Thema: Nachsorge
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Alt 14.03.2018, 08:25
hierfalsch hierfalsch ist gerade online
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Standard AW: Nachsorge

Ich kenne mich mit Nierentumoren kein bisschen aus, kann Dir nur erzählen, wie es bei uns (Brustkrebs) ist.

Der Rest des Körpers wird in der Nachsorge gezielt weggelassen und zwar deshalb, weil man festgestellt hat, dass es nichts gebracht hat, nach Metastasen zu suchen. Will sagen: Die Menschen haben statistisch gesehen nicht länger gelebt, wenn man ihre Metastasen gefunden hat, bevor sie Beschwerden machten.
Es half alles nichts. Also ist man dazu übergegangen es zu lassen. So will man dem Patienten länger die Illusion der Gesundheit erhalten, zumal CTs und PET-Scans jetzt auch nicht sooooooooo gesund, dafür aber teuer und nervenaufreibend sind.

Mir persönlich passt das überhaupt nicht, ICH denke nämlich, dass diese Statistik ja schon wieder ein paar Jahre alt ist und seit dem große Fortschritte in der Metastasenbehandlung gemacht wurden... So ist es doch zB ein Unterschied, ob eine solitäre Lebermetastase gefunden wird, solange sie operabel ist?

Ich (Hochrisikopatientin) habe daher meinen Hausarzt dazu gebracht regelmäßig Leber und Schilddrüse zu ultraschallen. Wir nehmen regelmäßig den Tumormarker und als ich im Sommer dauernd Kreislaufprobleme hatte, hat man ein MRT vom Kopf gemacht.
Ich überlege demnächst mal die Lunge röntgen zu lassen. usw.

Wäre ja irgendwie doof das zu lassen, bis in 10 Jahren die neuen Statistiken zeigen, dass es seit 2015 doch sinnvoll war? *achselzuck*
Das muss jeder selbst wissen, die Verantwortung für unseren Körper nimmt uns keiner ab.

Geändert von hierfalsch (15.03.2018 um 13:57 Uhr)
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