Hallo Jessica (Namensgenossin

),
ich kann dich nur zu gut verstehen. Mein Papa ist an Lungenkrebs erkrankt und hat Hirnmetastasen. Auch er hat sich sehr stark verändert (was natürlich auch an den Hinmetastasen liegt), hat sich aufgegeben und ist depressiv.
Auch bei uns gibt es Phasen in denen wir ihm wirklich NICHTS recht machen können.
Ich sage mir dann immer nur "das ist er nicht..... das meint er nicht so".
Treffen tut es mich natürlich trotzdem aber in dem Moment bringt es überhaupt nix da gegenan zu meckern.
Wenn er dann mal einen ruhigen Moment hat versuche ich mit ihm darüber zu sprechen und sage ihm dann auch dass ich ihn unglaublich lieb habe, alles tun würde was in meiner Macht steht damit es ihm besser geht...... es mich aber unheimlich belastet und weh tut wie er mit mir/uns umspringt.
Dann tut es ihm meist unheimlich leid....fängt an zu weinen und sagt auch immer wieder "das bin doch nicht ich".
Ich glaube mehr können wir als Angehörige da nicht machen.... ich glaube wir müssen einfach schlucken (auch wenn's manchmal unheimlich schwer fällt) und versuchen einfach darüber hinweg zu sehen.
Ich versuche meinen Papa wenn er in so einem Loch hängt immer ein wenig aufzubauen in dem ich ihm sage "wir müssen positiv denken... wir haben doch jetzt schon so viel geschafft..." usw. Das hilft ihm meistens sich wieder ein wenig zu fangen und zu berappeln.
So... jetzt habe ich so viel geschrieben und konnte dir wohl so wirklich auch nicht weiter helfen...

Aber nun weisst du wenigstens schon mal dass du mit dem Problem nicht alleine bist....
Auch wenn wir "nur" die Angehörigen sind, haben wir es schon nicht einfach....
Fühl dich gedrückt und ganz lieb gegrüßt
Jessy