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Alt 17.01.2014, 13:49
The Witch The Witch ist offline
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Standard AW: Cafe Pusteblume

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Zitat von Susanne13 Beitrag anzeigen
Mir wurde gesagt, das ich alles Essen und Trinken soll während der Chemo worauf ich Appetit habe.
Ich vermute mal, dass das aus Zeiten stammt, als man noch keine wirksamen Mittel zur Unterdrückung der Übelkeit hatte - und dass das teilweise gedankenlos bis heute wiederholt wird. Onkologen haben ja größte Angst vor der Tumorkachexie (dem unkontrollierten Abnehmen durch den Tumor). Die hat zwar eher wenig mit dem Essen zu tun, aber warnen kann man ja schon mal. Ich weiß ja nicht, wie das bei euch aussieht - aber bei mir kriegen alle behandelnden Ärzte, von denen die Lungenklinik weiß, einmal im halben Jahr einen Fragebogen, in dem unter anderem nach einer Gewichtsabnahme gefragt wird - nie nach einer Zunahme.

Ich habe die gesamte Chemotherapie hindurch vom ersten Tag bis zum Ende von Woche 2 gekotzt und erst in der dritten Woche wieder an Gewicht aufgeholt - was aber ganz sicher nicht der Regelfall ist. Da hat man mir das auch gesagt: Folgerichtig habe ich mich immer 14 Tage lang von (geringen Mengen) Gummibärchen und Kartoffelchips abwechselnd ernährt. Aber: Anderen erzählt man das in Hemer nicht mehr. Das ist mir schon damals aufgefallen, jetzt aber wieder bei "meiner" Oma, die sich ja mitten in der Chemo befindet. Die ist zwar generell sehr klein und winzig, aber man hat ihr gesagt, sie solle nicht gedankenlos alles essen, was ihr in den Sinn käme.

Zitat:
Zitat von Susanne13 Beitrag anzeigen
Das unser Mitbewohner eine " Naschkatze " ist, wusste ich vor Aufklärung meines Hausarztes auch nicht
Bei der Geschichte gibt es leider keinerlei wissenschaftliche Belege, nur Vermutungen und Zellkultur- bzw. Mausversuche. Ob sich das auf den Menschen übertragen lässt, ist einstweilen völlig ungewiss. (Es gibt sogar Stimmen, die annehmen, es handle sich da um psychische Einflussfaktoren, weil Patienten, die sich entsprechend ernähren, ganz generell aktiver für ihre Gesundheit kämpfen.)

Darüber hinaus wäre - wenn die These denn stimmen sollte - eben nicht nur der Zucker das Problem, sondern ganz generell Kohlenhydrate. Damit wiederum wäre dann allerdings auch der Unfug mit den Himbeeren hinfällig. (In meinen Augen das fahrlässigste Buch, das je auf den Markt gebracht wurde.)
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