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Alt 25.02.2013, 18:25
Klaus Balke Klaus Balke ist offline
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Standard AW: Operation bei 80jährigem sinnvoll ?

Hallo Ruhepol,
mit leichter Ratlosigkeit habe ich gerade den Artikel gelesen.
Ich denke hier spielen in erster Linie die Fakten eine Rolle und dann die Emotionen.Sollte eine Patientenverfügung vorliegen hat sich das Problem der Entscheidung erledigt.Man kann ansich über das Leben bzw. die Gesundheit eines anderen Menschen nicht entscheiden.Er selbst ist für sein Leben verantwortlich.Wenn er -sei es auch nur aus dem Bauchgefühl heraus-sich gegen eine OP entscheidet,so ist das so zu respektieren.
Ein klärendes Gespräch wird seitens der Ärzte nicht so genau ausfallen,daß man eine reelle Lebenserwartung benennen kann.Die gesundheitliche Entwicklung eines Patienten nach der OP ist nicht vorhersehbar, nur zu vermuten oder aus Erfahrungen zu prognostizieren.
Solange Dein Vater bei vollem Bewußtsein ist sollte er frei entscheiden und die Mitmenschen haben das so hinzunehmen.

Mein Vater ist an Darmkrebs gestorben.Nach Aufklärung über die Krankheit,die Folgen ,Lebenserwartung und Heilungschancen hat er sich aus freien Stücken gegen eine OP entschieden.Die Chancen einer Heilung standen sehr gut,aber seine Entscheidung fiel eben so aus.
Das war für uns alle unverständlich aber wir haben seinen Entschluß respektiert.

Ich würde erneut das Gespräch mit dem Arzt suchen und genau alle Bedenken,Risiken und Erwartungen besprechen.Sicherlich wird das Einholen einer zweiten Meinung eines Facharztes hilfreich sein.

Viel Erfolg,Klaus Balke
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