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  #1  
Alt 04.03.2008, 15:54
tanny9903 tanny9903 ist offline
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Registriert seit: 12.10.2007
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Standard AW: Verzweifelt, traurig und wütend

Liebe Alicia,

war jetzt schon länger nicht mehr im Forum und bin ganz erschrocken über deinen Bericht vom Arzt....
Aber ich denke auch wie allen anderen, Dein Papa ist ein starker Mensch, ihr seit eine starke Familie, Ihr habt es so weit zusammen geschafft, laßt euch jetzt nicht unterkriegen und genießt jeden Tag den Ihr zusammen seit.
Ich denke an euch, und drücke ganz fest die Daumen das nur es Vernarbungen sind!!!

Ganz liebe Grüße
Tanny
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  #2  
Alt 05.03.2008, 14:06
Shivanarama Shivanarama ist offline
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Standard AW: Verzweifelt, traurig und wütend

Liebe Alicia,- endlich auch mal wieder von mir ein Lebenszeichen zu Euch,- Danke auch für Deinen Zuspruch meinen Vater betreffend vor einigen Wochen.
Leider liegt er immer noch unverändert im Künstlichen Koma,- nun seit 5 Wochen.

Als ich eben gerade Deine letzten Einträge vom Februar gelesen habe,- hat es mich sehr traurig gemacht,- zu lesen,- daß da so viele nicht genau zu definierenden Knoten aufgetaucht sind ,- die Dich wieder in Panik und den alten Albtraum versetzen.....................ich hoffe soooo sehr, -daß es wirklich Vernarbungen oder auch harmlose Verdickungen o.ä. sind.

Was GÄRTNER da so schrieb,- über den Krebs...............tolle Aussage,- ich sehe das seit 25 Jahren mit meiner HIV-Infektion ganz genauso,........versuche Deinen Feind zu lieben und er lebt und liebt mit Dir.

Hört sich vielleicht ja schwachsinnig an,- aber das Beste ist nicht in eine Angststarre zu verfallen,- sondern die noch vorhandene Lebensqualität auszunutzen,- sich zu gönnen,- wonach einem ist.

Ich bewundere Deinen Vater sehr um seine Zähigkeit und seinen anscheinend so gut wie unbremsbaren (vielleicht eher etwas zwangsausgebremsten) Tatendrang und seine Lebenslust trotz aller Schwierigkeiten die ja nicht von der Hand zu weisen sind.

Glaube,- eine Kur täte ihm gut, schon deswegen weil er auch ein sehr kommunikationsfreudiger Mensch zu sein scheint................hoffentlich macht er eine............und gewinnt an nochmehr Kraft dazu.

Ich hoffe sehr,- daß es Dir und Deiner kleinen Familie sonst ganz gut geht,- verstehe Deine Sorge sehr und wünsch Dir Zuversicht und wenig Angst vor dem was da kommen mag,- was wir aber leider wenn es kommen soll,- gar nicht in der Hand haben aufzuhalten.

Ich finde es toll,- wie alles läuft bei Euch und schon deshalb hat Dein Vater gute Voraussetzungen sein Leben bis zum letzten Tage genießen zu können.

Drück Dich aus der nicht allzu weiten Ferne.

Marion und Familie.
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  #3  
Alt 07.03.2008, 13:39
estella estella ist offline
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Standard AW: Verzweifelt, traurig und wütend

Meine Lieben,

ich habe seit langem nicht geschrieben oder gelesen, weil ich selber mit starken Halsschmerzen zu kämpfen habe, Schmerzen,die einfach nicht weggehen und ich deswegen bei all möglichen Ärzten war...vermutlich ist es ein hartnäckiger Infekt, aber zur Sicherheit wird eine Magenspiegelung gemacht. Es kann sein, dass die Ursache im Magen liegt und die Symptome sich am Hals ausdrücken, meinte die HNO Ärztin. Mal sehen.

Meinem Vater geht es unverändert: mal sieht er blendend aus, mal ganz schwach - was ihn nicht davon abhält viel zu unternehmen. Er ist sehr dünn - das bereitet ihm Kummer, auch wenn er es nicht verbal ausdrücken kann. andereseits ist er "unbelehrbar", was bstimmte Themen angeht: er geht drei mal die Wochezu seiner Hausärztin, aber lehnt alternative heilmethoden ab. Ich muss es akzeptieren, denn schließlich ist er ein Erwchsener udn nicht mein Sohn. Vielleicht ist es wichtiger, dass er den Alltag geneißt und Spaß am Leben hat (und das hat er!!!), als dass er alles ausprobiert, was möglich ist...ich weiß es nicht.
Die Kur ist immer noch nicht genehmigt, ich glaube, dass es ihm gut täte, auszuspannen. Denn der Termin im Mai beim Onkologe schwebt wie ein Damokles-Schwert über unseren Köpfen. Ich habe große Angst davor - was, wenn sich mein Verdacht bestätigt? Er kann jetzt unmöglich eine weitere Chemo durchstehen! An der Aorta kann man andererseits nicht operieren, was bedeutet das dann?

