Cup-Syndrom
Hallo zusammen,
ich komme nur ab und zu in dieses Forum (bin sonst in einem anderen) - aber deine Frage: Wie sage ich es meiner Tochter hat mich jetzt bewegt etwas zu schreiben: Ich habe mit 4 Jahren innerhalb von 3 Monaten meinen Vater nicht an Krebs aber an einem Herzfehler verloren. Meine Mutter hat mir und meinen Schwestern sofort den Tod mitgeteilt und ist mit uns allen vor der Beerdigung nochmals zu unserem Vater zum Abschiednehmen gegangen. Ich danke ihr das bis heute, da dieses Bild, meinen toten Vater da liegen zu sehen, so wichtig war um als Erwachsene dann mit einem anderen Bewusstsein wirklich Abschied nehmen zu können. Kinder vertragen nur die Wahrheit und verstehen sie auf ihre Art auch schon mit 4 Jahren und haben ihren eigenen Weg damit klarzukommen. Ich habe es selbst erlebt. Mach dir darüber keine Gedanken. Rede lieber mit ihr und beantworte ihre Fragen, wenn welche kommen. Viel schlimmer und verunsichernder finde ich, ist es für ein Kind zu spüren, dass die Erwachsenen etwas verheimlichen, dass es da etwas gibt, was nicht rauskommt aber die Erwachsenen davon belastet sind.
Auch als mein Mann an Krebs erkrankte vor 1 1/2 Jahren habe ich meinen Kindern 13 und 16 Jahre sofort alles mitgeteilt. Sie waren mit im Krankenhaus auch wenn es schlimm für sie war ihren Vater so zu sehen. Aber sie wussten, was los ist und konnten dann damit umgehen.
Du findest automatisch die richtigen Worte.
Da bin ich mir sicher.
Liebe Grüße
Doro
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