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#1
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Hallo Eva,
ich kann deinen äwunsch sehr gut nachvollziehen. Mir ging es ebenso, als mein Partner schwer krank war und es ging mir auch hauptsächlich darum,einfach nur für ihn da zu sein, ihn nicht den ganzen Tag alleine zu lassen. Soviel Zeit wie möglich mit ihm zu verbringen, das ich doch sehr wichtig. Mein Arbeitgeber hatte viel Verständnis dafür und gab mir die entsprechenden Möglichkeiten. Ich habe meine Arbeit trotz allem zu "seiner vollsten Zufriedenheit " erledigt... Warum sollte es ein Risiko sein, dem Arbeitgeber diesen Wunsch herangetragen zu haben? Er kann ihm entsprechen oder ihn ablehnen. Je nach seiner Entscheidung muss du dir dann weitere Schritte überlegen. Ich finde es besser, den Arbeitgeber über die Situation zu informieren. Vielleicht bekommst du mehr Unterstützung von ihm, als du erwartest. Ich drücke dir die Daumen, dass dein Arbeitgeber verständnisvoll genug ist und dir im Rahmen der Möglichkeiten entgegenkommt. Alles Gute für dich und deinen Freund Gaby
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Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden. www.palliaktiv.de |
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#2
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Hallo Eva,
es tut mir sehr leid, dass Dein Freund von dieser Krankheit betroffen ist! Es ist doch vollkommen verständlich, dass Du möglichst viel Zeit mit und bei ihm verbringen möchtest. Du hattest geschrieben, Dein Arbeitgeber wäre nicht so begeistert von deinem Anliegen. Könnte es nicht sein, dass er erst einmal geschockt war? Viele Menschen erschrecken sich erst einmal, wenn sie das Wort "Krebs" hören. Das er alles Überdenken möchte, ist doch schon einmal ein sehr guter Ansatzpunkt. Wenn Du es Dir finanziell leisten kannst, würde ich die Arbeitszeit kürzen. Du solltest wirklich möglichst viel Zeit mit Deinem Freund verbringen. Mein Arbeitgeber war damals seeehr tolerant. Ich hätte nie gedacht, dass es so etwas in der heutigen Zeit noch geben könnte. Bis heute, und es sind inzwischen fast fünf Jahre nach der Krebsdiagnose meines Mannes und meiner Mutter ins Land gegangen, bin ich meiner Leitung und meinen Kollegen äußerst dankbar. Sie haben mich aufgefangen, verständnisvoll nach Hause geschickt wenn ich wieder einmal am heulen war, viel Verantwortung abgenommen ohne das ich jemanden darum bitten musste und mir statt eines gewünschten Urlaubstages als meine Mutter im sterben lag, einen Krankheitstag in den Dienstplan eingetragen. Ich denke mal, Dein Arbeitgeber wird sich genauso tolerant verhalten. Unsere Vorgesetzten sind meist menschlicher, als wir denken. Du wirkst sehr stark und gefasst! Ich wünsche Dir, dass Du es für Dich beibehalten kannst. Alles Gute für Deinen Freund und Dich! Liebe Grüße Sanne |
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#3
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Heute hat ich ein Gespräch mit meinem Chef.
Es ist sehr gut verlaufen, denn er hat mir volle Unterstützung zugesagt. Da ist mir ein Stein vom Herzen gefallen. Die Firma will mir die Flexibilität geben, die ich benötige. Ich soll mir überlegen, wie ich arbeiten möchte, welche Flexibilität ich brauche, welche Zeit ich von zu Hause arbeiten will. Natürlich muss man das alles nochmal besprechen. Er hat mir sogar angeboten, bei Bedarf meinen Urlaub vom nächsten Jahr schon zu nehmen, wenn es nötig ist. Aber es klang gut, und ich hatte ja vorher Angst, was wohl der Arbeitgeber sagt. Das ist wenigstens etwas Positives in dieser schweren Situation. Viele Grüße, Eva |
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#4
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Liebe Eva,
es freut mich, dass Dein Gespräch so gut war! Ich wünche Euch weiterhin alles Gute! Schreib doch ab und an, wenn Du magst! Sandra
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Danke!!! PeLo 13.04.1948 - 09.10.2007 |
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#5
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Hallo, Eva!
Auch ich habe meinen Chef daraufhin angesprochen und er hat mir sofort jede nur mögliche Unterstützung zugesagt (und sein Versprechen gehalten). Ich habe jetzt sogar einen Tag frei pro Woche! Und an den drei Chemotagen aller drei Wochen kann ich meinen Mann begleiten und muss gar nicht zur Arbeit kommen. Mein Chef kann sich sehr gut in meine Lage versetzen, denn er hat vor kurzem seinen Vater verloren...er kennt den Krankheitsverlauf. Ich wünsche euch alles Gute und viel Kraft. |
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#6
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Hallo,
momentan geht es meinem Freund nicht so gut. nach der letzten Chemo vor zwei Wochen isst er kaum was, kann nicht richtig laufen, hat oft Schmerzen und fast 10 kg abgenommen. auch die nächte sind schlimm, da treten oft die schmerzen auf (warum eigentlich grad nachts?). ich habe jetzt schon öfter von den flexiblen arbeitszeiten gebrauch gemacht, und hab nachmittags von zu hause gearbeitet, oder bin eher gegangen um mit meinen freund zum arzt zu gehen. Der Onkologe hat uns letzte Woche deutlich gemacht dass wir uns mit allem was kommen kann, also auch mit verschlechterung, pflegebedürftigkeit, etc. auseinandersetzen sollen und überlegen was wir wollen. ich habe jetzt erstmal vor allem fragen zum rechtliche/ finanziellem. ich schreib das aber im forum "rechtliches/ finanzielles". viele Grüße sowieso |
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#7
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Es ist so traurig. Jetzt ging es so schnell. Innerhalb von einer Woche hat sich die Situation meine Freundes rapide verschlechtert.
Am Dienstag, den 27.05.08, ist er gestorben. Seine Familie, Freunde und ich waren bei ihm. ![]() Dieses Jahr waren wir 5 Jahre zusammen. Es schmerzt so. Ich weiß dass ich mich ablenken kann. Aber diesen Schmerz im Inneren kann niemand lindern.... |
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