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  #1  
Alt 12.01.2004, 20:09
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Danke Holger,

ich wünsche dir die ganze Zeit, dass die Therapie anspricht. Wenn es nicht die Chemo ist, dann wünsche ich dir von ganzem Herzen, dass Tablette Nr. 30 anspricht und den Dreckszellen den Garaus bereitet.

Grüße von Alex
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  #2  
Alt 12.01.2004, 22:08
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Holger,

kennst Du Dacarbazin? Das ist doch das Chemotherapeutikum mit der höchsten Ansprechrate oder gibt es inzw. bessere???
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  #3  
Alt 13.01.2004, 09:09
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Auch an Holger!

Denke, Du kennst Dich bestimmt schon gut aus? Hab hier aber trotzdem noch was gefunden ... Monotherapie mit Dacarbazin... Kombi-Therapie, die aber bei bis zu 55 % der Patienten anschlägt? (ist ja sicher auch wieder bei jedem anders..)

Hier der dazugehörige Link zum Text:

http://www.uni-duesseldorf.de/WWW/AWMF/ll/derm-o05.htm

Hier der Text:

1. Palliative Chemotherapie

Therapeutische Bemühungen sind im Hinblick auf die Erhaltung der Lebensqualität kritisch zu würdigen. Generell sprechen Metastasen der Haut, Weichteile, Lymphknoten und Lunge („Limited Disease”) besser auf eine Chemotherapie an als viszerale, Skelett- oder Hirnmetastasen („Extensive Disease“). Als Standard gilt nach wie vor, insbesondere bei Patienten in bereits reduziertem Allgemeinzustand, die Mono-Chemotherapie mit Dacarbazin (DTIC). Die Ansprechrate liegt etwa zwischen 14 und 25%. Fotemustin wird bei Hirnmetastasen eingesetzt. Als oral verabreichbare und ebenfalls liquorgängige DTIC-Vorstufe (MTIC) steht Temozolomid zur Verfügung.

Alternativ stehen Kombinations-Chemotherapien mit höherer Remissionsrate zwischen 25 und 55% und allerdings nicht sicher verlängerter Überlebensdauer gegenüber, z.B. das BHD-Protokoll (BCNU, Hydroxyurea, DTIC), das BOLD-Protokoll (Bleomycin, Vincristin, CCNU, DTIC), das DVP-Protokoll (DTIC, Vindesin, Cisplatin) oder das DBCT-Protokoll (DTIC, BCNU, Cisplatin, Tamoxifen).

Immuntherapie und Immunochemotherapie

Die Zytokinmonotherapie (IL-2, Interferon-alpha) hat enttäuscht. Nach Hinweisen für eine Verlängerung des Gesamtüberlebens nach Zugabe von Zytokinen zu klassischen Chemotherapien wird der mögliche Nutzen der Chemoimmuntherapie weiterhin im Rahmen von Studien überprüft. Erste positive Ergebnisse von Vakzinierungsstudien mit melanomassoziierten Tumorpeptiden bzw. peptidbeladenen dendritischen Zellen sprechen für eine klinische Wirksamkeit dieser Strategie bei Melanom-Patienten.

Was ist mit Strahlentherapie gegen die Hirnmetas?

Ich drück die Daumen! Mach die Blödzellen nieder!

Viele Grüße von Sabine!
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  #4  
Alt 13.01.2004, 09:14
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Hi Alex,

hab jetzt mal den Text (Gerinnung und Metastasierung) gelesen mit Hinblick auf Enzyme, die da Einfluß nehmen können ... aber tutet mir leid, ich bin wohl doch zu blond, versteh immer noch nicht, was die Enzyme nun genau bewirken!!

Verflüssigen sie also eher das Blut und nimmt die Gerinnung dadurch ab? Und verbessert sich somit die Sauerstoffversorgung (dies ist ja auch der Ansatz von Roter Beete, die die Sauerstoffversorgung um das 1000fache erhöht und die Blödzellen dadurch in Versuchen sogar rückgebildet wurden!)??

Mmmh, schätze mal, so einfach kann man das nicht sagen, ich bin jedenfalls nicht draus schlau geworden. Zu hoch für mich ;-).

Vielleicht hast Du ja noch ein paar klärende Wörterchen für mich? Die Links, die Du angegeben hast, handeln ja "nur" davon wie Thrombozyten im Blut wirken (Wundheilung und so), aber nicht wie das mit Enzymen und letztlich den Krebszellen zusammenhängt.

