AW: Barrett-Syndrom
Hallo Freunde!
Ich habe die OP überlebt! Die OP dauerte 3 Stunden und ist bis auf einen starken Blutdruckabfall, der mit Notmedikamenten schnell in den Griff bekommen wurde, gut verlaufen! Als Ich aufgewacht bin hatte Ich schon grosse Schmerzen, trotz Dauerschmerzmedikation. Ich habe mich wirklich gefragt: wie kannst Du nur so blöd gewesen sein das mit Dir machen zu lassen? Nach 24 Stunden Intesivüberwachung bin Ich dann aufs Zimmer gekommen und der Schlauch aus meinem Magen, der mir über den Mund eingeführt wurde, kam endlich raus! Essen ging dann erst 2 Tage nach der OP - Suppe, Kartoffelbrei, Joghurt, Tee und Wasser! Am 3ten Tag gab es dann Hähnchenbrust mit Sose weiss ohne Geschmack, egal Ich durfte was kauen! Am 5ten Tag bin Ich dann entlassen worden!
Wie geht es jetzt weiter? Ein halbes Jahr brauche Ich wohl bis Ich wieder die Mengen essen kann die Ich vor der OP zu mir genommen habe, da mein Magen um 1/3 kleiner ist (um die SR gewickelt, Floppy-Nissen-OP), bis dahin schaffe Ich gerade maximal 2 Weisbrot mit höchsten 2 Glas zu trinken, und kauen kauen kauen kauen. Ich kann momentan nicht immer was zu mir nehmen, also wenn der Magen voll ist ist er voll auch wenn man Durst hat.
So nun die positive Seite, keine Schluckbeschwerden, kein Zurücklaufen des Mageninhaltes wenn man liegt oder zu viel gegessen hat (geht ja momentan sowieso nicht), kein Brust- oder Herzbrennen mehr, bis jetzt nur nach 2 Tassen Kaffee einmal ein Sodbrennengefühl, also alles in allem bin Ich sehr zufrieden!
Ein Bekannter Chirurg hatte meinen Eltern nur gesagt bei unserer Indikation würde er für sich und seine Familienmitglieder diese OP immer anstreben, ohne wenn und aber!
Wass die PPIs angeht, Barrett-patienten sollten auch nach der OP immer noch in geringen Dosen bei Bedarf welche zu sich nehmen!
Falls Ihr noch Fragen habt meldet euch!
Bis dann Nils!
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