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#1
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Liebe Jacky,
lass dich erstmal feste in den Arm nehmen! Bei mir ist die Diagnose Leberkrebs bei meinem Papa auch noch recht frisch und ich kann sehr gut nachfühlen, welche Gedanken dir durch den Kopf gehen. Als ich vor ein paar Wochen mal wieder einen lustigen Abend mit Freunden hatte, habe ich danach nur noch geheult. Ich habe mich dafür geschämt, dass ich gelacht habe wo mein Papa doch so furchtbar krank ist. Aber im Laufe der Wochen habe ich gelernt, dass ich auch mal raus muss und das würde ich dir auch raten. Ich gehe nicht mehr so oft weg wie früher, denn dafür habe ich gar keine Zeit, da ich jeden Tag bei meinen Eltern vorbeischauen möchte. Aber ich versuche auch, ein bisschen Zeit für mich freizuschaufeln. Dir selbst tut es auch gut, wenn du mal wieder unter Leuten bist und einfach auch mal wieder über irgendwas lachen kannst. Du verrätst in dem Moment auch nicht deinen Papa, denn er würde bestimmt nicht wollen, dass du dich total aufgibst. Ich habe noch einen Tipp für euch. Mein Papa hat seit Dezember auch sehr viel Gewicht verloren und hat so gut wie nichts mehr gegessen. Zum einen lag es daran, dass er einen wunden Gaumen hatte und erst von seinem Hausarzt ein Medikament dafür bekommen hat. Richtig essen kann er leider trotzdem nicht, aber er trinkt sehr gerne "Fresubin". Das gibt es in vielen Geschmacksrichtungen und ein Fläschchen davon hat 300 wichtige Kalorien für ihn. Fresubin bekommt man in der Apotheke und kann vom Arzt verschrieben werden. Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. Und wenn dir die Decke auf den Kopf fällt, melde dich einfach. Liebe Grüße Tatjana |
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#2
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hi mini
danke für deine antwort. dass finde ich gut, dass du auch auf dich schaust... ich versuche es auch, immer mal wieder kurz wegzugehen, aber so richtig lustig haben kann ichs nicht... :-( heute morgen hab ich meinem paps zwei scheiben brot gestrichen und einen kaffee gegeben, er hat es tatsächlich gegessen und getrunken... dass gibt mir wieder ein bisschen hoffnung... aber eben, wenn ich so die beiträge hier lese... dann ist die hoffnung wieder bisschen getrübt... heute müssen wir wieder zum arzt, mal schauen was er meint... alles gute für euch und danke liebe grüsse katzenmutti |
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#3
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Liebe Katzenmutti,
niemand hier wird Dir sagen, dass dieser Weg einfach ist oder das alles ganz leicht zu bewältigen ist. Im Gegenteil - man leidet unendlich mit und steht hilflos daneben, weil man nicht helfen kann. Ich kann Dich gut verstehen, wenn Du sagst, dass Du ein schlechtes Gewissen hast, wenn es Dir gut geht und Du etwas Spaß hast während es Deinem Vater schlecht geht. Meine Oma wollte immer, dass wir auch "weiterleben" - auch wenn sie so krank ist - übrigens genauso wie mein Patenonkel das wollte. Sie haben sich immer riesig gefreut, wenn wir da waren - wenn wir was erzählt haben - oder wenn ich auch mal meine Kinder mitgebracht habe. Ach ja, meine Oma haben wir bei uns zu Hause gepflegt, bis sie friedlich eingeschlafen ist. Das war ein Kraftakt, aber wir haben es gerne getan - und unsere Zeit so eingeteilt, dass jeder auch noch sein Leben weiterleben konnte. Es hat so wehgetan eine so starke Frau so klein werden zu sehen und vor allen Dingen sie so leiden zu sehen. Manchmal habe ich gedacht, dass es für sie besser gewesen wäre, wenn sie die Kraft gehabt hätte früher loszulassen. Aber sie wollte noch so gerne hier bei uns bleiben und hat wirklich lange gekämpft. Sei einfach für Deinen Papa da - freue Dich mit ihm, wenn er wieder etwas essen kann, baue ihn auf, gib ihm Zuversicht. Ich habe das Glück, dass ich meinen Glauben habe, der mir sehr auf diesem Weg geholfen hat und mir viel Kraft gegeben hat. Drück Deinen Papa, sag ihm all die Dinge, die Dir wichtig sind und zeig ihm einfach, dass Du für ihn da bist und wie lieb Du ihn hast. Ich wünsche Dir ganz viel Kraft auf dem weiteren Weg und für Deinen Papa wünsche ich Dir, dass er nicht so lange leiden muss und dass er noch viele wunderschöne Momente mit Euch haben darf. Ganz liebe Grüße ![]() Birgit |
