Hallo,
mein Mann ist am 01.04.2005 an Bauchspeicheldrüsenkrebs mit 39 Jahren gestorben.
Ich bin die ersten 6 bis 8 Wochen nur in die Arbeit gegangen und dann gleich wieder nach Hause. Konnte Anfangs kaum in die Stadt zum einkaufen gehen. Bin sehr viel laufen gewesen, das hat mich immer sehr abgelenkt und ich habe einen einigermaßen klaren Kopf gekommen, was mir anfangs sehr schwer fiel.
Ich habe einen großen Haufen von guten Freunden die die ersten 2 Wochen fast rund um die Uhr für mich da waren. Habe aber dann ab und zu auch mal zu den Leuten gesagt, so nun will ich allein sein. Wollte auch am Tag von Pits Beerdigung alleine sein. Bin dann abends heim habe das Licht in der Küche angemacht und die Sicherung ist durchgeknallt und meine gleich mit. Ich bin alleine in meiner Küche auf dem Boden gelegen und habe eine Stunde geweint, ich dachte ich schaffe das alles nicht ohne Pit.
Nach den 8 Wochen bin ich dann viel unterwegs gewesen mit Freunden im Kino, im Biergarten beim Essen und und und. Ich wohne in einer kleinen Stadt und ich mußte mir dann anhören wie gut ich schon wieder drauf wäre, da ich schon wieder weg gehen könnte dieses Id.......

Da war ich oft wirklich sauer auf diese Menschen. Die sollen so ein grausames Jahr erst mal mitmachen und dann können sie selber für sich entscheiden.
Ich denke da kann man keinen Rat geben, entscheide einfach nach Deinem Gefühl. Was Du machen willst, mach es einfach und gib nichts auf die Leute. Ich fahre morgen zum Skifahren und freue mich schon total auf 4 Tage in den Bergen (hoffentlich mit Sonne).
Liebe Grüße, werde mal nach meinen Urlaub wieder vorbei schauen bis bald
Petra