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  #1  
Alt 11.04.2007, 13:28
Rocky-B Rocky-B ist offline
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Standard AW: Wie soll man das Leben überleben?-Diagnose:Glioblastom

Hallo Jossi,

bei meinem Vater hat es bis zur ersten Kontroll-MRT noch länger gedauert als 30 Tage.
Er ist nach der OP auch einen Monat bestrahlt worden und hat sechs Zyklen Chemotherapie bekommen, die er eigentlich gut vertragen hat. Die Entscheidung zur Chemo hat er selbst getroffen, er wollte überleben!!!
Zumal in seiner Nachbarschaft ein Mann vor sieben Jahren genau den gleichen Krankheits/Behandlungsverlauf erlebt hat und eigentlich völlig gesund ist. Sieben Jahre leben nach einem Glioblastom!!!
Mein Vater hat es wie gestern beschrieben nicht geschafft, aber er hatte noch einen schönen Sommer 2006 in seinem Garten, hatte uns, die Familie, war Weihnachten bei uns....

Liebe Grüße
Barbara (Rocky-B)
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  #2  
Alt 12.04.2007, 15:09
dorchen83 dorchen83 ist offline
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Beiträge: 80
Standard AW: Wie soll man das Leben überleben?-Diagnose:Glioblastom

Hallo liebe Heike!

Wie geht es dir und deinem Papa? Denke viel an dich und hoffe ihr könnt eure Tage so gut es geht genießen...

Du hast so recht, als du geschrieben hast, dass sich die Schwerpunkte, die man legt, verschieben... man nimmt nicht mehr alles als selbstverständlich an, sondern weiß auch die kleinen Freuden und die alltäglichen Dinge mehr zu schätzen... auch wenn es manchmal schwer fällt...

Ich sende dir eine ganz liebe Umarmung

Dorchen
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  #3  
Alt 13.04.2007, 13:01
JaninS JaninS ist offline
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Standard AW: Wie soll man das Leben überleben?-Diagnose:Glioblastom

Hallo Heike, was macht ihr so? wie geht es deinem Papa?

Mit dem Feiern , da hast du voll recht hab auch keinen bock gehabt? Drück dich trotzdem ganz doll, laß mal was von dir hören. Denke oft an euch
viele grüße
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  #4  
Alt 14.04.2007, 08:57
HeikeF HeikeF ist offline
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Standard AW: Wie soll man das Leben überleben?-Diagnose:Glioblastom

Hallo Ihr Lieben
danke das Ihr immer noch an uns denkt und anteil nehmt!
Was soll ich schreiben?
Meine Mutter hat es immer noch so übel im Rücken es scheint aber langsamst in die Gänge zu kommen. Dafür, ist sie manchmal unausstehlich- denke, sie versteht es nicht oder möchte es noch immer nicht wahrhaben auf welchem Weg wir uns befinden.
Der Tumor scheint wieder aktiv zu sein-man merkt es an manchen Reaktionen wie: Nachsprechen statt zu antworten, mehr Schlafbedürfnis, manchmal wieder dieser Blick des "Nicht-verstehens" was man sagt, nach Worten suchen..

Aber trotzdem haben wir eine Zeit, die ich nicht mehr missen möchte.
Morgens, geht es ihm am besten, da sieht er sooo knuffig aus, da möchte ich ihn immer weiter küssen -dann geht es ihm auch sehr gut und er ist "relativ" klar, er ißt auch den Umständen entsprechend noch gerne und das freut mich unendlich.
Die Hautrötung ist besser geworden-Dank der Babywundcreme.
Ab Nachmittag ist er sehr schläfrig und auch meist sehr unwillig-aber was solls, ich weiß ja wo es her kommt.
Bin wirklich froh, daß er schon die Prognose des Prof. "überlebt" hat, vielleicht liegt es auch daran, daß er keine Chemo bekommen hat? Wer weiß das schon.
Erst hieß es: er schafft es nicht mehr noch nach Hause zu kommen, es geht nicht, dann hieß es: er kommt nach Hause, es wird aber nicht mehr lange dauern und jetzt ist er hier und es geht ihm gut für seine Verhältnisse.


