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#1
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Liebe Kathrin,
ist es nicht schön, dass deine Schwester bei dir ist? Nimm es als Geschenk dass du das auch spüren kannst. Ich habe einen schönen Text, der gut paßt: Wenn ein Mensch geht, so verschwindet er nie ganz. Er bleibt doch in unseren Herzen, wenn wir das wollen. Und wer weiß, ob wir uns nicht irgendwann wiedersehen? Trauer tut weh, deshalb sollten wir nicht trauern, dass wir einen Menschen verloren haben, sondern sollten dankbar sein, dass wir ihn kennen und lieben durften. Ich wünsche dir viel Kraft für die nächste Zeit Liebe Grüße Heike |
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#2
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Heike, ich danke dir für deine Worte. Dieser Text spricht mir aus der Seele.
Bin soooo traurig, obwohl ich mir ziemlich sicher bin, dass sie mich nie mehr alleine lassen wird. LG Kathrin |
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#3
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Liebe Kathrin:
Deine Trauer wird ein langer Weg sein. Aber ich möchte gerne dann und wann ein paar Schritte mit dir gehen, wenn dein Weg besonders unwegsam vor dir liegt. Ich kann deine Einsamkeit nicht von dir nehmen. Aber du sollst wissen, dass ich dir in deiner Trauer nahe bin, soweit das ein Mensch kann. Bis du wieder Licht siehst und dein Tag einen neuen Sinn findet. (Gedanken von Jörg Zink) In diesem Sinne alles Liebe Inn |
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#4
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Hallo an alle, die hier mitlesen,
Gerade überkam es mich und ich musste hier mal rein ins KK. Ich hab kurz rumgestöbert und denke doch nur an meine geliebte Zwillingsschwester. Sie ist heut seit 15 Tagen nicht mehr bei mir. Sicher, sie hat es jetzt besser. Ihr geht es gut und sie hat keine Schmerzen mehr. Und ich hatte auch die Ehre und durfte sie bis zum Schluss begleiten. Aber sie fehlt mir soooooooo sehr. Ich sitze mit Tränen hier (das erste Mal wieder seit der Beisetzung letzten Samstag) und weiß nicht, wie ich denn ohne sie weitermachen soll. Sie war meine engste Vertraute, meine beste Freundin, einfach alles für mich. Und jetzt ist sie einfach weg und ich kann mich nur noch auf eine andere, eine spirituelle Art und Weise, mit ihr unterhalten. Aber wenn ich ehrlich bin, reicht mir das nicht. Ich will sie wieder sehen, mich mit ihr unterhalten, mit ihr telefonieren, simsen, sie berühren, sie in den Arm nehmen und einfach nur wissen, dass sie noch da ist. Wie soll ich nur mit dem Verlust klarkommen, wie meinen Schmerz verarbeiten? Ich weiß es einfach nicht. LG eure traurige Kathrin |
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#5
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Hallo Kathrin,
vielleicht kann dir bei der Verarbeitung ein Onkopsychologe weiterhelfen. Und dafür wären die auch da. Es ist eine verdammt schwere Zeit die gerade durchmachst. Und ich fühle mit dir. Ansonsten schreib doch einfach alles was dich bedrückt ins Forum, das befreit. Und hier sind so viele liebe Leute die versuchen, dich bei deinem schweren Weg zu begleiten. Kopf hoch, denn du hast den letzten Weg mit deiner Schwester geschafft, und der war schon nicht einfach. Und jetzt wirst du auch den Weg ohne sie schaffen. Auch wenn es dir wie eine Ewigkeit vorkommen wird. Ich schreib dir jetzt mal einen Text von Saint-Exupery und stammt aus dem Buch:der kleine Prinz. Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache, du allein wirst Sterne haben, die lachen können. Wenn du dich getröstet hast (man tröstet sich immer) wirst du froh sein mich gekannt zu haben. Du wirst immer mein Freund sein, und deine Freunde werden sehr erstaunt sein, wenn sie sehen, dass du den Himmel anblickst und lachst. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen damit. Ich wünsche dir noch alle Kraft der Welt. LG Janet |
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#6
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Liebe Kathrin,
es tut mir unendlich leid was ich lese und ich fühle mit Dir. Eine Zwillingsschwester zu verlieren ist mit das schlimmste im Leben. Wir selber sind am Anfang unseres Weges. Ich wünschte ich könnte die Zeit zurückdrehen, für Dich, für alle hier. Ich weiß auch keine tröstenden Worte aber sei gewiß, hier findest Du bestimmt Menschen die bei Dir sind. So wie sie immer bei Dir sein wird, in Deinem Herzen. Ingo |
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#7
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Hallo ihr lieben,
nach langer Zeit möchte ich doch wieder etwas schreiben. Hab ja zwischendurch immer nur mal hier im KK mitgelesen. Konnte einfach nichts schreiben. Es tut mir alles so leid, wenn ich lesen muss, wie es anderen Betroffenen und deren Angehörige ergeht. Genau das gleiche musste ich ja auch durchstehen. Heute sitze ich wieder hier und weine. Weine um meine Schwester. Weine, weil ich sie vermisse - ihre Stimme, ihre SMSen, ihre Anrufe, ihren für sie typischen Geruch. Ich vermiss sie einfach nur und ich glaub, das werde ich wohl für immer - sie vermissen. Ich hab doch nun niemanden mehr!!! Mein Bruder wohnt weit weg, für meinen anderen Bruder bin ich die Stütze, genauso wie für meine Familie, mit meinem anderen Bruder hab ich keinen Kontakt (Alkoholiker) und meine Mutter hat sich von mir abgewendet. Womit hab ich das alles verdient? Wisst ihr, oftmals wünsche ich mir einfach, an Beates Stelle jetzt dort zu liegen. Dann hätte ich meine Ruhe, müsste mich nicht mit Dingen rumärgern, die oft einfach nur lapidar sind. Wie gern hätte ich ihr mein Leben überlassen, ihr meine Familie gegeben die sie nie haben durfte und konnte. Ich bin einfach nur traurig, traurig und traurig. Kann man überhaupt trauern bzw. seine Trauer ausleben? Ich weiß es nicht. Entweder bin ich selbst dazu einfach nicht in der Lage oder es wird mir von anderen einfach nicht vergönnt. Sorry, wenn ich jetzt etwas ausgeholt hab. Aber mich überwältigt gerade einfach wieder alles. Wie gern würde ich jetzt mit meiner Schwester zusammensein. Und doch geht es nicht. eure traurige Kathrin |
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