Gedicht
TRAUMMANN?!
Krankheit, Kinder, Haushalt, Mann
wie sie das alles packen kann,
wird mir stets ein Rätsel bleiben.
Ich dagegen lass mich treiben…
Mich mit der Wahrheit arrangieren,
nicht den Überblick verlieren,
draußen meinen Mann zu steh´n
wie soll das nur zusammen gehen?
Abertausend erleben es täglich,
zu verzagen fürcht´ ich kläglich.
Wie geh ich um mit dem Problem,
ignorieren ist zu bequem.
Schnell hat Rezepte man zur Hand
Doch im Alltag kurzerhand
sind sie vergessen allzu flott.
Man fällt zurück zum alten Trott.
Sie lacht ja wieder, scheint gesund.
Zu schnell verdrängt man - und
glaubt es ginge immer so weiter,
so unbeschwert und locker/heiter.
Weit gefehlt, das glaubt man nur,
zur Seite schieben, -Manns Natur.
Jederzeit kann´s wieder kommen.
Das macht auch Partner sehr beklommen.
Man hofft auf´s Schicksal, kann nichts machen
Bei aller Sorge muss ich lachen,
wenn von Problemchen andrer ich höre.
Zu gerne würde ich tauschen -ich schwöre.
Was soll das Gejammer, Gestöhne, Gehader
man spielt einfach weiter im Alltagstheater.
Die Rolle die mir das Leben verpasst hat
fragt nicht danach, ob es uns wohl gepasst hat.
Wie´s in mir oft aussieht, das will keiner wissen,
obwohl ich viel lache fühl ich mich beschissen
Dann klink´ ich mich aus, lass die Seele kurz baumeln,
beim Angeln den Wobbler durchs Wasser mal taumeln.
Entspannend ist´s nicht, wie viele nun denken,
man hat aber Zeit den Gedanken einmal Raum zu schenken.
Es ist wie frei Atmen, man holt einfach Luft
Wer anderes denkt, der ist nur ein Schuft.
Krankheit, Kinder, Haushalt, Mann
wie sie das alles packen kann,
Es ist wohl die Liebe zu den Ihren
Drum kann sie sich nicht selbst verlieren.
Wären Männer ähnlich stark,
wär die Welt nur halb so karg.
…und die Moral von dem Gedicht?
Ich würd´mich gern bessern, schaff´s aber nicht
noch´n Gast / Werner
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