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#4
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Liebe Jacky
wie geht es dir? Wie war euer Besuch beim Arzt? Bei meinem Papa haben wir in der letzten Zeit festgestellt, dass es ihm besser geht, wenn er viel trinkt und auch isst. Dann geht es ihm gleich besser, er spricht mit uns und schaut nicht nur an die Decke. Leider spricht er mit uns gar nicht über seine Krankheit und wir denken, wenn er das nicht möchte, dann akzeptieren wir das so. Wenn er allerdings sagt, dass er in einem halben Jahr wieder gesund ist, dann zerreisst es mir fast das Herz, weil die Diagnose des Arztes etwas anderes besagt. Aber vielleicht geschieht noch ein Wunder....ich hoffe es so! Bist du in den letzten Tagen ein bisschen raus? Du musst dabei nicht unbedingt halli galli haben, aber einfach ein bisschen abschalten. Glaub mir, das wird dir ein bisschen gut tun. Liebe Grüße Tatjana |
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#5
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liebe mini
danke für die nachfrage... uns gehts momentan gar nicht gut. mein paps liegt seit mittwoch abend im spital... :-( es tut so weh ihn so zu sehen, ich könnte den ganzen tag nur heulen... er war doch immer so ein aufgestellter mann, und jetzt, er liegt nur noch da, isst kaum mehr was, spricht fast nichts, und manchmal ist er sogar irgendwie total abwesend... es tut so weh... aber ich habe immer noch hoffnung, dass es wieder ein bisschen besser wird und er wieder nach hause kommen darf... :-( aber es tut so weh und wie gehts bei euch? lg und danke katzenmutti |
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#6
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Hallo zusammen,
ich sitze weinend am Computer und muss euch sagen, dass mein Papa letzte Nacht erlöst wurde. Es ist noch nicht einmal 5 Wochen her, dass er die Diagnose HCC bekommen hat. Letzten Mittwoch mussten wir ihn wieder ins Krankenhaus bringen, seither ging es immer schlechter. Am Sonntag dachten wir schon, dass eine Besserung eintritt, leider war das nicht so. Gestern hat sich sein Zustand drastisch verschlechtert, meine Mutter und ich waren lange bei ihm. Leider hat man uns dann erst benachrichtigt, als er schon gestorben war. Irgendwie kann ich mir nicht verzeihen, dass ich nochmal nach Hause gegangen bin, ich wollte doch bis zum Schluss bei ihm sein und jetzt ist er doch alleine gestorben. Das tut unendlich weh. Ich wünsche euch allen viel Kraft und für eure Väter alles, alles Gute. Conny |
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#7
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liebe connie
lass dich mal ganz lieb drücken... herzliches beileid für dich und deine familie... es tut wahnsinnig weh, wenn man einen geliebten menschen verliert... aber ich glaube, deinem papa gehts jetzt bestimmt besser?! und er wurde richtig gesagt erlöst... auch wenns für die angehörigen ganz ganz traurig ist... ich kann mir gut vorstellen wie du dich fühlst... zumal es ja erst fünf wochen her sind seit der diagnose, da denkt man ja schon dran, dass man noch was machen kann oder zumindest dass man noch ein bisschen mehr zeit hat... aber leider kann man das nicht beeinflussen... mein papa liegt immer noch im krankenhaus, und es geht ihm auch nicht so gut... :-( es ist einfach so traurig und tut weh... aber auch wir müssen uns in nächster zukunft mit dem gedanken auseinandersetzen, dass mein papa gehen muss... :-( hoffe zwar schon, dass dies noch ein paar monate geht, ausser wenn er schmerzen hat und es für ihn nur noch eine wirkliche plage ist zu leben, dann wäre es glaub ich schon schöner wenn er gehen könnte... natürlich möchte ich dann auch gerne bei ihm sein, aber ich habe die kraft nicht dazu, weiss nicht wie ich das machen soll?!... hoffe dass ich mich noch eine weile vorbereiten kann auf das... darf ich fragen wie alt dein papa wurde? wünsche dir und deiner familie alles gute und ne riesen portion kraft und zuversicht... ganz liebe grüsse jacky |
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