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  #1  
Alt 26.08.2010, 22:13
Sängerin Sängerin ist offline
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Beiträge: 37
Standard AW: Nach 1 1/2 Jahren Metastasen

Hallo,

leider hat sich niemand zu meiner Frage wegen der Studie gemeldet.
Aber das ist jetzt auch egal, da mein Mann nicht an der Studie teilnehmen kann, weil sein Billirubinwert zu hoch ist.
Jetzt bekommt er die Standarttherapie (Nexavar). Er hat heute erst damit begonnen. Deshalb geht es ihm auch noch gut.

Kann mir jemand sagen, wie schnell die Nebenwirkungen kommen ? Oder gibt es wirklich jemanden, der keine Nebenwirkungen hatte ?

Er verdrängt alles. Er hat meiner Schwester erzählt, er nimmt dann die Tabletten eben, wenn es sein muss, 5 Jahre.

LG
Angelika
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  #2  
Alt 26.08.2010, 22:24
Sternchenhk Sternchenhk ist offline
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Beiträge: 131
Standard AW: Nach 1 1/2 Jahren Metastasen

Liebe Angelika,

ich kann dir leider nicht sagen wie es mit den Tabl. weiter geht, da mein Mann sie abgelehnt hat.
Die Nebenwirkungen sind heftig und man leidet sehr darunter, das kannst du hier immer wieder lesen.

Aber wenn er so viel Hoffnung hat, dann lass sie ihm, denn sie geben ihm die Kraft.
Das er alles Verdrängt, ist klar, würde jeder andere auch tun, was soll er denn denken?
Soll er immer daran denken, wie es ausgeht?
Lass ihn seine Träume und Vorstellungen, die werden früher oder später wie Seifenblasen zerspringen

Sei für Ihn da, so kannst du helfen

Grüßle
Sternchenhk
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  #3  
Alt 27.08.2010, 09:48
sissy sissy ist offline
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Beiträge: 376
Standard AW: Nach 1 1/2 Jahren Metastasen

Liebe Angelika!

Ich denke, ihr sollt nicht zuviel nachdenken über die Zukunft, wenn es heute schön und gut ist, dann ist es so. Die Träume und Vorstellungen von deinem Mann, das ist gut für ihn, weil es ihn aufrecht hält.
Die Verzweiflung bei dir, das kenne ich, man muss das verbergen und vielleicht mitspielen, wenn er nicht dazu bereit ist, näher darauf einzugehen und die Realität zu akzeptieren. Sei für ihn da, erfülle ihm, wenn möglich, seine Wünsche, träumen gehört dazu.
Wegen den NW, das wird bei jedem anders sein und hier kann man nachlesen, wie Sternchnenhk schreibt.
Wenn du Hilfe brauchst, sollst du dir von außen welche holen und fragen.


Alles Gute und viel Kraft
Sissi
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  #4  
Alt 27.08.2010, 10:03
Sternchenhk Sternchenhk ist offline
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Standard AW: Nach 1 1/2 Jahren Metastasen

Hallo Sissy,

ja, auch ich kenne das, es ist verdammt schwer, stark zu sein, sich nichts anmerken lassen, immer da zu sein, sich selber hinten anstellen.
Kein Mensch fragt, wie geht es Dir? kann ich was für Dich tun, lass uns mal ein paar Stunden raus gehen.

Klar, wir sind auch nicht die, die krank sind, und dennoch sind wir die, wo alles tragen müssen, immer da sein müssen, immer alles verstehen müssen, aushalten müssen.
Wir als Begleiter, haben das schwerste Los davon zu tragen, denn es ist verdammt noch mal schwer, zusehen zu müssen, wie der andere langsam von uns geht. Es macht uns krank, die Sorgen fressen uns auf, und doch müssen wir lächeln und stark sein.

Unsere Wünsche und Träume kommen wir weit hinten anstellen, denn wir sind im Moment nicht wichtig, oder doch? Nein , dürfen wir nicht haben, den unser Gewissen würde uns plagen, so das wir nie was tun, was uns Gut tun würde.

Lass dich ganz herzlich drücken
Sternchenhk
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  #5  
Alt 27.08.2010, 10:49
sissy sissy ist offline
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Beiträge: 376
Standard AW: Nach 1 1/2 Jahren Metastasen

Liebe Sternchenhk!

Weißt du, es ist nicht ganz meine/unsere Geschichte, die ich hier geschrieben habe. Weil mein Mann war eigentlich der Starke, weil er mich schonen wollte.
Ich habe das gewusst und er auch, aber das würde jetzt viel zu tief gehen, das kann und will ich hier nicht schreiben.


Ich umarme dich und viel Kraft und

alles Liebe

Sissy
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  #6  
Alt 27.08.2010, 22:29
Sängerin Sängerin ist offline
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Ort: Pirmasens
Beiträge: 37
Standard AW: Nach 1 1/2 Jahren Metastasen

Danke für eure lieben Antworten.

Es stimmt nicht ganz. Ich werde von ganz vielen Leuten gefragt, wie es mir dabei geht. Das ist auch sehr schön und tut sehr gut. Auch wenn ich selbst nicht krank bin, belastet mich die Situation ungemein.
Ich mache mir Gedanken, wie alles gehen soll, wenn er sich nicht mehr selbst helfen kann. Auch um die Kinder.

Aber ich denke, das wird die Zeit mit sich bringen. Und irgendwie geht es immer weiter.
Ich hoffe nur, dass er nicht so sehr leiden muss.
Er nimmt jetzt 2 Tage das Zeug. Bis jetzt geht es ihm noch gut.

LG
Angelika
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  #7  
Alt 26.01.2011, 11:52
Sängerin Sängerin ist offline
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Beiträge: 37
Standard AW: Nach 1 1/2 Jahren Metastasen

Hallo,

ich habe lange nicht mehr geschrieben.

Leider gibt es nichts Gutes zu berichten.
Zunächst hat Nexavar nur sehr wenige Nebenwirkungen verursacht (nur Durchfall). Aber dafür hat es auch nichts geholfen. Die Metastasen sind munter weiter gewachsen. Dann hatte Heidelberg vorgeschlagen, noch eine andere Chemo für die Lungenmetastasen auszuprobieren. Mein Mann wollte das sofort, obwohl sein Arzt große Bedenken hatte. Also wurde Tarceva mit Avastin ausprobiert.
Ich rate jedem, die Finger von diesem Teufelszeug zu lassen. Die Nebenwirkungen waren sehr schlimm (blutende Haut, Durchfall uvm.)

Jetzt wurde erneut ein CT gemacht. Die Metastasen sind enorm gewachsen und drücken auf die Bronchien. Dadurch hustet er, als käme ihm die Lunge mit raus. Deshalb wurde er jetzt auf Dauer-Codein gesetzt. Das bring etwas Erleichterung. Zum Glück hat er keine Schmerzen.
Am Wochenende soll er eventuell aus dem Krankenhaus entlassen werden.
Wir haben uns schon nach einem Pflegebett und sonstigen Hilfsmitteln erkundigt.

Ich hoffe, dass er nicht allzu leiden muss.

Gruß
Angelika
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