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Alt 13.02.2020, 22:11
Tris Tris ist offline
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Unglücklich AW: I can't go back, back to the way I was

Lange ist es her, das ich das letzte mal geschrieben habe.
So viel ist passiert.
Ich bin inzwischen in der 12. Klasse, womit auch Schule anstrengende wird.
Manchmal frage ich mich wie sein kann, dass wir immer dann Themen haben dir mir schwer fallen, wenn ich gerade gar nicht damit umgehen kann.
Am Todestag meiner Mutter müsste ich zwei Referate halten und hatte dann im dritten Fach das Thema Vanitas, also alles was mit Tod zutun hat.
Manchmal glaube ich echt ich ziehe dahingehend DSS Pech förmlich an.
So gut wie keiner meiner jetzigen Lehrer weiß über den Tod von Mama bescheid. Eigentlich wissen es nur meine Tutorin und meine Reli Lehrerin.
In Reli hatten wir das letzte Viertel Jahr das Thema Theodizze, also die Rechtfertigung Gottes hinsichtlich des Leides in der Welt. Dadurch kommt man schließlich zum Thema Tod, was auch sonst.
Dann sollten wir Referate halten.
Ich habe gleich drei gehalten, da meine Lehrerin alles andere für zu wenig hielt.
Einmal über die Lieder "Der Weg" von Grönemeyer und als zweites "Von Guten Mächten" von Dietrich Bonhoeffer, beides Lieder die ich nur zu gut keine und mit viel Trauer verbinde. Das ging jedoch noch.
Schwerer würde es bei dem Buch "Gott braucht dich nicht" von Esther Maria Magnus, welche die Auseinandersetzung mit Gott noch dem Tod ihres Vater und während seiner Krankheit beschreibt. Welch Überraschung, er ist an Krebs gestorben. So viel was mich an meine eigene Geschichte erinnert. Als meine Lehrerin mir das Buch emfohlen hat wusste sie das mit meiner Mutter noch nicht, weshalb sie mir nur gesagt hat das es um das Thema Tod geht, oder besser gesagt um ein Mädchen dessen Vater stirbt. Das es aber meiner Geschichte so nah kommt könnte ich nicht ahnen.
Doch trotzdem wollte ich dieses Referat auch halten, und dieses war auch nicht das eigentliche Problem.
Das Problem war das was danach kam.
Meine Lehrerin sagte, dass es besonders zu würdigen sei, dass ich mich damit auseinander gesetzt habe, da ja auch bei mir ein Elternteil gestorben sei. Dies sagte sie laut, vorm gesamten Kurs, die es zum größten Teil nicht wussten.
Und da stand ich dann alle Augen auf mir spürend.
Dieses Gefühl war schrecklich.
Ich weiß sie meint es nicht böse und ich bin auch nicht sauer, es war aber trozdem eine scheiß Situation.
Und Mamas Geburtstag so wie mein 18 Geburtstag waren auch alles andere als leicht.
Die Geburtstage und die Referate sind alle noch nicht lange her, weshalb der Schmerz der damit hoch kommt noch tief sitzt und noch nicht wirklich etwas von seiner Intensität eingebüßt hat.
Zusätzlich geht es meiner Oma die noch lebt ziemlich schlecht. Sie war über Weihnachten und Neujahr im Krankenhaus, und dann über meinen Geburtstag wieder. Sie hatte einen Schlaganfall. Vorher hat sie allein gelebt, dass geht jetzt nicht mehr. Also ist sie im Altenheim, aber dort gefällt es ihr nicht. Ihre Lebenslust ist verschwunden, sie ist und trinkt nichts mehr, außerdem ist sie jetzt dement, was vorher überhaupt nicht zu merken war.
Wenn es so weiter geht stirbt sie bald.
Manchmal habe ich einfach das Gefühl, dass es nur nach bergab geht seit meine Mutter krank geworden ist.
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