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  #226  
Alt 22.02.2009, 21:16
Nicole1986BW Nicole1986BW ist offline
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Ort: Bodensee
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo liebe Kirsten,

erstmal möchte ich dich in Gedanken ganz fest drücken

Meine Kerze die ich immer anzünde, seit Oma so krank wurde brennt jeden Abend für Oma und auch für deinen Papa, dich und deine Familie. Für alle hier im Forum wo wir doch soviel gleiches Teilen.

Ich sitze wieder in Omas pinker Strickjacke am Laptop und lese deine Worte.
Ach ich kann diese Angst die du hast so gut verstehen.
Es ist so schrecklich zu sehen wir ein geliebter Mensch immer schwächer und schwächer wird und man kann nichts tun nur hoffen und hoffen.
Mir fehlen die Worte. Ich habe jeden Augenblick mit Oma gelebt geliebt und in meine Seele geschlossen...und das hat mir die Hoffnung gegeben.

Liebe Kirsten ich wünsch deinem Papa alles alles Gute und denke an euch das es wieder besser wird und es im besser gehen wird! Ich drücke die Daumen für den Onkotermin!!! Ganz feste!!!!!!!!!!
__________________
Meine wundervolle Oma 08.08.1940 - 20.01.2009
Diagnose Ende Sept.08
Ich liebe und vermisse dich so....

Du siehst zu wie die Sonne untergeht
und bist doch erschrocken,
weil es plötzlich dunkel wird.
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  #227  
Alt 22.02.2009, 21:29
Maria+Willi Maria+Willi ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

lass Dich einfach nur
Worte fehlen mir im Moment..........
Nur eins noch: Du machst das so toll und so super, Deine Eltern sind mit
Sicherheit sehr stolz auf Dich!

LG
Maria
__________________
Mein geliebter Schatz
06.04.1960 - 07.12.2008
__________________________________

Du wirst immer in meinem Herzen bleiben!
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  #228  
Alt 22.02.2009, 22:41
Benutzerbild von Tine70
Tine70 Tine70 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe, traurige Kirsten,

ich kann jeden Satz, den du geschrieben hast, unterschreiben, ich weiß, wie es sich anfühlt, jeden Knochen in einem Körper zu spüren, die Traurigkeit und Angst in den Augen, die hilflose Verzweiflung der Frauen an der Seite ihrer so ausgemergelten Männer, ich weiß es und tut es mir nochmal mit weh.
Ich weiß, was du durchmachst und sage bewusst du, auch wenn ihr das alle zusammen durchmacht, aber dir möchte ich heute Abend einfach ganz viel Kraft wünschen und dir zudem wünschen, dass die Traurigkeit dich dennoch schlafen lässt und der Tag morgen ein bisschen besser aussieht.
Ich hoffe sehr, dass dein Papa sich berappelt, ich wünsche es euch und ich kann dir eines mit Sicherheit sagen: Deine Eltern wissen, dass du da bist und das ist wichtig. Das Wissen, da gewesen zu sein, gibt mir im Moment Trost und es ist gut, dass du da bist und sie nicht alleine lässt. Das ist manchmal zwar das Einzige, was wir tun können, aber auch das Beste!!!

Ich wünsche dir von Herzen die Kraft, die du brauchst und die Ruhe, um erst einmal heute Nacht schlafen zu können. So viel für heute und das kommt von Herzen.