Habe manchmal gar kein Zeitgefühl mehr, die Zeit rennt einfach nur noch.
Habt/Hattet Ihr das auch?

Mein Onkel ist Karfreitag gestorben oder sollte ich sagen erlöst?
Nach sieben Jahren-davon fünf als Pflegefall.
Es wurde Schlaganfall diagnostiziert-aber wenn ich so manches vergleiche, kommen mir Zweifel ob es nicht auch ein Hirntumor war.
Die Rede in der Kirche und das vorm Grab stehen waren nicht gut für mich in dieser Situation mit meinem Vater-es kamen immer Bilder in mir hoch und die Gewissheit, daß wir auch in näherer Zukunft vor einem Sarg stehen werden.
Aber ich wollte mich verabschieden und habe es auch gut "überstanden".

Besuche jetzt fast jeden Morgen mit meinem Hund meine Tante, damit sie einfach einen hat der da sitzt zuhört, tröstet oderwas auch immer. Sie mag meinen Hund sehr und ihr tut es gut ihn zu streicheln.

An Alle die noch Kraft brauchen möchte ich heute ein Kraftpäkchen senden!
Wir führen Alle ein anderes Leben- aber sicher kein Schlechteres, sondern eher ein Wertvolleres HF4/2007
Laßt uns dankbar dafür sein
Knuddel Euch mal feste

Laßt die Sonne rein
__________________
(Meine geschriebenen Ideen, Bastel-Tipps, Berichte, Gedichte, Reime dürfen weder kopiert noch anderweitig, ohne meine Genehmigung, veröffentlicht werden HF)

http://www.krebs-kompass.org/forum/s...ghlight=HeikeF

Leben ist, zeichnen ohne Radiergummi (K.Snyder)

Für alle die Kraft brauchen:
http://de.youtube.com/watch?v=dQhKjrlx0jI

Geändert von HeikeF (14.04.2007 um 09:05 Uhr)
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  #5  
Alt 15.04.2007, 16:03
Benutzerbild von HeikeW.
HeikeW. HeikeW. ist offline
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Registriert seit: 25.06.2006
Ort: Nähe von Braunschweig
Beiträge: 325
Standard AW: Wie soll man das Leben überleben?-Diagnose:Glioblastom

Ach Heike.... alles, aber auch wirklich alles was du schreibst , kommt mir sehr bekannt vor...



Ich drück dich ganz fest ...und die anderen natürlich auch...
__________________
Liebe Grüsse

Heike



Wenn ihr mich sucht, so sucht in eurem Herzen.
Dort werdet ihr mich finden...



Moni 26.10.1947- 16.03.2008 ( Glioblastom)

Papa 17.11.1940- 19.06.2009 ( Alzheimer)
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  #6  
Alt 22.04.2007, 23:12
Benutzerbild von HeikeW.
HeikeW. HeikeW. ist offline
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Registriert seit: 25.06.2006
Ort: Nähe von Braunschweig
Beiträge: 325
Standard AW: Wie soll man das Leben überleben?-Diagnose:Glioblastom

Hallo HeikeF.


lass mal was von euch hören. Ich hoffe, das schweigen ist kein schlechtes Zeichen...
__________________
Liebe Grüsse

Heike



Wenn ihr mich sucht, so sucht in eurem Herzen.
Dort werdet ihr mich finden...



Moni 26.10.1947- 16.03.2008 ( Glioblastom)

Papa 17.11.1940- 19.06.2009 ( Alzheimer)
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  #7  
Alt 23.04.2007, 22:26
JaninS JaninS ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 11.12.2005
Ort: Erfurt
Beiträge: 113
Standard AW: Wie soll man das Leben überleben?-Diagnose:Glioblastom

Hallo Heike
wollte nur wissen ob es die bzw euch soweit gut geht, haben ja schon "länger" nix gehört von dir.
sende dir trotzdem liebe grüße, ich denke an euch
sei lieb gedrückt
janin
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