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Alt 27.10.2007, 00:31
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suze2 suze2 ist offline
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Standard AW: Mistel-Therapie wann sinnvoll??

na ja, ich kann ja spazierengehen UND mistel spritzen...

aber, um auch eine andre seite, eine andere darstellung zu bringen, kopiere ich auch ein zitat rein:
(man findet - wie sooft - mehrere meinungen)
ein zitat aus medical tribune - zum weiterlesen, wer möchte http://www.medical-tribune.at/dynasi...&dspaid=628768

ich steig jetzt dort ein, wo auch die ärztin vorkommt, die sich damit befasst, patientinnen aus Ö kennen sie vielleicht:

„80 Prozent aller Krebserkrankten wünschen sich eine komplementäre Medizin, und vor allem die Mistelpräparate werden erfragt“, berichtete Dr. Jutta Hellan von ihren Erfahrungen als Mitarbeiterin der Ambulanz für Komplementäre Medizin bei Krebserkrankungen am AKH Wien.

Gesicherte Immunmodulation
Ihre Wirkungen entfalten Mistelpräparate auf unterschiedlichen Ebenen. So wirken Mistellektine abhängig von der Zahl der Lektinrezeptoren zytotoxisch auf Tumorzelllinien. Weiters verfügen sie über immunmodulatorische Effekte, da sie Makrozyten, Granulozyten und T-Killerzellen aktivieren und die Produktion von Interleukinen beeinflussen. Die enthaltenen Viskotoxine üben einen direkten zytolytischen Effekt auf die Zellmembran aus.

Experimentell konnte bestätigt werden, dass der Einsatz von Mistelpräparaten nicht nur die Immunantwort moduliert, sondern auch zur verstärkten Apoptose führt und die DNA vor Schädigungen durch chemotherapeutische Substanzen schützt.

In Wien durchgeführte Studien konnten nachweisen, dass durch Einsatz von Mistelpräparaten bei Patienten mit Rektumkarzinom die Überlebenszeit verdoppelt werden konnte, auch beim Kolonkarzinom wurde eine Verlängerung der Überlebenszeit gesehen.

Bei intrapleuraler Anwendung zur Therapie des malignen Pleuraergusses sprachen 72 Prozent der Patienten auf die Applikation an. „Zudem besserte sich die Lebensqualität maßgeblich, und die Patienten berichteten über höheres Wohlbefinden“, so die Expertin.

Auch bei Patientinnen mit Mammakarzinom im Stadium II war dieser Einfluss auf die Lebensqualität und Überlebensrate gegeben. Dr. Hellan betonte in diesem Zusammenhang, dass ein Tumor-Enhancement, das von einigen Medizinern beschrieben wurde, niemals wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte.

Misteltherapie ist in jeder Phase möglich
Grundsätzlich sollen nur solide Tumoren mit Mistel behandelt werden, verwies Dr. Hellan. Bei hämatologischen Erkrankungen darf wegen eines möglichen Proliferationsschubes diese Methode nicht angewandt werden.

In der adjuvanten Therapie ist über die Immunstimulation zumindest eine Verlängerung der Überlebenszeit zu erreichen, und in der Palliationsphase kann durch die Misteltherapie neben der Steigerung der Lebensqualität durch Besserung des Allgemeinzustandes wie auch Schlaf und Appetit zusätzlich noch eine Tumorhemmung erreicht werden. "


alles liebe
s.
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