Alles Liebe,
Martina
__________________
An den Scheidewegen des Lebens stehen keine Wegweiser

-Charlie Chaplin-
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  #229  
Alt 22.02.2009, 23:14
Benutzerbild von Desi
Desi Desi ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,
wenn du im Moment nicht in die Traumfabrik kannst, komm ich eben zu dir!
Ich hatte jetzt gerade Tränen in den Augen als ich deine Zeilen gelesen habe.
Ich weiss so gut wie du dich fühlst. Die ganzen Bilder kommen wieder hoch.
Mein Dad hatte die gleiche Diagnose wie dein Dad.
Ich habe es verflucht was diese verdammte Krankheit aus meinem grossen starken Dad gemacht hat.
Meinem Dad der immer mitten im Leben gestanden hat. War ja auch erst 53 als die Diagnose kam.
Ich bin auch so ein Papa Kind gewesen.
Habe alles für meinen Dad getan.
Und als er dann so klein und hilflos in seinem Sessel gesessen hat, und er immer zum Fenster rausgestarrt hat, und ich die Lebensfeude in seinen funkelnden Augen nicht mehr sehen konnte, da war es als wenn mir jemand ein Messer ins Herz bohren würde.
Ich wünsche dir, deiner Mum und deinem Dad ganz viel Kraft.
Dad hat immer gesagt: Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!"
__________________
In Liebe Daddy geb. 27.02.54 gest. 08.02.2008
Du wirst für immer in meinem Herzen sein.
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  #230  
Alt 22.02.2009, 23:26
Marylou Marylou ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo Kirsten,

ich will Dir auch einen lieben Gruß rübersenden. Ich habe eben Deine Geschichte gelesen und jetzt habe ich eine Gänsehaut. Vieles, was Du beschreibst, kenne ich auch, da mein Mann auch BSK mit Metasthasen in der Leber hat. Allein diese schreckliche Magerheit, und die Abwesenheit. Leider hat sich bei meinem Mann der Tumor innerhalb kürzester Zeit um Magen und Darm geschlungen und in mehrere Organe gestreut, so daß eine Chemo keinen Sinn mehr gemacht hätte. Dafür hat er fast keine Schmerzen. Ist schon verrückt, diese Sch... Krankheit.

Umso mehr drücke ich Euch für die Chemo die Daumen und würde mich sehr freuen, in einigen Wochen Positives von Euch zu lesen. Ich glaube, daß Deine Eltern ganz viel Kraft aus Deinen Besuchen schöpfen, aber Du mußt natürlich auch aufpassen, daß Du nicht zusammenklappst.

Viele liebe Grüße
Bianca
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  #231  
Alt 23.02.2009, 02:32
Benutzerbild von Conny44
Conny44 Conny44 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

bin heute etwas nachtaktiv und hab deinen Beitrag gelesen.
Man tut mir das leid, und ich kann deine Gefühle und Gedanken, deine Hilflosigkeit so nachempfinden. Aber du weißt, dass du für deine Eltern ein unendlich großer Schatz bist. Mehr, als du tust, geht nicht, für alles andere sind dir die Hände gebunden.

Wie so oft und erneut bleibt mir nur übrig, dir weiterhin viel Kraft zu wünschen und die Gewissheit in dir zu tragen, dass du - wie so viele hier - all deine Liebe gibst. Und das ist Hilfe genug.
__________________
Traurige Grüße von Conny (& Jörg - seit 15.5.08 nur noch in liebevollen Gedanken)

Ein Millionär und ein Bettler haben statistisch gesehen jeweils 1/2 Million!
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mein geliebter Mann: BSDK 06.06.1959 - 15.05.2008
mein Pa: BSDK 17.01.1941 - 08.07.2007
meine Mutti: Akute Leukämie 18.11.1941 - 30.03.2011
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  #232  
Alt 23.02.2009, 09:23
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dihudi dihudi ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten

Ich habe eben deine Zeilen gelesen ich kann mich gut in dich hineinversetzen,mir tat es auch in der Seele weh meinen Mann zu sehen wie er immer weniger wurde und man ist machtlos dagegen.Ich hoffe und wünsche dir das du noch eine lange zeit mit deinem Papa haben wirst.
Aber ich denke auch du weißt wie das ausgehen wird ich möchte dir die Hoffnung nicht nehmen die Hoffnung stirbt zu letzt.Es ist auch gut das du und deine Mama darüber redet und sie wieß auch das sie nicht alleine sein wird.
Deine Eltern können stolz auf dich sein.
Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft

Traurige Grüße
Angelika
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  #233  
Alt 23.02.2009, 11:03
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Aldente Aldente ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

ich nehm Dich fest in den Arm und halte Dich .

