Krankheitsverlauf bei einem Glioblastom
Hallo Birgit,
irgendwie sitzen wir alle im selben Boot, und alles was ich hier lese geht mir genauso. Mein Papa ist ebenfalls betroffen. Er ist zweimal operiert worden, hat Bestrahlung, Chemo und eine Behandlung mit Temodal bekommen, nichts hat geholfen. Anfang dieser Woche war er noch zu Hause, hat, so gut es ging, Arbeiten im Garten verrichtet und seit Donnerstag liegt er in der Klinik, ist halbseitig gelähmt, kann nicht allein auf die Toilette, kein Brot schmieren usw. Ich habe auch noch eine Oma im Alter von 90 Jahren, die das ganze sehr mitnimmt, zumal sie ertragen muß, daß ihr Sohn eher sterben wird wie sie. Meine Mutter macht aus der Situation das Beste draus, ich habe auch eine Familie mit 3 Kindern (12,9 und 2), die mich auch manchmal als reisende Person sieht, meine Schwester wohnt weit weg. Alle kommen zu mir und laden ihre seelischen Probleme bei mir ab.
Wie du siehst, ergeht es jeder Familie fasr genauso wie Dir.Als ablenkung habe ich meinen Hund, mit dem ich oft sehr lange Spaziergänge mache, da kann ich dann mal so richtig losheulen oder was mir auch hilft (auch wenn Du mich jetzt für verrückt erklärst) ich schreie und brülle meinen Frust heraus. Natürlich nur wenn keiner in der Nähe ist. Dann geht es mir oftmals besser.Ich frage mich auch oftmals, warum gerade er, warum diese Krankheit, womit hat er das verdient.Wenn Du möchtest, können wir uns hier gerne wieder treffen und uns austauschen. Ich wünsche uns, und natürlich auch allen anderen viel viel Kraft für das was noch kommen mag. Ganz liebe Grüße Petra K.
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