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Alt 17.01.2020, 04:31
lotol lotol ist offline
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Standard AW: Non-Hodgkin-Lymphom ("böse" bösartig), Runde2 der Therapie an über 75-Jährigem

Hallo Ben47,

Zitat:
So kann ich sagen, meine normale Routine wird sein, entweder der Arzt sieht etwas bei seinen 6 monatigen Kontrollen oder das Lymphom meldet sich dann schon von selbst (wie bei Dir) Bei mir sind sonst keine regelmässigen Bilder wie CT mehr vorgesehen.
Denke, das 6 monatige Zeitintervall für Kontrollen ist bei uns Lymphomikern schon ganz gut passend.

Im Ende der Runde1 sah ich nochmal nach:
Die "Vorlaufzeit" bis der Krebs wieder loslegen wollte, betrug über 9 Monate.
Berechnet ab dem Zeitpunkt, an dem der US-Arzt erstmalig Ungewöhnliches am Darm sah und nicht so richtig identifizieren konnte.

Ganz interessant ist dabei, daß rückblickend auf den Zeitraum vor Runde1 ungefähr die selbe Vorlaufzeit existierte, bis mir ein großer LK in der Leiste herauswuchs.

In beiden Fällen merkte ich nichts vom Heranwachsen des Lymphoms.
Allerdings gibt es rückblickend eine Parallele dessen, was mir mein Körper signalisierte:
Vor Runde1 hatte ich ebenfalls immer wieder mal regelrechte Aversionen gegen Essen.
D.h. wenn ich vor einem Wirtshaus die Speisekarte las, fand ich nichts, auf das ich Appetit hatte, obwohl ich hungrig war und eigentlich etwas essen wollte.

Fuhr dann weiter - beim nächsten Wirtshaus dito.
Erst beim dritten oder vierten fand ich etwas, das ich dann essen wollte und konnte.
Sowas ist für mich völlig abartig, weil ich hungrig normalerweise so ziemlich alles essen kann.
Bis auf Lammfleisch, auf das mein Körper schon immer mit Brechreiz reagierte.
Von daher kenne ich es auch, wenn mein Körper einfach "zumacht" und dadurch Essenszufuhr verweigert.

Damals konnte ich diese Signale meines Körpers nicht so richtig einordnen, weil ich keine Ahnung davon hatte, daß in mir ein Lymphom heranwuchs.

Als aber gegen Ende der Runde1 mein Körper noch viel krasser auf Essen mit Brechreiz reagierte, dachte ich mir sofort, daß diese Reaktion mit meinem Lymphom zusammenhängen muß.

CT's werden (im ABC, Klinikum Nord, Nürnberg) immer vor und nach einer Therapie gemacht, damit letztlich auch der Erfolg einer Therapie festgestellt werden kann.

Die neue O-Bendamustin-Therapie wirkt ganz gut und wie gewünscht, aber etwas anders als die erste R-CHOP-Therapie, die relativ rasant den Krebs im Lymphsystem plattmachte.
Sie wirkt sozusagen etwas gemächlicher, die 6 Zyklen sind auch länger in ihren Abständen (jeweils 1 Monat) und die Haare fallen einem bei ihr nicht aus.

Ist mir aber alles wurscht:
Hauptsache sie wirkt.

Nebenwirkungen sind bisher nicht feststellbar.
Kann ich auch nicht brauchen.
Denn die Zusammenfassung der Eingangs-CT liest sich ohnehin schon wie die Bestandsaufnahme in einem Wrack.

Naja - wurde inzwischen 75 Jahre alt, und wenn das so weiter geht, kann ich locker auch noch über 80 Jahre alt werden.

Liebe Grüße
lotol
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Krieger haben Narben.
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1. Therapie: 6 Zyklen R-CHOP (Standard) => sehr gute Remission.
Nach ca. 3 Jahren war aber ein Rezidiv feststellbar. Was zur nächsten Therapie führte.

2. Therapie: 6 Zyklen Obinutuzumab + Bendamustin => Letzter Zyklus läuft im Mai 2020.
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