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Alt 07.10.2010, 19:22
NoFear63 NoFear63 ist offline
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Registriert seit: 07.10.2010
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Standard AW: Profil BK User stellen sich vor...

Hallo,
mein Name ist Elke, ich bin 46 Jahre alt, habe keine Kinder, bin geschieden und seit 7 Jahren liiert.
Ende April 2010 wurde bei mir ein invasiv-ductales Mammacarcinom links, cT2 N2 G3 diagnostiziert. Aufgrund der Bösartigkeit wurde beschlossen, erst die Chemotherapie zu machen, dann Op, danach Bestrahlung.
Die erste Hälfte der Chemotherapie (4x EC + Avastin) habe ich ganz gut überstanden, jetzt ging es los mit dem zweiten Teil (4x DoC + Avastin).
Mein Tumor ist schon bei der zweiten Chemo sehr deutlich geschrumpft und auch die befallenen Lymphknöten in der Achselhöhle haben sich bis auf zwei wieder zurückgebildet. Der Tumor ist jetzt schon um mehr als 50% geschrumpft.
Das hört sich alles ganz gut an und sollte mir Hoffnung geben. Aber die Wahrheit ist, ich bin seit der letzten Chemo, die mich ganz schön niedergestreckt hat, in ein ziemliches Loch gefallen. Ich hatte vor der Diagnose schon mit Depressionen zu kämpfen, aber den Sommer über eigentlich keine Probleme damit, im Gegenteil. Ich war zuversichtlich und voller Elan, diese Hürde zu nehmen.
Erst jetzt ist mir die volle Tragweite der Diagnose "G3" bewußt geworden, die da bedeutet, daß ich eine große Wahrscheinlichkeit habe, daß es wiederkommt in Lunge, Leber oder Knochen und daß man nichts dagegen tun kann.
AHT würde bei mir nichts nützen und die Betroffenen, die eine AHT bekommen, leben sicher genauso mit der Angst, daß es nichts nützt oder nach dem Absetzen der Tabletten gleich wieder da ist.
Mein Gemütszustand wird auch dadurch nicht besser, daß mein Lebensgefährte zunehmend überfordert und gereizt reagiert.
Ich könnte nur noch heulen wie ein Schloßhund...
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