Jaaa, Katharina,
jede Menge "vielleicht". Du hast recht. So ein bisschen betroffen bin ich ja auch. Vor einigen Jahren hatte ich genau da einen dichten Einschuss. Habe auch heute noch damit zu tun (keine Sorge, alles im Griff). Nach allem, was ich erlebt habe, kann ich so etwa ansatzweise erahnen, was in dem Film angesprochen wird. Doch nicht in letzter Konsequenz.
Nur zu gut erinnere ich mich noch an die, anfänglich wie in Watte gepackte, Hektik und Panik, ausgelöst durch meinen eigenen Gehirntumor, die sich dann einige Zeit später in wohltuender Erleichterung auflöste. Der aussichtslose Kampf von Myriam und Ihr Tod ist in mein Gehirn gebrannt. Nächtelange Chats und Skypes mit Betroffenen, Hinterbliebenen und manchmal Todgeweihten. Wenn ich so überlege: die Zeit hat mich gelehrt, auf Abruf eine Wand zwischen mich und die Welt zu stellen, um Eindrücke und Emotionen aus einer gewissen, trotzdem sehr nahen, Distanz betrachten und trotzdem zuhören und zureden zu können. Eine gewisse Art des Eigenschutzes, wenn man so will.
Ich denke, ich werde mir den Film doch anschauen.
Luise,
deine Gedanken kann ich mir sehr gut vorstellen. Alles nochmal? Wenn auch nur in Gedanken? Wie ich gelesen habe, bist du selber auch nur um Haaresbreite an der Katastrophe vorbei geschlittert

.
Liebe Birgit,
schon lange nichts mehr voneinander gelesen. Jeder von uns hat auf seine Weise mehr oder weniger arrangiert, akzeptiert und abgeschlossen. Das ist gut so und man muss sich nicht unbedingt der Gefahr aussetzen, dass dieses Gebäude wieder einstürzt. Auch dir einen besonderen Gruss.
Was dieser Film meiner Meinung nach auf jeden Fall
nicht ist: Effekthascherei (wie ich an anderer Stelle nachlesen konnte)! Wer mag/kann, kann sich auf Youtube diverse Trailer und auch ein Interview mit den Filmmachern anschauen. Ich finde sie sehr interessant.
Alles Liebe,
Helmut