Einzelnen Beitrag anzeigen
  #16  
Alt 21.06.2005, 18:12
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Er zieht sich zurück - was kann ich tun

hallo ela,

der buchtipp ist wirklich gut und wird deinem freund mut machen, sofern er das buch dann liest.

eure kleine unterhaltung war doch schonmal ein anfang. er wird sich sicher immer mehr öffnen, wenn du geduld hast. mal abgesehen davon, dass wir nicht die genaue diagnose wissen: es ist sicher gut einen teil der zeit sich als betroffener mit sich selbst zu befassen. aber ich bin fest davon überzeugt, dass es ohne hilfe niemand schafft. dafür ist schon alleine die psychische belastung zu groß. es sind doch die freunde oder gerade die große liebe, die das leben lebenswert machen und ein wenig alltag in diese situation bringen.

ich habe meine frau einen monat bevor wir von der diagnose erfahren haben, geheiratet. eigentlich wollten wir erst ein jahr darauf heiraten, haben es aber aus dem bauch heraus vorgezogen (schicksal?). sie meinte damals, mit der kenntnis über die erkrankung hätte sie mich zu meinem schutz nicht geheiratet. nichts desto trotz, hätte ich sie genauso unterstützt, wie ich es getan habe. und ich bin sicher - ohne mich über den klee loben zu wollen - dass ich ihr eine große hilfe war. schließlich waren wir mehr als glücklich miteinander, auch trotz der erkrankung. und diese zeit war so wahnsinnig intensiv und schön, dass ich sie nie missen möchte.

hab geduld, er wird merken, dass er dich braucht...und dann bist du einfach da.

liebe grüße und viel kraft.
andreas
Mit Zitat antworten