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Alt 29.01.2012, 15:01
freya 2519 freya 2519 ist offline
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Standard AW: Lungenkrebs und Therapiebeginn

Vielen Dank für eure Antworten. Ich weiß eben nicht, ob ich als Nichte Auskunft bekommen würde. Ich bin sehr unsicher, weil meine Familie nach dem ersten Schock jetzt so zurückgezogen ist. Meine Tante und mein Onkel haben, glaube ich , noch sehr viel Hoffnung, meine Tante auch nicht mehr die Kraft sich näher zu informieren und mein Onkel Angst. Sie wohnen auch 300 km von mir entfernt und ich habe von hier aus so wenig Handlungsmöglichkeiten. Ich habe Informationen von einem Palliativzentrum angefordert, um überhaupt irgendetwas zu tun. Irgendwie sagen alle: Ja, das ist jetzt so, wir müssen mit der Situation leben und ich habe das Gefühl, ich bin die Einzige, die dem Ganzen ins Auge schaut. Es tut mir so leid, dass sie diese Schmerzen hat, aber ich will auch vieles nicht ansprechen, weil ich ihr ihre Hoffnungen nicht nehmen will. Es ist so schwer, wenn man nicht darüber reden kann, wenn das Umfeld sich so zurückzieht! Vielleicht bin ich auch zu pessimistisch, aber bei allem, was ich hier lese, müssen wir doch damit rechnen, dass es bald zu Ende geht? Vielleicht gehe ich auch anders mit meiner Trauer um als meine Familie, ich weiß es nicht. Ich finde es einfach nur alles schrecklich und fühle mich so hilflos. Aber ich respektiere natürlich, dass das mein Problem ist und will meiner Tante nicht ihren Glauben nehmen, dass doch noch etwas gut wird. Vielleicht wird es ja auch noch einmal besser, wenn die Bestrahlungen endlich begonnen haben.....
Geduld ist nicht meine Stärke.
freya
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