Krankheitsverlauf bei einem Glioblastom
Meine Tochter starb vor ca. 3 Monaten mit 15 Jahren an einem Glioblastom. Die Kranken merken es trotz der Müdigkeit und manchmal bestehender Verwirrtheit selbst, wenn es zu Ende geht. Meine Tochter konnte nicht mehr sprechen und war rechts gelähmt, aber sie konnte noch mit der linken Hand auf die Medikamente und den Infusionsständer zeigen und den Kopf schütteln. Da der Tumor auf das Brechzentrum drückte, konnte auch über eine Magensonde nichts mehr gegeben werden (es kam alles wieder heraus). Wir haben keine künstliche Ernährung über die Vene gegeben, allerdings haben wir neben Morphium, Cortison usw. über die Vene auch Flüssigkeit (Kochsalzlösung) gegeben. Angeblich soll im Gegensatz zum Nahrungsmangel ein ein Flüssigkeitsmangel für Kranke qualvoll sein. Hunger dagegen verspüre der Kranke nicht, eine intravenöse Nahrungszufuhr würde das Leiden verlängern, sagte uns die Ärztin. Ob wir es richtig gemacht haben, weiß ich nicht. Ich persönlich stehe weiteren Therapien eher negativ gegenüber, wenn schon eine Seite gelähmt ist und der Kranke nicht mehr sprechen kann. Meistens sind diese Therapien dann eine zusätzliche Belastung, da die Nebenwirkungen noch zusätzlich zur Krankheit belasten. Auch wenn man nicht therapiert, kann bei Nahrungsentzug der Sterbeprozess noch über Wochen gehen.
Ich habe bereits meinen Vater an einer Krebserkrankung sterben sehen, aber ein Hirntumor ist wohl das Grausamste, was es gibt.
Liebe Grüße
Christa
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