AW: Keine Bestrahlung bei Knochenmetastasen - was ist dann noch möglich?
Hallo Sylvia,
wurde dir denn außer "zu viele Baustellen" noch ein anderer Grund genannt, warum man nicht bestrahlt???
Wenn du von den Metas in der Wirbelsäule Schmerzen hast, wäre das doch die Therapie der ersten Wahl, zumindest könnte man die größten bestrahlen (die ganze WS geht nicht, aber ich glaube, 3 Wirbel kann man auf jeden Fall gleichzeitig bestrahlen).
Außerdem gibts noch Denosumab gegen Knochenmetas, das ist ein Antikörper der in den Knochenstoffwechsel eingreift, in dem er das Signal zum Knochenabbau hemmt.
Dann natürlich die Bisphos.
Und dann gibt es auch noch die Möglichkeit, "von innen" zu bestrahlen, da bringt man Radionuklide, die schnell zerfallen und dadurch Strahlen abgeben, an die Metastasen.
Und wenn die Wirbel bruchgefährdet sind, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese zu stabilisieren (Kypholastik etc.)
Also deshalb verstehe ich nicht ganz, warum die Ärzte da mit Chemo ran wollen. Ich würde da auf jeden Fall eine zweite Meinung einholen.
Und bei der Lunge erstmal abwarten, was es wirklich ist. Bei Lunge, denke ich, wäre dann schon Chemo am wirkungsvollsten, aber da muss gesichert sein, dass es Metas sind.
Hast du schon die ganze Palette der AHT ausgeschöpft? Im Thread der Meta-Fauen wurde kürzlich die Kombination Aromatasehemmer+Everolimus angesprochen, die bei mehrfach vorbehandelten Frauen gut gewirkt hat (ist allerdings noch nicht zugelassen, wird aber z. B. in München gemacht)
Also, du bist bestimmt noch nicht austherapiert. Ich drück dir die Daumen, dass das Teil in der Lunge harmlos ist, und dass deine Knochenmetas behandelt werden!
Calypso
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