Gruß! Bine.
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  #5  
Alt 13.01.2004, 13:19
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Hallo Bine,

je dicker das Blut, desto schlechter die Metastasierungsrate. Je dünner, desto besser. Und die Dicke des Blutes hängt letztlich mit den Thrombos zusammen. Aber genaues hat man ja hier noch nicht herausgefunden. Nur dass die Blödzellen sich bei dünnerem Blut langsamer teilen. Das wird dann eben durch Heparin oder Wobenzym erreicht. Aber von einer allgemein gültigen Aussage ist man noch meilenweit entfernt. Hier handelt es sich ja um erste Beobachtungen.

Gruß

Alex
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  #6  
Alt 13.01.2004, 13:48
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Sabine,

die Aussagen treffen wahrscheinlich auch nur zu, solange der Primärtumor noch vorhanden ist.


Hier noch ein sehr interessanter Link zur Erkennung von Hautveränderungen. http://www.derma.de/bochum/quiz/html/quizinfo.html

Da brauchst Du aber ein bisschen Zeit für.


Gruß

Alex
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  #7  
Alt 13.01.2004, 14:30
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Hallo Sabine,

danke für Deine Infos, sämtliche "Coktails" sind mir schon bekannt.

Nachdem ich Anfang 2003 6 Zyklen Immunochematherapie nach Legha bekommen habe
(Cisplatin/DTIC/Vinblastin = als Chemo an 4 Tagen), gleichzeitig Proleukin 96 Stunden Dauerinfusion(bis 40 Fieber), und dann in der ChemoPause noch Interferon)

Hat Chemo auch angeschlagen. Ich habe damals ähnliche Aufstellung im Netzt gefunden und habe mich ausschließlich nach % Rate richten lassen, Ärzte wollten seinerzeit weiniger. Chemo hat angeschlagen, nur kannst Du diese Chemo nur sehr begrenzt durchführen, die macht vieles kaputt.

Da ich nun Chemo über mindestens ein Jahr bekommen muß, gehen wir in Dosierung zurück. Werden PolyChemo nach Mc Klay durchführen, mal Schauen wie es wird. Wird jedenfalls nicht so schlimm wie alte Chemo werden. Habe mit Patienten die diese Chemo bekommen haben, auf einem Zimmer gelegen, den ging es gut, mir nur beschisssen.

Hirnmetastase - ist bereits bestrahlt, in 8 Wochen erfahre ich, ob es gewirkt hat

Danke nochmals für Infos.

Holger
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  #8  
Alt 13.01.2004, 18:37
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@ Alex

den Link kannte ich schon von Sascha!!
Da braucht man wirklich viel Zeit für.
Aber danke nochmal.

@ Holger

Ach Du Scheiße... Mann, was hast Du nicht schon alles durchgemacht? Das hast Du alles ausgehalten?
Weiß ich gar nicht, was ich sagen soll, nur dass ich mitfieber und hoffe, dass irgendeine dieser vielen Therapien zum gewünschten Erfolg führt.

Meine Tante hat doch diesen entzündlichen Brustkrebs und geholfen haben jetzt wohl monoklonale Antikörper, die sich an einem Teil der Krebszelle andocken und dann die Immunabwehr rufen, dazu noch Taxol als Chemo und der Krebs geht zurück.
Gibt es auch ähnliches beim MM? Na ja, wird wohl Interferon, Interleukin und so sein... die kurbeln die Immunabwehr ja an... Na, Mensch, wenigstens gut, dass die jetzige Chemo nicht so hart werden wird.

Und die 40 Fieber? Die hatten was gebracht, ja? Kann man das nicht nochmal wiederholen oder ist das zu anstrengend für den Körper?

Hey, bei meiner Tante hat es auch angeschlagen und das nach über 1 Jahr anderer Behandlungen, die nix gebracht hatten. Die werden schon das richtige für Dich finden. Ganz bestimmt. Wirste schon sehen. Etwas wird helfen!

VIEL VIEL VIEL GLÜCK

Sabine
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  #9  
Alt 13.01.2004, 18:39
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Nochmal kurz an Alex:

Mmh, also dann bin ich wohl das Gegenbeispiel. Bei mir war die Proliferationsrate total gering und ich bin ja im oberen Bereich der Thrombos (knapp über 400). Aber das zählt wohl nicht, gilt wohl für Leute, deren Wert um ein x-faches erhöht ist ... mmh, wer weiß ... spielen sicher auch noch andere Faktoren mit rein.