Ich drücke Euch die Daumen, daß Ihr unplanmäßig heute beim Onko drankommt und es andere Wege gibt als den jetzigen.

Liebe Grüße, ich schick Dir Kraft, Andrea
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  #234  
Alt 23.02.2009, 11:44
Taddl Taddl ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

im Grunde ist schon alles gesagt. Denoch war und ist es mir wichtig, dir auch meine besten Wünsche und viel Kraft zukommen zu lassen.

Mir ging es während der Erkrankung meines Vater ähnlich.
Gesund, ein Mann von fast 1,90 m, immer im Leben gestanden und dann...............die selben Erlebnisse wie bei dir. Ich bewundere Deine Kraft, ich konnte sie leider nicht aufbringen und hatte, in der Phase wo dein Papa ist, "nur" 2 x täglichen telefonischen Kontakt mit meiner Mutter und habe mich draussen mit ihr getroffen. Aber mein Vater wollte sich am Ende so auch nicht mehr präsentieren, eigentlich wollte er auch niemanden sehen.
Mir hat es das Herz zerrissen, meinen Vater so verfallen zu sehen. Ich konnte gar nicht glauben, das so etwas möglich ist.

Liebe Kirsten, Du bringst soviel Kraft auf, ich denke an dich damit du weiterhin so für deinen Vater sorgen kannst.

LG Taddl
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In unserer Sanduhr fällt das letzte Korn,
ich hab gewonnen und hab ebenso verlorn'.
Jedoch missen möcht ich nichts,
alles bleibt unser gedanklicher Besitz.



Mein (Stief) Papa:
27.10.1948 - 08.10.2008
BSDK-Diagnose im April 08
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  #235  
Alt 23.02.2009, 23:03
Kirsten67 Kirsten67 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Hallo Ihr Lieben!

Der Tag ist endlich fast vorbei. Zuerst möchte ich mich für Eure so persönliche Grüße auch persönlich bedanken, bitte seid mir nicht böse, wenn es nur ein kurzer Gruß wird, mir fehlt heute ein wenig die Kraft.
Dabei seid Ihr es gewesen, die mich gestern aufgefangen und abgefedert habt, und mir den Abend erträglich gemacht habt.

@ Liebe Ylva, doch ich glaube Dir, ich habe doch schon so oft von Deinem erstaunlichen Einfühlungsvermögen gelesen. Und glaube auch Du: das Auffangen ist Dir durch Dein so liebevoll augedrücktes Mitgefühl gelungen!

@ Liebe Nicole, danke für die Kerze. Auch diese Geste bedeutet mir so viel. Ich sauge die Augenblicke mit Papa in mir auf, so wie Du. Halte Deine gelebten Augenblicke mit Deiner Oma tief im Herzen weiter fest, dieses Geschenk der gemeinsamen Zeit.

@ Liebe Maria, einen auch für Dich. Du hast einen verletzlichen Punkt berührt. Mein Papa ist immer sehr stolz auf seine kleine Tochter gewesen. Ich möchte ihm so viel zurück geben und habe Angst, dem nicht gerecht zu werden.

@ Liebe Tine, sitzt Du eigentlich manchmal neben mir? Die Nacht war furchtbar, die Watte im Kopf heute morgen dicht gedrückt. Aber ich musste lächeln, dass Du mal wieder genau wusstest, dass mir die Nacht zu schaffen machen würde.

@ Liebe Desi, Du auch so liebes Papa-Kind. Ich habe von Deiner Wut gelesen, was die Krankheit aus unseren Vätern macht. Und von Deinen Einträgen zum Jahrestag, aus denen so viel Liebe spricht. Ich erkenne mich wieder, wie in einem Spiegel, es zieht mich aus dem egozentrischen Teufelskreis. Nein, ich bin nicht die einzige auf der Welt, die sooooo eng mit dem Papa ist. Gerade Du bist es auch!

