Ja, ja die liebe Angst vor der Nachsorge, wer kennt die nicht.

Ich versuche mich daran zu erinnern wie es vor der Diagnose war. Da bin ich ganz unbedarft zur Vorsorge gegangen, wenn es irgendwo zwickt und zwackt, wartete ich ob es von alleine wieder weg geht, der Doc hat mich vielleicht einmal im Jahr gesehen und dann meist mit einer etwas heftigeren Erkältung. Ich war ja auch nie großartig krank (nur einmal, das gehört jetzt aber nicht hierher)
Da ich mich fast so fühle wie vor der Diagnose versuche ich wieder so an die Sache ranzugehen wie damals.
Je näher aber der Termin rückt, desto öfter erscheint so ein kleines Teufelchen

auf meiner Schulter und quatscht mich mit blöden Dingen zu: Vorsorge, das ich nicht lache, es hat dich ja trotzdem erwischt. Vielleicht ist ja auch alles noch so klein, dass man es auf den bildgebenden Verfahren noch gar nicht sieht.
Deshalb geht es mir mit der halbjährlichen Kontrolle etwas besser als mit der dreimonatigen, da kommt das Teufelchen nicht so oft.
Auch denke ich daran wie viel unsägliche Krankheiten so ein Mensch bekommen kann an denen man auch sterben kann und stelle dann fest: Ich habe schon ganz schön viel nicht bekommen. Ich bin sozusagen ein Glückspilz.


Dann fällt mir noch der Satz meines Gyns ein der sagte: 100% sicher ist im Leben nur der Tod. Das mag für euch jetzt hart oder befremdlich klingen, aber bei genaurem hinsehen, ist es ja so.
Wer weiß denn schon, wie sein Leben verläuft? Man denkt man plant das aber es kommt immer anders als man denkt so ganz nach meinem Motto ...irgendwas ist ja immer...
Ob die Kinder gesund auf die Welt kommen, niemand kann das 100% sagen.
Ob sie gesund bleiben, niemand kann das 100% sagen.
Ob aus den Kindern „was vernünftiges“ wird, niemand kann das 100% sagen.
Was morgen sein wird, niemand kann das 100% sagen.
Ich könnte diese Liste wohl unendlich weiterführen.
Klar diese Krankheit haben wir uns alle nicht ausgesucht, ein Schnupfen hätte auch gereicht, aber wir leben aber noch und zwar jetzt und hier.

Also auf in das spannende Leben, das auch glücklicherweise viel schönes zu bieten hat, weg mit den kleinen Teufelchen die immer Zweifel mit sich bringen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Zweifel
Mit hätte, wäre, wenn, kommt man letztlich auch nicht weiter, also nicht zuviel grübeln sondern leben. Denn wie Tanja schon sagte: „Wir haben es nicht in der Hand.“ Und das muss man akzeptieren.
Liebe Grüße
Ute