Krebs-Kompass-Forum seit 1997  


Zurück   Krebs-Kompass-Forum seit 1997 > Spezielle Nutzergruppen > Forum für Angehörige

 
 
Themen-Optionen Ansicht
  #11  
Alt 14.11.2007, 18:54
dolorousness dolorousness ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 01.11.2007
Beiträge: 31
Standard AW: Hilfe bitte! Meine Mama hat Krebs :(

Jetzt hat´s mich erwischt. Ich liege seit Samstag flach, seit gestern nehm ich Antibiotika. Magen-Darm-Virus, Hals-Virus und Mittelohrentzündung. Das ist alles besser als ein Tumor, ich weiß. Ich wollte auch nur ein klein wenig beschreiben, wie mich ganze Sache mitnimmt, dass ich seit Samstag Tag und Nacht im Bett liege und unter Erbrechen, Schmerzen, kann nicht lesen, nicht schlafen. Nur Nachdenken. Über meine Mama und den Krebs. Wenn ich kurz weggenickt bin, kamen sofort die Alpträume über sie und die Krankheit und ich wachte schweißgebadet auf.

Heute hatte sie den Termin bei ihrem Hausarzt. Sie hat sich geweigert, meinen Vater oder Schwester mitzunehmen. Als ich sie daraufhin heute mittag anrief und fragte, wie´s war, log sie mich an, dass er EKG bei ihr machte, mit ihrem Bauchraum alles in Ordnung sei und sie nun nicht mehr hinmüsse.

Danach rief meine Schwester mich an, der Arzt erzählte ihr, dass unsere Mama durchaus noch eine Chance hätte, dass Lebermetastasen noch kein Todesurteil bedeuten und man die Behandlungen anfangs auch ambulant machen könne, das kennt ihr ja alles. Meine Mama hätte ihn ausdrücklich darum gebeten, dass er uns nichts erzählt, weil sie der Meinung ist, wir verkraften das nicht. Weil sie ihre Familie vor dem Krebs "schützen" möchte. Weiter ist sie auf sein Gesagtes auch nicht eingegangen. Er empfiehlt uns, mit ihr in einer Familienratssitzung nochmal darüber zu reden und sie dazu bewegen, sich helfen zu lassen. Wir gehen davon aus, sie macht keine Therapien, weil wir damit nicht klarkommen würden. Dabei wissen wir noch immer nicht, ob sie das Ausmaß der Krankheit überhaupt verstanden hat oder es einfach nur verdrängen möchte, weil sie nicht mit mir darüber spricht.

Jetzt fleht mich meine Schwester an, ich solle unbedingt schnell wieder gesund werden und mit ihr daraufhin wirken. Keine Zeit, sich auszukurieren. Also sitze ich schon wieder hier. Und erhoffe Rat von euch. Oder einfach nur ein offenes Ohr zum Zuhören. Ihr kennt sie ja auch nicht und wenn noch nicht einmal ich weiß, wie sie wohl denkt. Das kostet mich alles soviel Kraft. Meine Schwester denkt jetzt, wir sind schuld, dass sie sich nicht helfen lässt. Und wir müssen ihr doch unbedingt begreifbar machen, dass sie schnelle Hilfe braucht. Denn der Arzt sagte, es ginge uns sonst wichtige Zeit verloren.

Dolo

PS: Danke Norma, für den Tipp. Ich werde es am Wochenende, wenn ich sie wahrscheinlich wiedersehe, gleich mal ausprobieren. Muss erst wissen, dass ich nicht mehr ansteckend bin.
Mit Zitat antworten
 

Lesezeichen


Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)
 
Themen-Optionen
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge hochzuladen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

BB-Code ist an.
Smileys sind an.
[IMG] Code ist an.
HTML-Code ist aus.

Gehe zu


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:08 Uhr.


Für die Inhalte der einzelnen Beiträge ist der jeweilige Autor verantwortlich. Mit allgemeinen Fragen, Ergänzungen oder Kommentaren wenden Sie sich bitte an Marcus Oehlrich. Diese Informationen wurden sorgfältig ausgewählt und werden regelmäßig überarbeitet. Dennoch kann die Richtigkeit der Inhalte keine Gewähr übernommen werden. Insbesondere für Links (Verweise) auf andere Informationsangebote kann keine Haftung übernommen werden. Mit der Nutzung erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen an.
Powered by vBulletin® Version 3.8.7 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, vBulletin Solutions, Inc.
Gehostet bei der 1&1 Internet AG
Copyright © 1997-2025 Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V.
Impressum: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Eisenacher Str. 8 · 64560 Riedstadt / Vertretungsberechtigter Vorstand: Marcus Oehlrich / Datenschutzerklärung
Spendenkonto: Volker Karl Oehlrich-Gesellschaft e.V. · Volksbank Darmstadt Mainz eG · IBAN DE74 5519 0000 0172 5250 16 · BIC: MVBMDE55