Jetzt muss ich mir aber doch mal etwas von der Seele reden:
Vorhin hat mich eine Freundin angerufen (die, mit der ich im Januar nach Berlin wollte). Deren Schwester hatte auch vor zwei Jahren Brustkrebs. Sie war mir in der Therapie so etwa drei Monate voraus, und weil ich damals keinen hatte, den ich sonst so hätte fragen können, hab ich immer meine Freundin gefragt, wie das denn bei ihrer Schwester so ist und bin so an meine Infos gekommen. War zufällig auch derselbe Tumortyp, fast dieselbe Größe – alles gleich. Die Therapie lief wirklich genau so wie bei ihr (außer dass ihr Strahleninstitut zur Bodylotion-Fraktion gehörte und meins für Pudern war…).
Irgendwann waren wir das ständige „Frag doch mal deine Schwester“ und „Sag doch mal deiner Freundin“ leid, haben unsere Telefonnummern ausgetauscht (austauschen lassen

) und selbst mit einander telefoniert – sie wohnte leider nicht in der Nähe. Wir haben uns teilweise auch geschrieben, mit Tipps versorgt und uns gegenseitig Grüße aus der Reha geschickt. Irgendwie war sie mein Begleiter durch den Therapie-Dschungel, obwohl ich sie tatsächlich nie persönlich kennen gelernt habe.
Heute hat mir meine Freundin erzählt, dass ihre Schwester einen Hirntumor hat. Das hat mich jetzt erstmal ein bisschen aus der Bahn geworfen.
(Die Berlinreise haben wir natürlich erstmal verschoben, aber das ist ist ja das geringste Problem…)