@ Liebe Bianca, ich bin froh zu lesen, dass Dein Mann schmerzfrei ist. Am Ende ist das doch das wichtigste, dass unsere geliebten Menschen nicht leiden müssen. Ich wünsche Euch noch so viel gute Zeit, auch ohne Chemo.

@ Liebste Annett, Dein Engel hat mich heute durch den Tag begleitet und dafür gesorgt, dass ich in meinem Tran sicher über die Autobahn kam. Komisch, ich bin 41 Jahre, und fühle mich durch Deine Worte oft geborgen wie ein Kind. Ich glaub, ich schleich mich heute bis in Dein Gästzimmer...

.... @ Liebe Conny, ist noch ein Bettchen frei? Du schläfst ja gar nicht in der Nacht! Schreibst liebevolle Beiträge! Habe uns beiden zwei Kuschelkissen mitgebracht, weich und knuddelig. Möchte so gerne spüren, dass ich nicht mehr machen kann, dass ich nicht versage, weil ich Papa nicht gesund machen kann.

@ Liebe Manuela, darf ich auch ? Ja, ich weiß, wie es ausgehen wird. Von Anfang an, und ich weiß auch, dass uns bestenfalls vielleicht noch 6 Monate bleiben, und fühle, dass es so viel Zeit wohl nicht mehr sein wird. Aber Wissen und Akzeptieren passen bei mir nicht übereinander, aber ich werde es lernen....hoffentlich....irgendwann.

@ Liebe Andrea, bitte nicht böse sein, wenns mit ner Nachricht noch dauert, ja? Mein Kopf ist voll mit meinem Papa, und jeder andere Gedanke fällt schwer. Abers Drücken hat geholfen. Den Termin gabs heute !

@ Liebe Taddl, auch Du hast Deine Kraft gehabt, hast Deine Mutter gestütz, Dich mit dem Leiden Deines Papa auseinander setzten müssen. Und ihr hattet so wenig Zeit. Das Herz zerreisst es, aber irgendwann kitten wir es, damit die Erinnerungen sicher aufbewahrt sind. Daran glaube ich ganz fest.



Papa war heute morgen beim Onkologen, hat sofort einen Termin bekommen, mußte auch nicht warten. Erstmal gabs eine 4-Stündige Infusion mit Flüssigkeit - Papa trinkt zu wenig (Überraschung ), was gegen die Schmerzen, gegen die Übelkeit und zur Entspannung.

Der Onko hat Papa gefragt, ob er noch weiter die Chemo machen will. Ja, Papa will. ER WILL DOCH NOCH LEBEN!

Dann gabs noch ein Gespräch zwischen Mama und dem Onkologen, in dem er ihr die letzte Hoffnung auf etwas mehr Zeit genommen hat, und die Hoffnung darauf, dass es nochmal richtig gute Tage geben wird.
Er meinte, Papa hat die Krankheit nicht angenommen. WIE SOLL DAS DENN GEHEN, WENN ER LEBEN MÖCHTE????

Danach war Mama natürlich total aufgelöst, meine Schwester ist dann zu ihr gefahren und bis heute abend bei den Beiden geblieben.
Und ich war heute nicht für die beiden da. Nur am Telefon, habe Mama versucht zu trösten.
Wie froh bin ich, dass ich am WoEn mit ihr erstmalig über das Sterben und den Tod reden konnte, sie ein wenig vorbereiten konnte, auf das, was heute kam.

Heute abend war noch der Hausarzt da. Papa bekommt jetzt noch Einiges für die Psyche und Dronabinol sollen wir hoch setzen.

