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Alt 08.09.2004, 09:22
Gast
 
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Standard Wer hat auch Lugenmetastasen?

Liebe Waltraud,

ich finde es gut, dass Du Dich zur Gesprächsvorbereitung informierst. Vielleicht kann ich Dir ja ein paar Tipps geben, um beim Onko 'gute' Fragen stellen zu können.

Ja, Lungenmetas bzw. der Verdacht darauf (weil die 'verdächtigen Strukturen in der Lunge sehr, sehr klein waren) wurde bei mir auch schon diagnostiziert, und zwar so ziemlich genau vor 4 Jahren (3 Monate nach der Erstdiagnose und noch mitten in den adjuvanten Therapien). War damals ein großer Schock! Ich dachte kurz, dass nun bereits alles vorbei sei ... ABER: Du siehst, ich schreibe hier 4 Jahre später und fühle mich ziemlich quietschfidel. Und das kam so: meine Therapie wurde damals sofort umgestellt auf folgende Medikamente: Taxotere und Carboplatin wöchentlich (12x; nach 4 Wochen jeweils 1 Woche Pause dazwischen); außerdem bekam ich Herceptin wöchentlich (weil HER2neu stark positiv; Du vielleicht auch?). Am Ende der Chemos wurde festgestellt, dass NICHTS mehr nachweisbar ist in der Lunge.
Das Herceptin wurde weiter fortgeführt (bis heute in regelmäßigen Abständen), außerdem auch noch Zoladex + Aromatasehemmer. Zum Knochenschutz erhalte ich ein Bisphosphonat (wegen der Antihormonbehandlung).

Bis heute ist mein guter Gesundheitsstatus, der nach Ende der Chemos diagnostiziert wurde, stabil! Es ist bisher (toi toi toi) nichts weiter nachgekommen oder aufgetaucht! Ich lebe bei guter Lebensqualität, arbeite, treibe Sport, reise, liebe, lache ...

Das Phänomen, das Marion41 oben beschreibt, entwickelte sich bei mir damals während der Primärtherapie übrigens (leider) auch: eine bestrahlungsbedingte Pneumonitis. War furchtbar! Wurde, wie Marion schreibt, mit Antibiotika und Kortison behandelt. Meine Lunge hat leider tatsächlich auch ein paar 'Narben' davongetragen. Aber mit denen lässt es sich gut leben!

Dir nun alles Gute! Und bleib' wacker! Lungenmetas sind in den Griff zu bekommen!

Herzliche Grüße von
Emilia
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