Gruß! Bine.
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  #10  
Alt 13.01.2004, 21:15
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Hallo Alex,Hallo Sabine,Habe Eure Artikel wegen der Blutgerinnung u.Thrombos auch durchgeblättert da mich das auch interessiert.Bei meinem Mann ist ne Polyzythämia vera mit Thrombozythose und Polyglobulie bekannt dh.dickes Blut muss alle 6 Wochen zum Aderlass.Wegen der hohen Thrombozythenzahl 634Giga/l musste der OP Termin 3mal verschoben werden wegen grosses Risiko.Er hatte ein Melanom 1mm level 3.Keine Metastasierung vorhanden auch nicht in den Lymphknoten die entfernt wurden somit keine Therapie nur vierteljährlich Kontrolle.Ja, so eine gute Nachricht wünsche Ich allen hier im Forum u.für das neue Jahr das gerade erst begonnen hat die beste Gesundheit u.besonders an diejenigen die Chemos machen Kopf hoch u.durchhalten. Gruss Renate
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  #11  
Alt 13.01.2004, 22:07
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Hallo liebe Teilnehmer,
heute schreibe ich( Gero) i.V. meiner Partnerin, da diese vorigen Donnerstag wegen weiterer geschwollener Lymphknoten operiert werden mußte.
Leider wurden während der OP weitere Metastasen an der Leber festgestellt.
Für die weitere Behandlung stellte der Arzt zwei Möglichkeiten der Chemo in Aussicht:
1.) Sensibilisierung; d.h. Feststellung der geeignetsten Art der Chemo mit Hilfe einer Gewebeprobe äußerer Metastasen oder
2.) Sofortiger Beginn einer beim Melanom häufig verwendeten Art der Chemo.
Da bisheriges Medikament nicht angeschlagen hat und der Krebs rasant fortschreitet, müssen wir uns bis übermorgen entscheiden.
Hat einer der Teilnehmer Erfahrung mit dem o.g. Sachverhalt? Wir wären für jeden Hinweis dankbar!


Viele Grüße

Gero
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  #12  
Alt 14.01.2004, 08:55
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Hallo Gero!

Mann, das ist ja ein Mist!! Und dann ist es auch noch so eilig, eine Entscheidung treffen zu müssen. Bitte bestell Gudrun einen ganz herzlichen Gruß!!! Über diese Behandlung weiß vielleicht Holger Bescheid? Weiß nicht... gibt ja so verschiedene Chemoprotokolle, die angewendet werden, guck mal hier 4 postings weiter oben, da hat Holger aufgeschrieben,was er so gemacht hat und was gewirkt hat!! Bitte bestell schöne Grüße ich drück ganz doll die Daumen!! Kopf hoch!!

Sabine.
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  #13  
Alt 14.01.2004, 08:59
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nochmal an Gero:

Wieso wissen die Ärzte nicht,was in dieser Situation am besten ist? Der entscheidende Knackpunkt ist wohl die Zeit... wie lange würden sie denn brauchen, um per Sensibilisierung herauszufinden, welche die geeignete Chemo-Behandlung wär?

Welches ist denn die häufigste Chemo beim MM?
Dieses Dacarbazin? Hoffentlich meldet sich Holger oder jemand noch, der sich damit auskennt. Guck doch auch noch unter der Rubrik "Interferon", da schreiben hauptsächlich Leute, die Metastasen haben, vielleicht kennt sich da noch jemand aus.

Viel viel viel Glück

Sabine.
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  #14  
Alt 14.01.2004, 09:47
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Hallo Gero,
Du könntest noch mal in Heidelberg beim KID (Krebsinformationsdienst) anrufen und Dich dort nach den Erfahrungswerten hinsichtlich der Chemotherapie und auch des Chemosensivitätstests bei MM-PAtienten erkundigen. Tel: 06221/41 01 21 - von 8.00 - 20.00 Uhr erreichbar. Hab' Geduld, die Nummer ist ewig besetzt, weil dort bei weitem mehr Leute anrufen als Anrufe bearbeitet werden können.
Im übrigen kann man davon ausgehen, daß Ärzte nur in Fällen, in denen verschiedene Therapiewege gleichwertig erscheinen den Patienten die Wahl bzw. Entscheidung überlassen. Wüßte der Arzt eindeutig, welche Therapie erfolgreicher wäre, würde er diese empfehlen. Wenn es mehrere gleichwertige Möglichkeiten gibt, bieten Ärzte oft den Betroffenen die Wahl an, damit sie selbst entscheiden können, mit welchen Weg sie am besten leben bzw. sich auseinandersetzen können.
Euch beiden viel Kraft und Erfolg.
Gruß von Birgit
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  #15  
Alt 14.01.2004, 22:00
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Viele Dank
für die schnellen Antworten und viele Grüße von Gudrun.Sie wird morgen zur weiteren Behandlung in die Hautklinik verlegt.
Außerdem werden wir uns für die erste Variante entscheiden. Als Lohn winkt vielleicht ein optimierter Einsatz des Medikaments.

Gero
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