Jetzt läuft die Chemo noch drei Wochen. Danach sehen wir weiter.
Wenn Papa vielleicht ein klitzekleines bisschen wenig traurig ist, kein Schmerzen hat, nicht so unter der Übelkeit leidet, will ich dankbar sein.
Ich weiss, ich bin nicht schuld, und doch fühle ich mich als Versager, weil ich Papa nicht gesund machen konnte.
Ich bete und bitte um ein wenig gute Zeit für ihn und für uns.

Nu rückt mal zusammen, damit ich Euch alle Knuddeln kann.
__________________
Mein Papa: Diagnose BSDK mit Lebermetastasen Ende Mai 2008
Den schweren Kampf verloren am 05.04.2009


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  #236  
Alt 23.02.2009, 23:21
Benutzerbild von Conny44
Conny44 Conny44 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Meine liebe Kirsten,

leg dich neben mich, es ist noch ein Bett frei.
Weißt du, es ist sicher ziemlich blöd, zu sagen, dass ich deine Gedanken (von wegen Versager und so ...) auch hatte. Denn es hilft dir nicht wirklich weiter. Du sollst nur wissen, dass du damit nicht alleine bist.
Auch mir ging es so. Ich hatte geglaubt, dass meine/unsere Liebe diesen besch... Untermieter fertig macht. Als es aber anders kam, machte ich mir auch Vorwürfe, dass ich nicht genug getan hätte, hätte ich vielleicht dieses oder jenes.... oder sonstetwas.....
Obwohl wir genau wissen, dass wir nicht Schuld sind und über unsere Grenzen hinausgehen (gegangen sind).
Eine mögliche Erklärung für mich ist, dass ich immer alles "irgendwie" händeln konnte, dass es immer "irgendeine" Lösung gab, weil "geht nicht, gibts nicht". Aber hier sind wir machtlos. Wir haben nur unsere Liebe und Fürsorge, aber keine Fähigkeiten zu heilen. Und das zu verstehen, ist fast unmöglich, deshalb diese Schuldgefühle.

Ich pass heut bisschen auf dich auf, damit du etwas zur Ruhe kommst.
__________________
Traurige Grüße von Conny (& Jörg - seit 15.5.08 nur noch in liebevollen Gedanken)

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mein Pa: BSDK 17.01.1941 - 08.07.2007
meine Mutti: Akute Leukämie 18.11.1941 - 30.03.2011
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  #237  
Alt 24.02.2009, 00:19
Benutzerbild von Petzi 59
Petzi 59 Petzi 59 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

ich habe versucht jetzt mal alles zu lesen. Es tut mir so leid
Mich hat die Grippe voll im Griff und ich kann dir heute nicht viel schreiben.
Aber meine Gedanken sind bei dir

Petra
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  #238  
Alt 24.02.2009, 00:41
Benutzerbild von heike_mike
heike_mike heike_mike ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Ich schick dir einen Engel und denk ganz fest an euch.


Ich hoffe ihr bekommt noch ein paar gute Tage.
Mir fehlen gerade etwas die Worte bei dieser schnellen Entwicklung, tut mir leid.

Nehme dich mal in die Arme

LG Heike
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gekämpft, gehofft und doch verloren

MEIN ENGEL *24.02.1969 + 30.03.2010
IN HERZ UND GEDANKEN FÜR IMMER BEI MIR
DEINE NULPE



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  #239  
Alt 24.02.2009, 10:25
Benutzerbild von Tine70
Tine70 Tine70 ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

