Einzelnen Beitrag anzeigen
  #683  
Alt 14.07.2011, 23:18
Sasa111 Sasa111 ist offline
Neuer Benutzer
 
Registriert seit: 24.06.2011
Ort: Oberhausen
Beiträge: 8
Standard AW: Profil: Angehörige stellen sich vor...

Hallo Zusammen,

ich wollte mich auch mal kurz vorstellen:

Mein Name ist Sarah, ich bin 27 Jahre alt und komme aus Oberhausen (NRW).

Meine Mama ist letztes Jahr an Brustkrebs erkrankt. Der Tumor war 3 cm groß und saß oberhalb der Brust. Schuld waren angeblich ihre Wechseljahresmedikamente. Erkannt hat sie den Knoten selber, er war zu weit oben als das man ihn bei der Mammographie hätte sehen können.

Der Tumor wurde entfernt (Wächterknoten markiert jedoch keine Lymphknoten befallen) und bis zuletzt sollte sie eine Chemotherapie gemacht werden.
Am Tag der Entlassung haben sich die Ärzt auf einmal doch dagegen ausgesprochen, obwohl Mama sich schon eine Perücke ausgesucht hatte und sich mit dem Gedanken angefreundet hatte....

Ja, hätte hätte....hätte sie diese mal bekommen, wäre es vielleicht nun anders
Hätte und wäre, das sind die Worte die uns momentan oft in Gedanken begleiten.

Nach einem Jahr hatte sie nun Ihre Psyche einigermaßen im Griff und die Angst erneut zu erkranken. Sie fuhr dieses Jahr im Juni wieder zur Kur.
Da rief sie mich am 09.06. abends an und meinte ihre Hand würde ihr nicht mehr gehorchen und ich habe gesagt sie solle sofort zum Kurdoc.

Abends rief sie mich an, sie läge im Krankenhaus und hätte "Wasser im Gehirn" und ich solle sie mit meinem Vater nach Hause holen.

Diagnose: Gehirnmetastase hochpariell links, inoperabel.
Keine Woche später fing die Bestrahlung an.
Ihr war immer schwindelig und sie war vom Kortison sehr schwach.

Nun hat sie die 2. Chemo hinter sich und heute habe ich mich wieder erschrocken wie viel sie abgenommen hat und wie schwach sie ist. Letztes Wochenende hatte sie Fieber und Mundsoor bekommen. Sie kann immer noch nichts essen, ihr Geschmackssinn ist so gestört, dass sie alles widerlich findet. Und sie hat starke Schmerzen beim Essen.

In der Lunde gibt es 3 Kleinstmetastasen und evtl auch eine mini-Auffälligkeit in der Leber.

Die Angst ist mein ständiger Begleiter geworden...

Eigentlich sollte ich mich vorstellen glaube ich...

hm, wohne nicht bei meinen Eltern, sondern alleine mit 2 Meerschweinchen und 2 Katzen.

Hobbies: Lesen, Sport, malen

So ich mache nun besser Feierabend,

LG,
Sarah
Mit Zitat antworten