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#1
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Hallo Gracia,
du musst stark und tapfer sein und ihr beide müsst miteinander reden. Meine Mama und ich konnten nicht mehr miteinander reden weil es einfach zu schnell ging. 2 Wochen nach der Diagnose war es vorbei und sie war kurz davor so sehr von Alpträumen und Phantasien geplagt, dass es ihr sehr sehr schlecht ging. So dass wir auch nicht ernsthaft reden konnten. Sie war oft sehr durcheinander und hat nicht alles registriert was man sagte. Es gibt immer irgendwo ein Fünktchen Hoffnung, aber bitte sei dir auch bewusst, dass ein Krebs, sehr schnell wachsen und streuen kann. Bitte nutzt die Zeit die ihr habt... meine Mutter hat immer gesagt "Lass mir noch etwas Zeit zum nachdenken..." oder als sie stark unter der Medikation stand "Schauen wir im Dezember noch einmal.. ob ich da noch bin." Sie hat sich schon teilweise aufgegeben und dein Mann darf sich nicht aufgeben, hörst du? Er muss kämpfen! Kämpfen bis es wirklich nicht mehr geht. Bitte redet miteinander. Mama und ich konnten es nicht mehr, denn die Zeit die sie zum nachdenken haben wollte, hatte sie nicht mehr. Nutzt die Zeit die ihr habt.. vielleicht werden es noch Monate oder Jahre sein. Ich wünsche euch mehr Zeit, viel mehr Zeit, als die, die meine Mutter hatte. traurige aber aufmunternde Grüßen Pia |
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#2
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Liebe Gracia,
mensch, das tut mir so leid, mir fehlen die Worte. Wahrscheinlich ist es jetzt für uns alle hier fast unmöglich, die richtigen Worte für dich zu finden. Und doch möchte ich dir sagen, dass wir alle hier dir zur Seite stehen und du nicht allein bist. Ich bin mir ganz sicher, dass viele hier dich und deinen Mann in ihre Gebete einschließen. Du bist so stark, und auch wenn es schwache Momente voller Traurigkeit und Verzweiflung gibt, wie bei uns allen, so hast du doch noch Reserven. Auch wenn du jetzt nicht weißt, wo diesen Reserven versteckt sind, wenn es drauf ankommt, findest du sie und es geht doch weiter - irgendwie. Ich wünsche dir von Herzen, dass es wieder mal ein wenig bergauf geht für euch zwei. Fühl dich ganz lieb umarmt.
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Engel ![]() Paps: 07.11.1952 - 11.08.2008 Zweifle nicht am Blau des Himmels,
wenn über Deinem Dach dunkle Wolken stehen. |
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#3
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Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für die tröstenden und wichtigen Worte, aber meine Hoffnung schwindet mehr und mehr, meine kleine Katze ist allmählich mein engster Partner geworden, macht man sich im Schmerz immer mehr zu? Ich habe Freunde, die ich nicht überfordern will, deshalb teile ich mich dort sehr ein, mein Mann weiß genau, wie es um ihn steht, nur ich kann damit nicht leben, wir reden auch miteinander, es tut alles nur weh, er scheint gefaßter als ich, ich bin schon froh, hier einfach schreiben zu können, weil Ihr doch immer wieder tröstende Worte findet, wo kein Trost mehr möglich ist, ich habe nie geglaubt, mit 47 oder 48 Jahren Witwe zu werden, wir hatten noch so viel vor, es ist einfach nur zum Verzweifeln, Traurige Grüße Gracia |
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#4
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Liebe Gracia,
es tut mir so leid. Ich kann mir ein bisschen vorstellen, wie es dir geht, denn in den letzten 3,5 Jahren gab es bei meinem Mann auch immer wieder eine Zeit, wo ich dachte, es geht nicht mehr. Aber gib noch nicht auf - Knochenmetastasen können zwar sehr schmerzhaft sein, sind aber auch gut behandelbar. Versuch mal mit den Ärzten zu reden, wenn du deinen Infekt auskuriert hast, und höre, was sie jetzt vorhaben. Und hol dir jede Hilfe, die du bekommen kannst, praktische und seelische. Deine Freunde möchten vielleicht auch gefordert werden. Ich musste das auch lernen, es hat keinen Sinn, alles in dich reinzufressen. Du wirst noch viel Kraft brauchen. Aber dich auch immer wieder wundern, woher sie dann doch kommt. LG Bettina |
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#5
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Liebe Gracia,
ich weiß gar nicht so recht, was ich dir schreiben soll. Wie gern würde ich dir helfen. Vielleicht könnten dir die Bücher von Kübler-Ross weiterhelfen. Viele finden darin Trost und können lernen, sich mit derartigen Situationen und auch auch dem Prozess des Abschiednehmens auseinanderzusetzen. Vielen hier haben die Bücher geholfen. Schau mal im Internet nach, bestimmt findest du Einiges dazu. Ich habe mir vor einiger Zeit mal eine Seite rausgesucht, die ich sehr interessant fand. Über Google findest du ganz viel. Ich schicke dir ein großes Kraftpaket und drück dich.
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Engel ![]() Paps: 07.11.1952 - 11.08.2008 Zweifle nicht am Blau des Himmels,
wenn über Deinem Dach dunkle Wolken stehen. |
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#6
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Hallo Ihr Lieben,
danke für den Tip, ich habe mir einiges aus der Bibliothek geholt, kann damit aber nicht viel anfangen, vielleicht noch nicht, mein Mann ist jetzt zuhause, am 10.12 gehts zur nächsten Chemo, ich versuche ihn etwas aufzupäppeln, im Krankenhaus hat er kaum gegessen und entsprechend Gewicht verloren, er muß auch täglich zur Bestrahlung des Rückens, ich freue mich, das er hier ist, aber anstrengend ist es auch, ich will ihn nicht stören und laufe den ganzen Tag sozusagen auf Katzenpfötchen rum, um ihn nicht zu stören, eigentlich hatte ich erwartet, das man lernt, mit der Katastrophe zu leben, aber das scheint nicht der Fall zu sein, ich werde immer dünnhäutiger und verzweifelter, beobachte ihn ständig, bin laufend unter Hochspannung, das Ganze macht mich einfach fertig, na ja, jetzt habe ich mich etwas ausgeheult, da kann ich mit neuem Mut in den neuen Tag starten, Gruß Gracia |
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#7
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Liebe Graci!
Hier ein Spruch für Dich! Ich kann es so gut verstehen, dass Du mit Deiner Kraft am Ende bist und weiss,dass es soooooo anstrengend ist eine kranke Person zu begleiten! Man nimmt in Wahrheit jeden Tag ein Stück Abschied! Das heisst aber nicht, dass Ihr nicht kämpfen sollt!!!!!! "Es gibt Momente im Leben, wo man über sich selbst hinaus wachsen muss. Dieses schwere Kreuz nimmt uns leider keiner ab, aber es wird nie schwerer sein, als man es auch tragen kann!!!" |
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