AW: Mein Vater auch....
Hallo Karin,
Ich habe während der Krebserkrankung meines Mannes alles irgendwie geschafft, Besuche, Haushalt, Arbeiten, Gespräche mit Ärzten, Informieren über die Krankheit etc. Ich habe wohl mit meinem Psychologen geredet, bei dem ich auch vorher schon in Behandlung war, mit meiner Schwester viel und einmal habe ich nachts auch - weil ich nicht mehr konnte - die Telefonseelsorge angerufen - und das hat mir gut getan.
Erst als es meinem Mann immer besser ging, er wieder seine Wege gehen konnte, erst in die Wiedereingliederung in den Job kam und dann auch wieder ganz arbeiten ging, dann kam für mich ein Riesenloch - seitdem nehme ich "Opipramol", das ist gegen Anststörungen und Depressionen. Ich hatte auch vor der Erkrankung meines Mannes schon mit Panikattacken zu tun, die kamen dabei natürlich wieder hoch.
Aber es gibt ja auch Mittel, die du vielleicht nicht regelmäßig nehmen musst, sondern die du so für den Notfall in der Tasche hast und die dir evtl. das Schlafen und Abschalten ermöglichen. Sprich mit deinem Arzt darüber oder mit dem Apotheker, vielleicht hilft dir ja auch was pflanzliches.
Das mit deinem Vater tut mit sehr leid, die Behandlungen können einen umhauen. Auch mein Mann war zwischendurch im Krankenhaus, weil es zu Hause nicht mehr ging. aber auch hier: Sprecht mit dem Arzt, löchtert ihn, woher es kommt, was sie daran machen, welche Medikamente sie wofür geben usw.
Meld dich wieder, wenn du was neues weisst, hier gibt es immer Leute, die dir zuhören und dir vielleicht einen Rat geben können.
LG Monika
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