Ich versuche mich von diesen Gedanken abzulenken, denn sonst kriege ich geradezu Panikattaken. Ich hatte so sehr gehofft wenigsten eine Weile aufatmen zu können.

Liebe Grüsse,

alicia
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  #4  
Alt 09.03.2008, 02:01
Benutzerbild von Gärtner
Gärtner Gärtner ist offline
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Standard AW: Verzweifelt, traurig und wütend

Liebe Alicia,
ja das verstehe ich auch nicht, dass man bei Rezidiven in Aortanähe nicht operieren kann. Das Gleiche war mir auch gesagt worden, aber leider habe ich nicht gleich nachgehakt. Mein Sohn hatte einen angeborenen Herzfehler und ist direkt an der Aorta in Herznähe operiert worden und das als Kleinkind! Als Jugendlichem ist ihm dann ein Bypass von der Herzaorta zur Bauchaorta gelegt worden und selbst das war möglich. Vielleicht müsste die Operation dann in einem Herzzentrum erfolgen, aber möglich sollte das doch schon sein, denkt man.
Dir wünsche ich gute Erholung bei Deiner Halsgeschichte. Denk mal dran, dass das vielleicht auch nervlich bedingt sein kann. Versuche Dich zu entspannen. Gönne Dir ab und zu mal eine ruhige Stunde mit einem Glas Rotwein, guter Musik und einem guten Buch. Vielleicht tut das schon Wunder.
__________________
Es gibt zwei Arten, sein Leben zu leben: entweder so, als wäre nichts ein Wunder, oder so, als wäre alles ein Wunder. Ich glaube an Letzteres. (Einstein)
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  #5  
Alt 09.03.2008, 11:17
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PrinzessinAqua PrinzessinAqua ist offline
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Beitrag AW: Verzweifelt, traurig und wütend

Liebe Alicia,
ich kann deine Angst sehr gut verstehen, aber auch du solltest mal etwas abschalten.
Dein Körper schlägt ja nun schon Alarm weil du vll auch etwas überfordert bist. Es ist normal das du dir große Sorgen machst und Angst hast von dem was auf euch vll wieder zu kommt.

Aber versuche es mal wie dein papa wieder etwas zu entspanen und spaß haben. Bis Mai ist noch viel zeit und es geht ihm soweit gut und da solltest du anknüpfen und auch mal die Tage noch genießen und etwas abschalten. ich weiß das sowas sehr schwer geht und man wie ein Tiger im Käfig ist und denkt bloß nciht locker lassen man muß ja aufpassen.

Dein Körper braucht nun aber auch mal eine Erholung also göhn dir mal was schönes wo dir spaß macht und du eine Freude daran hast.

Viele Grüße
Manu
__________________
Was man tief in seinem Herzen besitzt, kann man durch den Tod nicht verlieren. Für uns bleibst du unvergessen, in unseren Herzen lebst du weiter!!

Papa Geb: 20.08.1942 - Gest: 15.09.2007
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  #6  
Alt 09.03.2008, 22:01
Benutzerbild von _Viola_
_Viola_ _Viola_ ist offline
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Standard AW: Verzweifelt, traurig und wütend

Liebe Alicia,

ich kann Deine Angst verstehen. Der Verlauf einer Krebserkrankung ist wie eine Achterbahn ... mal hat man wieder große Hoffnung und dann kommt es mal wieder hammerhart. Deine Panikattacken sind mit Sicherheit phychisch bedingt. Bist Du bei einem Psychologen in Behandlung? Wenn nicht, dann würde ich Dir dazu raten, es wird Dir helfen mit der Situation besser klar zu kommen.

Bei meinem Vater war die Lymphknotenmetastase in der Nähe der Halsschlagader und konnte deshalb auch nicht operiert werden. Durch Chemo und Bestrahlung war sie dann auch vollkommen weg. Allerdings kam sie wieder, aber das muss ja bei Deinem Vater nicht auch so sein.

Wenn Dein Vater zur Reha ist, wird ihm das sehr gut tun. Allerdings verstehe ich nicht, dass es so lange dauert bis sie genehmigt wird. Bei meinem Vater wurde das schon in der Klinik geklärt. Er ist dann nur nochmal für 2 Wochen nach Hause gekommen und dann zusammen mit meiner Mutter zur Reha gefahren.

