AW: wie kann ich ihr helfen
Lieber Theowald,
ich hatte 2022 Brustkrebs. Auch familiär bedingt, wie sich durch ein Gentest feststellen ließ.
Mein Mann und ich waren schon immer ein gutes Team. Er hat mich während der Therapie unterstützt, hatte kurz nach der Diagnose auch noch einen anderen Job angefangen. Im Prinzip ist Unterstützung wichtig finde ich, einfach da sein. Manchmal auch zusammen sitzen und schweigen, ist auch ok.
Am schlimmsten fand ich, dass Freunde von mir schockierter waren als ich selbst. Das hat mich fast wütend gemacht. Ich bin da ganz faktenorientiert und eher sachlich rangegangen. Was bleibt einem denn übrig?
Unsere Söhne waren schon erwachsen, als die Diagnose kam. Bei Euch sind 4 Kinder da, auf jeden Fall solltet Ihr Hilfe anfordern mit Haushaltshilfe und auch Reha. Deine Frau alleine und Du evtl mit Deinen Kindern, falls dies möglich ist.
Ich fand nach der ganzen Therapie im Hamsterrad mit OP, Chemo und Bestrahlung, dann Antihormontherapie, ist alles mal gesackt und mir wurde bewusst, was ich eigentlich alles hinter mir hatte und konnte einiges aufarbeiten.
Eine Reha würde ich dringend empfehlen. Ich habe zwei am Meer verbracht und es waren tolle Erfahrungen. Ich habe KEINE Frau getroffen, die es bereut hat, eine Reha zu machen.
Ich wünsche Dir und Deiner Familie alles Gute und viel Kraft!
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