lungenkrebs
Liebe Assi, liebe Felicitas,
ich weiß nicht, ob Ihr diese Nachricht sehen werdet, aber ich wollte Euch nochmals von ganzem Herzen Danken für Eure Hilfe, die Ihr mir geleistet habt.
Mein Paps war letztes Jahr im April, Mai und Juni glücklich, denn er hatte das Ungetier auf der Lunge besiegt, doch kam ein neues auf einer anderen Stelle der Lunge. Dieses wurde gut behandelt und die Ärzte haben den Krebs im Griff gehabt. Er bekam durchgehend 1x die Woche Chemo, die er auch gut vertragen hat.
Im Mai diesen Jahres bei einer Komplettuntersuchung hat man festgestellt, dass der Krebs jatzt auch seine Leber erwischt hat. Keine Chemo konnte den Krebs aufhalten. Innerhalb kürzester Zeit war seine Leber zu 7/8 befallen, aber Paps hat weiter gekämpft, da die Leber sich ja auch neu regenerieren kann. Da ihm immer öfter so schwindlig wurde, wurde sein Kopf untersucht. Er hatte jede Menge Metastasen im Kopf. Leider haben weder die Bestrahlungen noch die Chemos irgend eine Besserung ergeben.
Ich wurde von meiner netten Firma mittags immer freigestellt und habe so viel Zeit wie nur möglich mit ihm verbracht. Es war eine tolle Zeit, auch wenn ich zusehen mußte, wie mein Paps immer weniger wurde.
Letzten Montag habe ich innerhalb von 5 Stunden eine sehr intensive Zeit erlebt. Paps baute immer mehr ab, er erklärte mir, dass er keine Luft bekam und wenn die Leber versagt und dann die Niere, dass er dann hoffentlich ins Coma fällt und dann hoffentlich nicht lange leiden muß. Er bestand darauf, dass wenn dieser Fall eintritt, wir (meine Mum und ich) ihn nicht ins Krankenhaus fahren sollten. Schmerzen hatte er bis dahin keine, was sein größtes Glück war. Montag auf Dienstag verschlechterte sich sein Zustand, aber trotzdem ist er am Dienstag zur Bestrahlung. Dort bekam er aufgrund der Schmerzen Morphium und schlief. Wir haben meinen Paps nach Hause fahren lassen mit dem Krankenwagen, damit sein größter Wunsch in Erfüllung gehen konnte. Am Mittwoch Morgen war sein Körper so geschwächt, dass er ganz friedlich eingeschlafen ist.
Seit 3 Jahren mußte mein Paps mit dieser Krankheit leben. Er hat gelebt und mal mehr und mal weniger gekämpft, aber er wollte leben, er liebte das Leben. Vom Kopf her mußte er sehr viel leiden, aber niemals wegen extremer körperlicher Schmerzen und dafür bin ich dankbar.
Ich liebe ihn und habe ihm versprochen, dass ich für ihn weiterleben werde und mich immer um meine Mum kümmern werde.
Eure Silke
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