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Alt 06.07.2008, 00:16
Anke66 Anke66 ist offline
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Registriert seit: 23.09.2006
Ort: Oberschwaben
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Standard AW: Jetzt Metas - was mach ich nur???

Hallo, ihr Lieben!

So, jetzt kommt mal ein ausführlicher Bericht von mir.
Am 4. Juni bin ich ins Krankenhaus gekommen und dieser Tag war noch für alle möglichen Untersuchungen vorgesehen. Die OP war dann für den 5. Juni gedacht. Da der Einbau des WS-Fixateurs eine sehr blutige Angelegenheit ist, braucht man dazu einige Blutkonserven mehr als üblich. Und da kam es wie es in einer Unfallchirurgie eben kommen musste: Am 5. Juni musste vor mir noch ein Notfall operiert werden, bei dem sehr viel Blutkonserven gebraucht wurden, so dass für meine OP nicht mehr genügend da waren.
So wurde am 5. Juni nur eine "kleine OP" gemacht. Es wurden 4 Wirbel mit Knochenzement aufgefüllt. Nach der OP ging es mir sehr, sehr gut. Die OP konnte minimalinvasiv gemacht werden, so dass ich ab der OP keinerlei Schmerzen mehr hatte. Das war echt super. Allerdings hatte diese OP bereits 2 Stunden gedauert.
Die "große OP" wurde dann am Dienstag, den 10. Juni, gemacht. Die konnte dann nicht minimalinvasiv gemacht werden, so dass ich nun eine 30 cm lange Narbe auf dem Rücken habe. Die OP dauerte dann 4 Stunden. Aber viel Blut habe ich nicht verloren. Ich sage immer: "Eine echte Oberschwäbin rückt nichts freiwillig 'raus." Eine Nacht musste ich dann auf der Intensivstation verbringen und obwohl ich noch wenig mitbekommen habe, waren auf dieser Station alle richtig liebevoll. Das habe ich so noch nie in einem Krankenhaus erlebt.
Obwohl mir alle prophezeit hatten, dass das eine schwere OP werden würde, dachte ich, naiv wie ich bin, ich käme da auch gleich wieder auf die Füße. Die ersten beiden Tage nach der OP war ich dann ziemlich heulsusig drauf, aber als ich dann zum ersten Mal wieder mit so einem komischen Gerät die Krankenhausgänge auf- und abflitzen durfte, kam mein Optimismus schon wieder zum Vorschein.
Am 19. Juni wurde ich dann glücklicherweise wieder entlassen. Und es war tatsächlich so, wie Du vermutet hattest, Bianca, ich war froh, wieder im eigenen Bett liegen zu können, auch wenn ich insgesamt noch gar nicht so besonders fitt war.
Ach, übrigens hatte ich ein Riesenglück! Bis auf die letzten beiden Tage lag ich in einem 2-Bett-Zimmer, was gerade neu renoviert worden war. Das war zwar ein Zimmer für Privatpatienten, aber es waren zu dem Zeitpunkt keine Privatpatienten da.

Gestern hatte ich nun die erste Bestrahlung von 10. Zumindest die erste habe ich gut vertragen. Den Rest des Tages hatte ich sogar den Eindruck, dass die Schmerzen weniger sind.

Heute habe ich zufällig meinen Physiotherapeuten getroffen und habe ihn gefragt, wie lange denn noch die Schmerzen von der OP anhalten würden. Da hat er mich groß angeschaut und gemeint, mindestens 3 Monate. Da war ich dann ganz zufrieden mit der Aussage, denn ich dachte, es sei vielleicht unnormal, wenn ich jetzt noch Schmerzen habe.
Außerdem sei ich ja schon ganz flott unterwegs. Das stimmt allerdings. Ich mache schon wieder große Spaziergänge und bin auch sonst viel unterwegs. Danach muss ich mich dann zwar erstmal erholen, aber ich bin mit mir soweit zufrieden.

So, jetzt werde ich meinen OP-Roman erstmal beenden.

@ Uta
Nachträglich alles Gute zum Geburtstag. Ich hoffe, Deine Schmerzen sind besser geworden.

@ Gabi
Ich wünsche Dir, dass die neuen Wirkstoffe gut helfen.

@ Sissy
Das ist prima, dass es Dir gut geht. Klar, viel Arbeit lenkt ab; aber übertreib' es nicht.

@ Katrin
Hab' Dir eine PN geschickt. Alles Liebe für Dich.

@ Barbara
Vielen Dank für die guten Wünsche und die gedrückten Daumen. Wir "sehen" uns hoffentlich bald wieder im "Haustier-Thread".

@ Suzie
Auch Dir ganz herzlichen Dank für die gedrückten Daumen. Konnte ich wirklich so gut gebrauchen.

@ Ado
Ich hatte noch in Heidelberg angerufen. Danke für den Tipp! Nur hätte ich da so lange auf einen Termin für das Erstgespräch warten müssen. Und der neue Chef der Unfallchirurgie in unserem Krankenhaus ist ein Spezialist für WS-OPs und da habe ich ihm vertraut.

@ Bianca
Vielen, vielen Dank für die guten Gedanken, fürs Daumendrücken und für die Kerze! Ich glaube ganz fest daran, dass das geholfen hat: so gut, wie ich durch die OPs gekommen bin.
Übrigens habe ich mir immer wieder vorgestellt, wie Du Quietsche-Entchen-gleich durchs Wasser pflügst und musste darüber so lachen!

Auch allen anderen, die ich nicht erwähnt habe, wünsche ich alles, alles Gute.

Viele Grüße

Anke