AW: DCIS - OP / Bestrahlung / Tamoxifen
Guten Morgen,
mir geht es genau wie dir.
Vor 5,5 Wochen habe ich die Diagnose DCIS erhalten. Ein totaler Schock, ich bin erst 42 und war nur wegen einer gestarteten Hormonersatztherapie prophylaktisch bei der Mammographie.
Am 17.12. wurde ich operiert. Es war ein großer Teil betroffen, es wurde der gesamte obere, äußere Quadrant reseziert, fast 150 Gramm. Meine Brust sieht natürlich viel kleiner und etwas verschoben aus. Aber das ist mir grade total unwichtig.
Die OP verlief komplikationsfrei, ich war zwei Nächte in der Klinik.
Ich muss sagen, ich habe immer noch Schmerzen. Das dauert auch, sagte der Arzt. Es sind große Wundflächen innen gewesen, die heilen müssen.
In 1,5 Wochen beginnt die sechswöchige Strahlentherapie. Davor graut es mir, weil es halt krasse Nebenwirkungen geben KANN. Aber es ist ja etwas, das mit helfen soll.
Ich bin seit Diagnose krank geschrieben und werde es auch bleiben, bis zur Anschlussheilbehandlung. Arbeiten würde ich psychisch nicht schaffen. Und möchte erstmal wieder im Leben ankommen.
Mich hat das Ganze aus der Bahn geworfen.
Es war auch sehr knapp, dass es doch invasiv gewesen wäre. Eine Stelle hatte nur noch eine teilweise erhaltene Epithelschicht 🙈.
Ich kann dir nur sagen, dass die OP an sich nicht schlimm ist und du halt, je nach Größe der Wundfläche, Schmerzen hast.
Nimm dir die Zeit für deine Heilung. Die Arbeit läuft nicht davon. Während der Strahlentherapie arbeiten zu gehen ist sehr stressig. Du wirst müde sein und evtl Hautschmerzen haben. Und du musst das organisieren, weil du täglich dorthin musst.
Ich wünsche Dir für die OP alles Gute! Es wird gut gehen.
Ich hatte eine sooooo tolle Klinik und einen soooo tollen Arzt und Breast Care Nurses. Das ist so viel Wert!
Ganz liebe Grüße
Ach so, ich soll nach der Strahlentherapie Tamoxifen in einer sog. Low dose nehmen. 10mg jeden zweiten Tag.
Geändert von gitti2002 (18.01.2025 um 17:38 Uhr)
|