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#1
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lieber jörg,
ich denke die ärzte geben einem an krebs erkrankten menschen nicht auf. aber irgendwann ist die grenze der zumutbarkeit erreicht. und ich finde es richtig das ärzte es dem patienten und der familie sagen. das an krebs erkrankte menschen mal so mal so reden ist so habe ich es erfahren. den die psyche spielt eine große rolle. und der schwer kranke mensch entscheidet das tempo und kann seine kräfte selbst gut einschätzen. krebs verändert eben nicht nur den körper, sondern den mensch in seiner ganzheitlichkeit. ich fand es gut, dass wissen, mein vater ist austherapiert und die medizin hat alles getan. die noch vorhandene kraft können wir jetzt anders nutzen und uns nicht immer in der hoffnung verlieren. lg bente
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krankheit ist immer ein ungewisser weg, dessen steine und kurven keiner kennt und nie zu erahnen vermag
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#2
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Lieber Jörg
![]() mich bewegt als Betroffene was du schreibst. Wer weiss, wann ich selbst mal hören muss, dass ich austherapiert bin ? ![]() Eine Geschichte dazu: eine von den 6 Chemos musste ich wegen Bettenmangel statt in der Ambulanz - in der stationaeren Klinik machen. Wurde richtiggehend aufgenommen, mit Wiegen, Messen, Ernaehrungsberaterin, dann kam ich in ein Sechsbettzimmer - alles Frauen im Endstadium - und allen wurde noch Chemo verabreicht. Bei einer Frau mit Brustkrebs konte ich mich nicht entscheiden, ob der junge Mann auf dem Besucherstuhl ihr Mann, Sohn oder Enkel ist - es war ihr Mann. Sie sah so krank, so kaputt aus, ohne Haare, aufgedunsener Körper, hatte Gehirnmetas, Lungenmetas, bekam Sauerstoff - und Chemo.... Links neben mir lag eine Frau, die wie ich Gebärmutterhalskrebs hatte. Sie konnte als einzige noch aufstehen, wacklig zwar, aber es ging. Auch sie hing an einer Kanüle - wegen Lungenmetas und einer Lungenetzündung. Sie hatte erhöhte Temperatur und war sehr besorgt deshalb. Zwei Monate versuchten die Ärzte nun schon, die Entzündung + Metas in den Griff zu bekommen. Sprechen konnte sie nur langsam und leise, ihr fehlte die Luft. Als ich sie, wie versprochen eine Woche später besuchen wollte, war sie nicht mehr da. Man hatte sie in ihr Heimatdorf geschickt, mit Sauerstofflaschen ausgerüstet und Empfehlungen an den Hausarzt - man hatte sie aufgegeben - austherapiert. Die Medizin ist heute schon sehr fortgeschritten, aber Krebs ist immer noch in den meisten Faellen eine tötliche Krankheit, vor allem, wenn die Krankheit fortgeschritten ist und die Krebszellen gegen die Chemo Resistenzen entwickelt haben. Die Ärzte spulen ihr Programm ab - OP, Chemo, Bestrahlung - wirkt es nicht - wird man nach Hause geschickt. Es ist so schwer, das zu akzeptieren und manchmal hilft es, sich noch an eine andere Klinik zu wenden. Bei Lungenmetas wäre das z.b. in Fachkrankenhaus Coswig/bei Dresden. Vielleicht können die dort noch etwas für deinen Vater tun.
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Liebe Grüße Nikita ![]() Tapferkeit ist die Fähigkeit, von der eigenen Furcht keine Notiz zu nehmen. George Patton Geändert von nikita1 (30.10.2007 um 21:44 Uhr) |
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#3
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Hallo !
