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Alt 12.07.2007, 14:29
Uhura Uhura ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Liebe Alle,
nun geht es auch bei uns zum Abschied hin, meine Mutter wird sehr bald sterben.

Kurz ihre Geschichte:

11/06 - Einlieferung ins Krankenhaus mit starken Schmerzen im Rücken
12/06 - zu Weihnachten die Diagnose: Pleurales Mesotheliom mit Metastasen in der Wirbelsäule und in der Lunge.

Da die Rücken-Wirbel von starker Osteoporose sowieso schon stark angegriffen waren, drohende Querschnittlähmung.

Meine Mutter konnte daher die ganzen Monate über nur in einer Position liegen. Kein Spazierengehen mehr, kein Sitzen, nur Liegen. Dazu auch die Info, dass die Krankheit nur gelindert, aber nicht mehr geheilt werden kann.
Was für eine tolle Lebensqualität.

Chemo vorerst: Alimte, alle 3 Wochen

bis Ende 02/07 - stationärer Aufenthalt in verschiedenen Krankenhäusern
Apetitlosigkeit, Gewichtsverlust ... etc.... kennen hier ohnehin alle!

03/07 - 06/07 - Aufenthalt zu Hause.
mein 81-jähriger Vater hat sie gepflegt, und wir Kinder haben geholfen, so gut wir konnten (leben und arbeiten alle in anderen Städten)

weitere Chemo: Alimte / Cisplatin, alle Monate

nach einigen Wochen Gehörsturz vom Cisplatin, also wieder abgesetzt

06/07 - Gehirnschlag.
Wieder ins Krankenhaus, wo sie seither liegt.

Chemotherapie wurde nun komplett abgesetzt, da mehr Beschwerde als Linderung.

Wenn ich meine Mutter besuche, dann ist jedesmal weniger da von ihr. Aber sie ist so unglaublich tapfer, viel tapferer als ich es je sein könnte.

Letzten Freitag kam die Nachricht, dass sie wahrscheinlich sehr bald sterben wird.

Sie ist derzeit noch ganz klar.
Wir haben über den Tod gesprochen und sie hat mir gesagt, sie fürchtet sich manchmal ein wenig.
Ich konnte sie noch ein bischen besser kennenlernen, weil sie jetzt ihre Maske nicht mehr braucht.

Ich wünsche ihr, dass sie keine Schmerzen hat und leicht hinübergleiten kann.
Mir wünsche ich, dass ich es als Abschied, den das Leben leider auch mit sich bringt, hinnehmen kann.

Wünsche Euch allen anderen viel Kraft!
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