AW: erfahrungsbericht meiner prophylaktischen mastektomie
Hallo alle zusammen,
vielen Dank für Eure schnellen Antworten!
Besonders für Dich, Holly, freue ich mich besonders, dass es jetzt endlich berg auf geht.
Um noch etwas genauer zu erklären: Ich wußte, dass das es mit der einen Seite evtl. nicht klappt. Aber die Aussichten sahen eigentlich sehr gut aus, so dass ich es positiv in Angriff angenommen habe. Aufgrund dieser Vorsicht haben meine Ärzte die eine Brust auch zugelassen, so dass ím Moment nichts akut anbrennt. Die eine Seite ist zwar jetzt etwas größer, aber das kann man ja für eine gewisse Zeit erstmal im BH ein bisschen ausstopfen ohne großartig etwas unternehmen zu müssen. Außerdem war auf der anderen Seite einiges an Gefäßarbeit mehr zu leisten, so dass trotz einem zusätzlichen Operateur die OP schon sehr aufwendig geworden ist. Es ist wie es ist. Und ich bin ein Mensch, der es positiv angeht. Und wenn es dann mal nicht so läuft, dann gucke ich wie die Fakten sind und wie man das Bestmögliche noch daraus machen kann.
Mit den Narben habt Ihr natürlich recht. Da habe ich noch garnicht so drüber nachgedacht. Es gibt natürlich die Silikon-Variante, aber das ist irgendwie blöd. Eine Seite so und eine so. Ich wollte ja die Eigengewebsmethode, damit ich mit dem Thema abschließen kann und ein natürlicheres Gefühl habe, vor allem bezüglich Härte und Temperatur. Ich bin nicht wild auf den zweiten Eingriff, aber scheue ihn auch nicht. Und da ich "nur" BRCA1-Mutantin bin gehe ich auch nicht davon aus, dass ich in irgendeiner Form erkranke, nur weil die zweite Seite ein paar Monate später gemacht wird. Der Gedanke existiert bei mir nicht. Ich werde wohl noch einmal die Vorsorge machen in dem Hochrisikoprogramm, die nicht mehr angestanden hätte. Noch wieder ein neuer Punkt auf meiner Liste (denn man wartet ja doch manchmal eine gewisse Zeit auf einen Termin).
Nun ja, ich werde wohl das Gespräch mit meinem Arzt abwarten und mich dann in Ruhe entscheiden.
Nochmals vielen, vielen lieben Dank an Euch alle!
Chris
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