Hab in den letzten tagen hier viel gelesen und deswegen mich mal mit dem schreiben etwas zurückgehalten. Ich weiss zwar nicht ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben, aber ich habe den Hausarzt meines Vaters dazu bewegt einen Termin In der Uniklinik Essen im dortigen Tumorzentrum zu machen. Und siehe da......haben schon für kommenden Montag einen Termin bekommen! darauf hin forderte ich die Unterlagen aus unserem Klinikum hier in Osnabrück an in dem mein Vater behandelt wurde. Jetzt bleibt abzuwarten was uns am Montang in Essen erwartet !? Da ich ne Menge Berichte hier gelesen habe weiss ich nur im Momnt gar nicht so richtig ob ich mit Ihm dort passend aufgehoben bin !? Es wird hier ja viel von der Klinik in Stralsund bzw Coswig geschrieben. Trotzdem hoffe ich dort gut aufgehoben zu sein.....zumindest um eine andere Meinung zu hören. Denn Irgendwas muss jetzt passieren !!! Dazu habe ich auch das dumme Gefühl, das uns die Zeit wegläuft denn sein Antrag zu einer Kur ist bei der KK eingegangen und wird angeblich schnellstens bearbeitet. Bin wirklich schon sehr aufgeregt und nervös was den Montag in Essen angeht. Habe eigentlich tausend Fragen und weiss gar nicht so richtig wie bzw wo man den Hebel ansetzt !?......aber hoffe dort geholfen zu werden !? Na ja....bleibt erstmal nur abzuwarten und zu hoffen ...... Gruß Jörg |
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#4
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Hallo Jörg,
besser hättest du es kaum machen können. Die Essener Uniklinik ist spezialisiert auf Lungenkrebs - mein Mann würde möglicherweise nicht mehr leben, wenn wir nicht vor gut drei Jahren dort hingegangen wären. Nett sind sie dort auch. Und sie werden dir sagen, ob sie noch eine Therapiechance für deinen Vater sehen. Ich drück dir/euch die Daumen, dass noch etwas möglich ist. Und wünsch euch für jeden Fall viel Kraft. Bettina |
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#5
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Hallo Jörg,
ich drücke Dir ganz fest die Daumen, dass es noch einen Weg gibt und ihr noch viel zeit mit Deinem Vater habt! Was die vielen fragen betrifft: aufschreiben, alles aufschreiben! Denn wenn man dann erstmal da mit den Ärzten sitzt, fallen einem die wichtigsten Sachen nicht mehr ein. Ich würde meine Mutter auch gerne dort nochmal untersuchen lassen. Aber sie wollte noch nie dort hin, da es ihr zu weit weg von zu Hause ist. Sie hasst es fremden Ärtzen vertrtauen zu müssen und fühlt sich hier in der vertrauten umgebung einfach wohler. Soll ich sie nun zwingen weil ich die Hoffnung habe, dass dort vielleicht das getan wird, was hier nicht läuft? Der Wille des kranken ist letztlich doch irgendwie ausschalggebend. Zum anderen hab ich mal gehört, dass in Essen hauptsächlich operativ entfernbare Tumore behandelt werden und die normalen Chemos dann doch im heimischen Krankenhaus stattfinden. Von daher wäre ich sehr interessiert daran zu hören was man Dir dort am Montag sagt und ob es wirklich nur eine OP-Klinik ist. Viel Glücl für Deinen Vater! Grüße Lily |
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#6
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Hallo Lily,
die Klinik in Essen, die aufs Operieren spezialisiert ist, ist die Ruhrlandklinik. Die Tumorforschung ist in der Uniklinik, die aber mit der Ruhrlandklinik zusammenarbeitet und Patienten mit operablen Tumoren dort hinschickt. Chemo machen sie in der Uniklinik ambulant und stationär. Aber ich habe auch mitgekriegt, dass Patienten die von Essen empfohlene Chemo dann in einem Krankenhaus bekommen haben, das für sie besser erreichbar war. Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für deine Mutter. Nach Essen, um deren Meinung zu hören, und dann zurück ins vertraute Kh. Oder du gehst mit allen Befunden dorthin. Ansonsten hast du recht, zwingen kannst und sollst du sie nicht. Aber ich kann gut verstehen, dass du alle Möglichkeiten nutzen willst. Mir geht es genauso, und es hat sich auch schon mehrfach bewährt. LG Bettina |
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#7
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Hallo Ihr Lieben !
So, gestern warich mit meinem Vater in der Essener Uniklinik im dortigem Tumorforschungszentrum. Wir wurden dort von den Mitarbeiterinnen sehr sehr nett empfamgen und auch der Professor mit dem wir dann ein Gespräch hatten war sehr sehr nett. Nachdem Er sich die Unterlagen meines Vaters anschaute, empfohl er uns an einer Studie für ein neues Medikament teilzunehmen. Es handelt sich um "BAY 73-4506".....was auch immer das für eine Bezeichnung ist!? Vielleicht hat schonmal Jemand was davon gehört und kann mir dazu etwas berichten !? Es wurden sofort einige Untersuchungen durchgeführt und schon nächste Woche beginnt die "Therapie/Studie" mittels Tabletten. Ich bin sehr gespannt was die Voruntersuchungen ergaben und wie dieses neue Medikament wirkt !? Gruß Jörg |
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