Dass es Deinem Vater mal besser und mal schlechter geht, ist ganz normal glaube ich. So war es bei meinem Vater auch. Mal konnte er Bäume ausreißen und dann lag er mal wieder flach. Ich glaube mein Vater war genau wie Deiner. Er war immer lebenslustig und was er gehasst hat, war faul rumzuliegen. Wenn es ihm gut ging, war er einfach nicht zu halten. Damit hat er sich halt öfter übernommen. Wenn es ihm dann schlecht ging, hat er Besserung gelobt, das war aber immer nur von kurzer Dauer. Aber so war er nun mal und wir haben uns ja auch gefreut, wenn er in Action war. Aber wir hatten auch Angst, dass er sich übernimmt.

Jetzt in Nachhinein finde ich es aber in Ordnung, dass er so war. Es hat ihm Lebensfreude geschenkt und die hätte er nicht gehabt, wenn er den ganzen Tag nur rumgelümmelt hätte. Darum waren die letzten Wochen auch ganz schlimm für ihn. Das war nicht sein Leben und deshalb wollte er auch nicht mehr leben. Die letzten Wochen hat er nur für uns gelebt, das weiß ich jetzt auch und es tut mir im Nachhinein leid. Aber so war er halt, ein ganz ganz lieber Vater. Am Dienstag wäre er 71 Jahre alt geworden. Schon die ganze letzte Woche bin ich wieder etwas melancholisch und weine viel. Aber vor Feiertagen und wie jetzt vor seinem Geburtstag ist es immer am schlimmsten. Er fehlt mir halt immer noch so sehr.

Deinem Vater wünsche ich, dass er bald wieder richtig gut auf dem Damm ist und Dir wünsche ich gute Besserung. Hol Dir Hilfe, denn Panikattacken sind was schlimmes. Ich weiß es, habe jahrelang darunter gelitten.

Alles Liebe!

Viola
__________________
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  #7  
Alt 24.03.2008, 23:50
estella estella ist offline
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Standard AW: Verzweifelt, traurig und wütend

Hallo ihr Lieben,

Ostern war voller Begegnungen: wir waren spazieren bei kaltem Wind, aber in schönster Sonne, es gab viele Schoko-Eier und manch einen Hasen, gestern waren wir eingeladen, heute hatten wir viele Freunde Zuhause. Alle mit Kindern, das war natürlich besonders laut und besonders schön. Eine meiner Cousinen besucht gerade meinen Vater und sie ist von der deutschen Frühstückskultur begeistert. In Spanien genießt man gerne ausgiebige Mittagsmahlzeiten, aber morgens früh schlingt man hastig irgendetwas runter.
Mein Vater ist immer noch SEHR dünn, aber viele meiner Freunde hatten ihn seit der Zeit vor der OP nicht gesehen und es freute mich, dass sie auch seinen optischen Zustand als erstaunlich gut befanden. Energie hat er immer mehr. Abends merke ich seine Müdigkeit, aber zäh wie er ist, will er seiner Erschöpfung nicht nachgeben. Natürlich will ich, dass er sich mehr schont, aber meine Schwägerin hat Recht, wenn sie mich daran erinnert, dass er noch nie zu bändigen war. Hauptsache seelisch gehts ihm gut und ich muss sagen: er verkraftet die Krankheit bewundernswert gut. Er läßt sich nie hängen, nie! Er ist immer gut gelaunt, nie ist er deprimiert oder traurig oder frustriert.
Er geht aus, bekocht seine Freunde (leider, denn an der nicht vorhandenen Kochkunst hat sich nichts geändert....), fährt Fahrrad, zeigt meiner Cousine die Stadt und spielt mit seine Enkeln. Gut, verglichen mit der Kraft, die vor der OP in ihm steckte, ist er schlapp, aber er ist 73 und unternimmt definitiv mehr als ich!!!!!

Ich bewundere ihn sehr, denn ich weiß, dass er vor der Situation, in der er jetzt steckt immer Angst hatte. Meine Eltern sind mir in vielerlei Hinsicht ein Vorbild: meine Mutter in der Lebenslust, mein Vater in der Toleranz, mit der er Menschen begegnet. Jetzt kommt ein weiterer Aspekt hinzu: er meistert diese Herausvorderung, die das Leben ihn gestellt hat mit Würde und Mut und Ruhe. Ich denke, dass es auch daran liegt, dass sein Leben sehr erfüllt ist. Dennoch: so gelassen zu bleiben, finde ich sehr sehr bewundernswert!!!!!!

Liebe Grüsse an alle,

alicia
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  #8  
Alt 26.03.2008, 12:27
rike48 rike48 ist offline
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Ort: Köln
Beiträge: 75
Standard AW: Verzweifelt, traurig und wütend

Hallo Alicia,

dein Bericht ist wie immer aus dem Leben gegriffen und spritzig zu lesen, da glaubt man dabei zu sein. Es ist erfreulich, wie munter dein Vater ist und lebensfreudig. Ich wünsche ihm und eurer ganzen Familie schöne Ereignisse und viel Energie.

Viele Grüße

Rike
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