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#1
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Sicher geht es mir wie vielen hier, die erst stille Mitleser waren aber sich dann doch Ihrer Geschichte erleichert mussten.
Nun auch ich möchte Euch meine erzählen und vielleicht einigen von Euch etwas Hoffnung schenken. August 08 begab sich mein Paps auf drängen meiner Schwester ins KH, da seine Hautfarbe sehr gelb war. ( Schwester arbeitet in Krebsklinik und ahnte mit Sicherheit schon etwas) Nach etlichen Untersuchungen usw. wurde gesagt, das etwas den Gallengang verstopft aber man wisse nicht was. Dann kam der Tag der Gewissheit und es hieß BSDK. Eine Welt brach zusammen für uns alle. Vor allem ich konnte es nicht verstehen. Meinem Paps ging es immer gut, immer Sport gemacht, immer gearbeitet, immer für jeden da. Und dann das? Die Frage ob er das verdient hat, lass ich an dieser Stelle weg, da es NIEMAND verdient hat!!!!! Es wurde ein Stand gelegt und diese ganze Tortour. (sicher den meisten hier bekannt, deshalb etwas in Kurzform) 2Tage darauf wurde er verlegt und operiert. Die OP dauerte geschlagene 9h und der Tumor wurde entfernt. Die Maße und Werte kann ich Euch leider nicht mitteilen, da ich das alles nicht mehr im Kopf habe. Aber reich Sie Euch gern nach, falls Interesse besteht. Die Op fand Dienstags statt und verlief soweit ganz ok. Freitag Nacht klagte mein Paps über unmenschliche Schmerzen und wurde erneut in den Op geschoben. Innere Blutungen!! Von dieser Op erfuhren wir erst hinterher, da mein Paps wünschte, das wir nicht informiert werden. Vielleicht ahnte er schon, was kommen würde. Er wurde bei dieser Op 4x ins Leben zurück geholt. Ihr könnt Euch sicher vorstellen, wie es uns ging nach dieser Nachricht. Die folgenden 4Tage waren sehr kritisch für ihn. Er verbrachte insgesamt 5W auf der Intensivstation mit allem was man sich vorstellen kann. Von Halluzinationen, Albträumen usw. Mein Paps kann sich heut an vieles aus dieser Zeit nicht mehr erinnern, z.B. das meine Mutti jeden Tag an seinem Bett war. Um es etwas ab zu kürzen, wurde mein Paps insgesamt 8x operiert. Mitte Oktober konnte er nach insgesamt 10Wochen das KH verlassen. Sichtlich mitgenommen, 16kg leichter. Dann kam der Befund der Op. R0!!!! Aus Sicherheitsgründen macht er zur Zeit noch eine Chemo mit Gemzar, die er nach dem was ich hier leider alles lesen musste, sehr gut verträgt. Meine Sorge ist aber was ist danach???? Gilt er als geheilt? Kommt alles wieder....ich kann gedanklich nicht anschalten von dem Ganzen, auch wenn es ihm zum jetztigen Zeitpunkt gut geht. Ich möchte aber noch etwas loswerden. Ich möchte meine größte Bewunderung für alle Angehörigen aussprechen, die soviel Kraft und Stärke in so schweren Zeiten besitzen. Aber noch mehr gilt dies den Betroffenen, denn Sie versuchen uns bis zur letzten Minute soviel Kraft zu geben!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! LG |
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#2
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Hallo
Wollt nochmal fragen ob mir wirklich niemand einen kleinen Tipp geben kann, was das Ergebnis R0 genau bedeutet. Hab versucht mich im Internet zu belesen aber irgendwie komm ich nicht weiter. Danke |
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#3
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R0 bedeutet eine vollständige Entfernung des Tumors mit ausreichend Sicherheitsabstand zum gesunden Gewebe. Das ist sehr gut, so viel ich weiß, erhöhen sich die Heilungschancen dadurch stark.
So hat es mir der Chirurg, der meine Mutter operiert hat, erklärt. Ganz viel Glück und gute Genesung für deinen Paps und euch allen hoffentlich ein Ende des Alptraums! Liebe Grüße, Moontan |
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#4
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Da ich leider 600km von meinen Eltern weg wohne, konnt ich nie persönlich mit einem Arzt sprechen und mir wurde immer alles telefonisch mitgeteilt.
Mich lässt aber der Gedanke nicht los, dass es ganz schnell vorbei ist mit meinem Dad. Obwohl ich ja die Erkenntnis habe, das er R0 ist. Kann man lernen damit umzugehen?? |
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#5
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Liebe Briseone, ob man lernen kann, damit umzugehen... ich habe es noch nicht geschafft, trotz Antidepressiva. Verzweiflung, Teilnahmslosigkeit, Trauer, Wut bis hin zu Aggressivität und danach enorme Schuldgefühle, das sind meine ständigen Begleiter. Ablenkung klappt nur selten und meine Nächte sind furchtbar.
Seltsamerweise ist meine Mutter, die eigentliche Patientin, gelassener als ich und schläft gut. Dann schäme ich mich noch zusätzlich, dass ich mich einfach nicht einkriegen kann. Wenn du religiös bist, kannst du vielleicht Frieden finden, oder versuche, das Ergebnis R0 als Hoffnungsträger zu sehen. Wenn es deinem Vater noch schlecht geht und er schwach ist, dann liegt das wohl nicht am Krebs, sondern der sehr schweren OP und den vielen Komplikationen, die er durchmachen musste! Das würde doch den Stärksten umhauen! Ich drücke euch die Daumen und hoffe mit euch, dass es ihm bald wieder besser geht - dauerhaft. Liebe Grüße, Moontan |
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