AW: Meine Mutter hat auch BSDK mit Metastasen in den Lymphknoten und in der Leber
Hallo Bine,
die Frage warum das Schicksal gerade die betreffende Person ausgesucht hat, die stellt sich wohl jeder. Ich hätte auch nicht im Traum gedacht, an Krebs überhaupt zu sterben. Ich war auch kaum krank, hatte nicht mal irgendwelche Infekte.
Mir wurde im Krankenhaus gesagt, dass ein Port nicht nur für die Chemotherapie sondern dann später auch für die künstliche Ernährung verwendet wird. Wie du also liest, haben sie Magen- und/oder Darmverschluss für die weitere Entwicklung indirekt gleich prognostiziert.
Deinen Zwiespalt der Gefühlte hinsichtlich der Wünsche für deine Mutter kann ich gut verstehen. Einerseits ist die schwache Hoffnung auf kurzzeitige Besserung andererseits ist da der Wunsch, unnötiges Leiden zu vermeiden. Da deine Mutter es möchte, würde ich die künstliche Ernährung probieren, da es ihr in dem jetzigen Zustand noch etwas Hoffnung bringt. Ich habe diese Art der Ernährung allerdings für mich in meiner Patientenverfügung ausgeschlossen. Ob ich mich dann noch einmal anders entscheide, kann ich jetzt nicht mit Sicherheit ausschließen.
Ich wünsche dir jedenfalls viel Kraft beim Zusammentreffen mit deiner Mutter. Ich hatte übrigens erst drei Wochen nach Diagnosestellung wieder telefonischen Kontakt mit meiner Mutter. Ich wollte einfach nicht, dass sie mit ihrer Trauer mich noch zusätzlich seelisch belastet. Mein Bruder hat sie dann in den 3 Wochen aufgebaut.
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