ich sitze gedanklich bestimmt manchmal neben dir (und stehe manchmal auch ein bisschen neben mir...), weil ich mich wiedersehe in dem, was du beschreibst
und nur noch zu gut weiß, wie ich mich gefühlt habe.
Habe ich das Meiste, was ich sonst angepackt habe, auf die Reihe bekommen, konnte vieles regeln und auf den Weg schicken, so bin ich an dieser Krankheit ganz knallhart gescheitert. Egal, was ich getan habe, konnte nichts ausrichten.
Deswegen denke ich noch ganz oft, wenn wir dies tun, wenn wir das versuchen- aber es wird nichts mehr helfen und das macht mir diese hilflose Unwiderbringlichkeit ganz furchtbar bewusst und ich fühle mich ja...als Versager, weil ich nicht helfen konnte.Meiner Mama kann ich auch nicht wirklich helfen und so knabbere ich daran ganz gewaltig, auch wenn ich eigentlich weiß, dass es Blödsinn ist.
Meine Mama hadert auch mit dem Gedanken, gerade so wie Conny es beschreibt, sie sei sich sicher gewesen, ihn am Leben halten zu können, mit ihm die Krankheit besiegen zu können...Natürlich wissen wir alle, dass das nicht gehr und es gibt tausend logische, medizinische Gründe dafür, doch die sind im Kopf, aber erreichen manchmal eben nicht die Seele und das Herz.
Mein Stiefvater hat mir immer (und dann uns) ganz, ganz viel geholfen und wenn ich gesagt habe, ich will ihm etwas dafür geben, sie zum Essen einladen, so hat er lachend gemeint, ich solle es auf die große Rechnung schreiben.
Die konnte ich nicht mehr begleichen, das Einzige, was mich aber andererseits wieder etwas tröstet, ist die Tatsache, dass ich es nicht versäumt habe, da zu sein, auch wenn ich faktisch nichts ausrichten konnte, außer ein paar Besorgungen und "Fahrdiensten". Ich war da, weil ich wollte,nicht, weil ich musste und ich bin froh, dass wir ihn wenigstens so unterstützen konnten.
Du siehst, auch hier sehr ambivalente Gefühle, teilweise wieder besseres Wissen.

Was soll ich sagen? Natürlich hoffe ich, dass es doch nochmal aufwärts geht, ich will nichts schön reden, dazu bin ich zu sehr Realist, aber ich würde so gerne lesen, dass es deinem Papa doch wieder besser geht.

Ich wünsche euch auf jeden Fall schöne Momente, gute Gespräche und ganz viel Kraft.
Wir sind bei dir und quetschen uns manchmal gedanklich auch mit auf deine Couch!!!!



Alles Liebe,
Martina
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Geändert von Tine70 (24.02.2009 um 10:36 Uhr)
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  #240  
Alt 24.02.2009, 10:27
Taddl Taddl ist offline
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Standard AW: Zwischen Hoffen und Bangen, mein Papa hat BSDK

Liebe Kirsten,

ich danke dir für deine töstenden Worte, weil ich manchmal schon schlechtes Gewissen habe, nicht öfters bei meinem Papa gewesen zu sein.

Du jedoch brauchst dich nicht als Versager fühlen, du kannst gegen den Verlauf dieser Erkankung nichts tun. Du kannst nur dafür sorgen, dass er die restliche Zeit die ihm verbleibt, ohne Schmerzen und Depressionen verbringen kann.

Ich habe während der Erkankung meines Vaters auch immer daran "gearbeitet" meine Mutter auf den Tod von ihm vorzubereiten. Sie war immer so opptimistisch und ich hatte Angst, das es sie völlig umhaut, wenn es soweit ist.
Als mein Vater dann verstorben war, hat sie mir erzählt, das er bereits bei Diagnosestellung sanft darauf vorbereitet wurde, möglicherweise nicht mehr lange zu leben. Das hatte sie mir nie erzählt um mich zu schützen, sie erzählte mir auch nie, wie schlecht es ihm wirklich am Ende ging.

Ich wünsche dir mit deinem Vater noch eine relativ entspannte Zeit und wünsche ihm von ganzen Herzen, das er nicht so grosse Schmerzen erleiden muss.

Bin in Gedanken bei dir und deiner Familie.

LG Taddl
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Mein (Stief) Papa:
27.10.1948 - 08.10.2008
BSDK-Diagnose im April 08
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