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Alt 19.01.2025, 21:44
Tweety Tweety ist offline
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Standard AW: DCIS - OP / Bestrahlung / Tamoxifen

Liebe Nina,

ja es war ein echt großer Teil der Brust. Und nein, das war nicht von Beginn an klar. Dass da noch eine weitere Kalkgruppe war schon.
Erst bei der Aufklärung für die Drahtmarkierung sagte die dortige Ärztin, dass ich ja überall in diesem Bereich noch Kalkgruppierungen hätte.
Nach Rücksprache mit dem Brustzentrum entschied ich mich dafür, alle auffälligen Stellen entfernen zu lassen.
Das DCIS war dann insgesamt ausgeweitet auf 6cm. Also viel größer als zuerst gedacht.
Die Krebszellen wandern im Milchgang und setzen sich hier und dort wieder fest. Überspringen manchmal Abschnitte, um an anderer Stelle wieder weiter zu wachsen.

Ich muss das schon jahrelang gehabt haben, es war wirklich ein Wunder, dass mein Körper Wechseljahrsbeschwerden zeigte, ich eine Hormonersatztherapie anfing und deshalb zur Mammographie geschickt wurde. Sonst geht man ja erst ab 50 dort hin.

Im histologischen Befund steht, dass es ein knotenartiger Herd war, 2,5 x1,5 x 1 cm groß. Also ganz schön groß schon. Und eben schon Comedonekrosen und die Stelle, an der die Krebszellen grade noch "in situ" gehalten wurden.

Wenn es bei dir bei einem kleinen Areal bleibt, dann wirst du sicher weniger Schmerzen haben und man wird das nicht so sehr sehen hinterher.
Ich hab riesige Schnitte gehabt, die Brust wurde komplett "aufgeklappt und eben ein Viertel entnommen.

6 Wochen ist die Standarddauer einer Bestrahlung, sog. Normofraktionierung. Es gibt auch die hypofraktionierte Bestrahlung, das sind 16 statt 28 Sitzungen. Bei Frauen unter 50 Jahren erfolgt aber ein Boost, eine zusätzliche Bestrahlung mit höherer Graydosis. Das sind dann nochmal 5 Sitzungen dazu. Also 21.

Der Radioonkologe sprach sich für die 28 Sitzungen aus, da dort der Boost schon mit drin ist.
Ich werde berichten.

Ein Reha mache ich direkt danach, bzw. man hat 5 Wochen Zeit, um die Anschlussheilbehandlung zu starten.
Das macht der Sozialdienst der bestrahlenden Klinik mit dir.

Ich hoffe, ich kriege meine Ängste in den Griff. Ich möchte wieder Vertrauen in meinen Körper gewinnen und in das Leben. Wenn man eben schon lange mit Ängsten und Depressionen zu tun hat, und mit Hypochondrie, dann ist das jetzt halt eine schwere Challenge. Aber ich schaff das!

Alles Liebe für Dich!

Ach so, die Radioonkologie hat mir sofort eine Verordnung einer Krankenbeförderung mitgegeben
Die kann man nutzen, um sich hin und zurück fahren zu lassen. Hab mir von einem Taxiunternehmen eine Kundennummer erstellen lassen und könnte das dann jederzeit nutzen. Kostet aber 10% Selbstbeteiligung, mind. 5€
Mache ich nur, wenn ich schlapp bin und es mit den Öffentlichen nicht schaffe.
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