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#1
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Hallo Sigrid!
Freut mich das ich Dir ein wenig Mut machen konnte- letzendlich sind es doch diese Beispiele an die wir uns alle klammern und v.a. als Angehörige auch klammern müssen um unseren Lieben noch motivierend zur Seite stehen zu können. Schönen Abend Tina |
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#2
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Hallo!
Ich bin neu hier im Angehörigen Forum. Hab mich bisher immer im Lungenkrebs Forum rumgetrieben, ein bißchen was geschrieben und v.a. mitgelesen. Bin erst jetzt draufgekommen das es auch das Angehörigen Forum gibt. Zur Vorgeschichte: Bei meiner Mama (67) wurde kurz vor Weihnachten Kleinzelliges Bronchial CA mit jeder Menge Lebermetastasen festgestellt. V.a. die Leber macht meiner Mama auch Probleme. (Mehrere auch 20 cm große Metas). Noch vor Weihnachten wurde mit Chemo begonnen (Carboplatin, Etoposid). Jetzt sind wir mit 4 Chemos durch. mama wurde vorletzte Woche operiert, da ihr Bypass im Bein wg. Chemo zuging. Und seit der letzten Chemo geht es Mama zunehmend schlechter. Brennen , starke Schmerzen trotz Morphium , jetzt wasser in den Beinen wg. Kortison. Wir haben Mama diese Woche Notfallmäßig in die Uni eingeliefert- hatten schon Angst das wars. Irgendwie wissen Ärzte auch nicht weiter. Und dann unser psychisches Problem - Papa und wir 3 Geschwister sind völlig am Ende. Mama weint ständig- will nicht sterben und hofft auf ein Wunder- das wird es nur nicht geben. Niemand kanns Mama recht machen und wir 3 Geschwister hatten untereinander auch schon Streß- langsam haben wir Panik das wir allle einen bleibenden Schaden davon tragen- klingt vielleicht selbstsüchtig aber wir haben alle unsere eigene Familie mit kleinen Kinder und sind manchmal schon selbst davor uns aufzuhängen o.ä. Haben gar kein anderes Leben mehr- alles dreht sich nur um Mama und Papa- um deren Haushalt, Krankheit , usw... Ihr müßt jetzt denken das klingt selbstsüchtig- soll es aber nicht . Ich möchte nur wissen ob es diese Probleme und diese ständigen Aufs und Abs auch bei allen anderen gibt. Ich lese immer von anderen die so stark und positiv sind- und wir sind am Ende... Bis dann olimama |
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#3
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Liebe Olimama,
ja die Tiefs gibt es auch zuhauf bei anderen und das ist,glaube ich auch normal und menschlich.Vor dieser Krankheit kann man sich das alles nicht vorstellen(wünsch ich auch keinen)das Leben ändert sich so heftig,das man oft nicht weiß wo oben oder unten ist.Ihr dürft Euch nicht so aufreiben, Du schreibst Ihr seit 3 Geschwister kann man da nicht versuchen die Last ein wenig zu verteilen?So das jeder auch mal eine kleine Auszeit für sich hat.Und gib die Hoffnung nicht auf, wie heißt es doch, Wunder gibt es immer wieder. LG Lissi |
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#4
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Liebe Lissi,
ja wir versuchen uns das schon irgendwie aufzuteilen und Mama sagt auch immer wir sollen nicht immer kommen- aber dann ist sie doch wieder sauer das keiner da war- will selbst im Krankenhaus bleiben und nicht nach hause weil es ihr so schlecht geht und dann sagt sie wieder das wir sie eh schon abgeschrieben haben weil wir sie ins Krankenhaus eingeliefert haben weil es ihr so schelcht ging. Wenn man anruft ist sie mal himmelhochjauchzend oder weint einem nur ins Telefon- das macht einen dann fast schon aggressiv! Entweder sie hat mittlerweile auch Hirnmetas oder ich weiß auch nicht. Mit einem Psychologen oder Pfarrer als Seelsorger möchte sie nicht sprechen. Bis dann olimama |
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#5
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Hallo Olimama,
herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn es selten schöne Gründe sind, die uns allesamt hierher führten. Hier, gerade im Angehörigen-Forum, darfst Du das schreiben, was Du geschrieben hast. Und zwar ohne ein schlechtes Gewissen deshalb zu haben. Auch dafür ist dieses Forum da, seine eigene Angst zu artikulieren, die ganzen Sorgen und Nöte die man plötzlich hat. Dies alles mal loszuwerden, über die belastenden Dinge zu sprechen, das ist wichtig. Fast jeder hier kennt solche Sorgen und Nöte aus eigener Erfahrung und wir wissen, dass das, was Du schreibst, Dir auf der Seele brennt und dass Du es einmal loswerden musst. Ich denke, dass es Dir schon damit, es ausgesprochen zu haben, schon etwas besser geht und Du mit ein paar Stunden Abstand die schwere Aufgabe, die Du hast und die alle Angehörigen ebenso belastet, wieder mit neuer Kraft angehen kannst. Ein kleiner Tipp: Es ist niemandem geholfen, auch nicht Eurer Mutter, wenn Ihr Euch völlig aufreibt. Ihr braucht Eure Kraft. Holt Euch Hilfe. Sprecht mit dem Klinikpersonal. Es gibt beispielsweise Psychologen, die speziell für solche Erkrankungen ausgebildet sind. Vielleicht ist Eure Mutter manchmal zur Kirche gegangen. Wenn ja, dann gibt es vielleicht in Eurer Gemeinde einen Geistichen, der Euch unterstützten kann. Viel Kraft, viel Zusammenhalt wünsche ich Euch Dirk Nachtrag: Dein zweiter Beitrag hat sich wohl mit meinen beim Schreiben überschnitten. Ihr solltet trotzdem mit dem Klinikpersonal sprechen... |
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#6
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Danke Cosmic,
mit dem Klinikpersonal ist das so ne Sache... wir haben alle kleine Kinder die wir notgedrungenermaßen mit zu Mama ins Krankenhaus nehmen müssen- spielende Kinder stören aber wohl im KH- Kommentar heute: Das hier ist ein Krankenhaus und kein Spielplatz... Ich glaube das alle Ärzte Mama schon abgeschrieben haben- heute wurde Mama gesagt sie hätte noch 8-10 Wochen egal ob mit oder ohne Chemo... wir sind am Ende... olimama |
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