AW: Profil: Angehörige stellen sich vor...
Hallo zusammen,
bei meinem Partner wurde vor ungefähr 2 Jahren durch Zufall bei einer Blasenentzündung ein ziemlich großer, aggressiver Harnblasentumor entdeckt. Nach der Chemo wurde die Blase vorsichtshalber mitsamt Prostata entfernt und ein Urostoma geformt. Ja, es war eine scheiß Zeit! - erschwert mit Komplikationen, Infekten und Problematiken die nicht hätten passieren dürfen - ich hatte aber keinen Zweifel daran, dass er es schaffen würde.
Jetzt dachten wir können wir uns erholen und die gemeinsame Zukunft genießen.
Tja … Anfang des Jahres bekam er immer wieder starke Durchfälle. Man dachte der Darm sei durch die OP noch durcheinander und müsse sich erst wieder beruhigen. Koloskopie und Röntgen unauffällig. Bei einem routinemäßigen CT Thorax beauftragte der Onkologe die Radiologie damit gleich noch ein CT Abdomen mitzumachen, wenn man schonmal dabei ist…
Direkt in die Notaufnahme, Darm-OP wegen Darmverschluss mit Verdacht auf Verklebung. Schön wär’s es wäre nur das gewesen. Im OP wurde festgestellt, dass sein gesamter Bauchraum voller Rezidive ist. Die waren noch einige wenige Monate zuvor bei einer Hernien-OP am Urostoma im Bauch nicht zu sehen gewesen. Inoperabel, sehr aggressiv und weit fortgeschritten.
Eine Chemo soll versuchen ein paar Jahre herauszuholen. Der Darm ist fast zu. Nur noch hochkalorische Trinknahrung und flüssige Nahrungsmittel sind möglich.
Ich versuche die Hoffnung nicht aufzugeben und bin weiterhin an seiner Seite. Meine Familie unterstützt uns sehr.
Trotzdem gibt es eine gute Nachricht. Vor einigen Tagen haben wir uns verlobt. So haben wir eine Verbindung die bestehen bleibt egal was kommt und Ringe die symbolisch dafür stehen.
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