wenn Metastasen auftauchen, was dann? wie solls weitergehen, ich will ihn nicht verlieren.... ich weiß, ich übertreibe manchmal sicherlich maßlos, man weiß nie, was kommt, aber manchmal kann ich einfach nicht aus meiner Haut raus... Naja, heut gehts schon wieder ein wenig besser.....
Sonntag fahren wir dann auch endlich meinen Papa besuchen - da freu ich mich schon drauf - so, ich werd heut auch nicht mehr alt, muss noch an die Schule, heut abend sind mal wieder Vorlesungen....

Schönes Wochenende an Euch alle

lg
Anna
  #7  
Alt 02.04.2007, 19:53
Nona23 Nona23 ist offline
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Beiträge: 10
Standard AW: Thread für junge Angehörige von Krebskranken

Hallo alle zusammen,

ich hoffe ihr konntet an diesem Wochenende auch das tolle Wetter genießen und mal ein wenig die ganzen Sorgen bei Seite schieben.
Ich hatte ein klasse Wochenende mit meinem Freund, wir waren zusammen an der Ostsee und haben es uns richtig gut gehen lassen.

Naja der dämpfer kam dann gestern abend. Mein Vater war die Woche über wieder Stationär behandelt wurde , jetzt endlich wird sein Husten besser ( war eine verschleppte Lungenentzündung( danke an den Hausarzt der das ja im Januar noch nicht festgestellt hatte ) und er konnte am Freitag seine erste Chemo erhalten. Die hat er auch wohl sehr gut überstanden und konnte noch am selben abend nach Hause.

Tja, leider haben die Ärzte jetzt auch noch Metastasen in der Lunge und in der Leber festgestellt und jetzt werden die Strahlen,- und Chemotherapie gleich verstärkt

Einerseits könnte ich heulen andererseits bin ich froh das sie das jetzt schon festgestellt haben....

Ich hoffe ihr könnt besseres berichten.....
Viele Liebe Grüße
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