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#106
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Hallo Norma,
du sprichst mir aus der Seele! Seit 28 Jahren arbeite ich als Krankenschwester und das was ich hier lesen muss ist mir absolut fremd. Es mag sein, dass einiges vor 25 Jahren so in etwa ablief wie hier beschrieben, habe es aber dennoch nie erlebt, oder ich hatte einfach das Glück immer auf den richtigen Stationen zu arbeiten. Bei uns erhält ein sterbender Patient und deren Angehörige IMMER die Möglichkeit, alleine und in Würde Abschied zu nehmen. Es gibt ein Einzelzimmer OHNE Preisaufschlag und zwar immer, obwohl uns nur drei Einzelzimmer zur Verfügung stehen. Obwohl wir eine ganz normale operative Station sind und kein Hospiz, erhalten auch die nächsten Angehörigen die Möglichkeit, bei ihrem sterbenden Angehörigen im Zimmer zu übernachten. Sie können rund um die Uhr bleiben , so wie es sich gehört, sofern die Angehörigen es auch möchten. Patientenverfügungen werden IMMER umgesetzt, ohne Ausnahme. Niemand muss Schmerzen erleiden. Ich habe noch niemals einen Menschen vor Schmerzen schreien hören. Es gibt bei uns Schmerztherapeuten, die ihre Medikamente gut dosiert einsetzen. So könnte ich beliebig weiter schreiben. Viele Grüße |
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#107
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Zitat:
Ob diese Beispiele nun repräsentativ sind - sicher nicht, in einem Krebsforum. Aber deswegen sind sie trotzdem wahr. Und in den letzten Beiträgen ging es weniger um Sterbehilfe, sondern um Sterbebegleitung und humanes Sterben. Zitat:
Viele Grüße, Stefan |
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#108
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Hallo Norma
genau was du beschrieben hast was eigendlich nicht sein soll das sterbende in ein mehrbett ihren letzten atemzug tun hab ich hautnah erlebt meine zimmernachbarin (litt an der selben erkrankung wie ich ) blieb bis auf die letzten 5minuten in unseren geminsamen zimmer !!! ihre kinder baten darum ein anderes zimmer zubekommen nis geschah ich bat darum in ein anderes zimmer zukommen und was geschah ? aus wurde eine trennwand auf gestellt so mußte ich hautnah mit erleben wie man an leukämie sterben kann !!!! war wirklich ne ganz tolle erfahrung auch der angehörigen taten mir sehr leid sie waren hilflos sicher iss das nicht die norm aber es hat statt gefunden und ich werde es nie vergessen !!!! genausowenig wie gefühlskalt manche krankenschwester sein können LGHeike
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Den letzten Weg ,geht man allein |
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#109
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Danke sanne2,
dass du dich als "Fachfrau" zu Wort gemeldet hast. Damit hast du einige grundsätzliche Dinge wieder gerade gerückt und das war auch mein Bestreben. Mein Mann und ich werden in ein Hospiz gehen; das ist mit den Kindern so abgestimmt. MfG Norma Diagnose Brustkrebs Nov. 2001 Diagnose Darmkrebs Juni 2007 bei meinem Mann |
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#110
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Hallo,
so, wie Norma die letzten Stunden eines Sterbenden beschreibt, durften wir bei meiner Mutter erfahren. Dafür bin ich sehr dankbar - besonders den Ärzten und dem sehr einfühlsamen Pflegepersonal in dem Krankenhaus, in dem meine Mutter lag. Daß, das aber auch ganz anders sein kann, wie auch von den anderen Mit-Diskutierer hier dargelegt wurde, mußte ich unlängst bei einer Bekannten erleben. Einfach furchtbar und unwürdig. |
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#111
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Zitat:
Zitat:
Wenn du das willst... meine Frau hat vor ihrem Tod Mit-Krebs-Patientinnen auf der Hospiz-Station sterben sehen. Und das war eine gute Hospizstation, im anthroposophischen Klinikum. Aber meine Frau wollte auch deshalb niemals da hin, weil sie das miterlebt hat; sondern zum Sterben nach Hause. Setzt natürlich voraus, dass Zuhause jemand ist, der einen pflegt und einen beim Sterben begleitet. Bei eben den "Horrorszenarien", die es für dich "in der Realität" ja gar nicht gibt - noch nicht, für dich, und hoffentlich für dich nie. Deine Kinder sind zumindest sicher froh, dass du und dein Mann das Hospiz wählt. Da fallt ihr ihnen wenigstens nicht zur Last, wenn's drauf ankommt. Viele Grüße, Stefan |
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#112
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Wir drehen uns hier im Kreis, was mir sagt, dass wohl alles zum Thema gesagt sein sollte.
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