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#1
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Hallo ihr,
habe viele beitaege gelesen,viele saetze,worte in denen ich mich wiederfinden konnte - nein ich bin nicht betroffen. meine mutter hat vor ca. einem jahr die diagnose brustkrebs (8cm) bekommen, dass volle programm,chemo,op nicht brusterhaltend und bestrahlung. jetzt die tage die nachsorgeuntersuchung. ich habe angst.ich habe so angst vor dem ergebniss,wenn es negativ ausfaellt befuerchte ich,dass meine mutter keinen anderen ausweg als suizid weiss. meine mutter ist seitdem ein anderer mensch.es ist ihr nicht zu verdenken aber ich weiss zum einen nicht wie ich mit ihr umgehen soll und zum anderen nicht wie ich ihr wenigstens ein bisschen helfen kann. sie ist total hoffnungslos,desintressiert,unmotiviert.sie weint,wenn sie denkt das es keiner merkt und nachts läuft sie durchs haus weil sie wegen alpträumen nicht schlafen kann. sie ikann nicht mehr arbeiten gehen,ist erst 45. ich bin gerade ausgezogen,wollte versuchen auf eigenen beinen zu stehen,versuchen zu leben,und dann das.ich habe ein schlechtes gewissen nicht zuhause zu wohnen aber aus beruflichen gruenden geht das leider nicht. ich möchte sie afbauen,motivatieren weiter zu machen - wisst ihr wie? Was hat euch geholfen? Sie war immer so lebensfroh,so natürlich so leicht zu begeisternm,dass ist alles weg,sie rastet sehr schnell aus und bricht wegen kleinigkeiten in traenen aus. Liebe grüße#ylva |
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#2
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Hallo Ylva,
du denkst überhaupt micht egoistisch! Du bist verzweifelt und hilflos. Wenn deine Mutter z.Zt. nicht an einer SHG teilnehmen will oder eine Psychiater/Psychologen besuchen will, kannst du eigentlich gar nichts in dieser Richtung machen, du kannst nur abwarten. Gib ihr Zeit und ihren eigenen Rhythmus. Das dich das Verhalten deiner Mutter teilw. wütend macht, kann ich auch gut verstehen. Nur, deine Ansichten sind nicht die Ansichten deiner Mutter. Sie ist die Betroffene und nur sie kann aus ihrer selbstgewählten Isolation raus kommen. Ihr als Angehörige könnte ihr nur neue Wege aufzeigen und eure Hilfe anbieten, aber machen muss sie das letztendlich selber. Auch wir, die wir mittlerweile unseren Krebs akzeptiert haben und gelernt haben, mit ihm so gut wie möglich zu leben, haben unsere Zeit dafür gebraucht. Das geht eben nich von heute auf morgen. Bitte gebt ihr Ruhe und Zeit, dass sie erstmal mit dem neuen Lebensweg klar kommt. Das sie sich innerlich von ihrem alten Leben verabschieden kann und ihren neuen Weg findet. Wenn sie einen guten, einfühlsamen Arzt hat, sprich mal mit ihm. Vielleicht kann er sie eine wenig beeinflussen, etwas mehr für sich zu machen. Besorg ihr positive Bücher, die ihr aufzeigen, dass das Leben für sie nicht trostlos oder zu Ende ist. Sobald sie anfängt, sich wieder für das Leben ausserhalb ihrer Krankheit zu interessieren, hat sie den ersten Schritt in eine neues Leben getan. Ich wünsche euch viel Glück dabei und wenn du Fragen hast, hier im Forum bekommst du bestimmt immer Hilfe! Liebe Grüsse Rubbelmaus |
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#3
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eure beitraege koennen wirklich mut machen - danke!
Ja vielleicht muss ich akzeptieren,dass sie noch zeit braucht,nein nicht vielleicht,ich muss es einfach akzeptieren.es ist ihr leben,es ist ihre krankheuit. aber es tut so weh,sie weinen zu sehen,es tut so weh zu merken das sie nicht mehr die alte ist und nie wieder sein wird,es tut so weh ironische und zynische sprueche zu hoeren die sie ueber sich und das leben macht. und dann kommen fortschritte,denn jetzt war sie bsp. im scbhwimmbad das erstemal seit der brustammputation - aber ich fürchte mich vor den rückschlaegen und vor ihren reaktionen dann! Sie kann damit nicht umgehen,sie war immer ein arbeitsmensch,plötzlich kann sie nicht mehr arbeiten gehen. ichb weiss einfach nicht wie ich mit ihr umgehen soll,wenn sie wieder so ist werde ich wütend und schreie sie an,ich bereue es immer hinterher. und wenn ich in meiner wohung bin,hasse ich mich weil ich sie hier "alleine" lasse. mein bvater weiss nicht wie er sich verhalkten soll,er tut sein bestes,mein bruder kapselt sich ab.meine mama kommt zu mir und weint sich aus,einerseits freut mich das ich ihr vertrauen habe usw, aber es belastet mich so enorm,dass ich manchmal nicht mehr weiter weiss.ich habe angst,fühl mich überfordert.will ihr aber zuhören., manchmal bin ich einfach traurig,dass alle denken ich sei so stark und kaeme damit klar. wie gerne wuerde ich mich mal bei jemandem anlehnen und einfach nur weinen und reden... |
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#4
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Hallo liebe Ylva,
versuch doch mal mit Deiner Mutter gemeinsam dieses KK Forum zu besuchen, vielleicht hilft es etwas, wenn sie auch mal hier alles liest. Ich bin Angehörige und mir hat dieses Forum in vielen Sachen sehr viel gebracht und geholfen. Ich wünsch Euch viel Kraft und Mut!
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Alles Liebe und Gute Birte
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#5
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einerseits tut es sehr gut hier zu schreiben anderrerseits macht mich das auch sehr fertig,breche staendig in traenen aus und frage micbh warum.
ich will denjenigen hassen,der fuer all das verantwortlich ist,was mama erlebt,was wir erleben,was kaputt gegangen ist. aber wie kann man jemand nicht existierenden hassen? Der krebs ist einfach da,es macht ihm nichts aus ob man ihn hasst oder nicht. ich habe ständig angst,bin sauer auf mich wenn ich lache,weil ich es mama gegenueber nicht fair finde. manchmal denke ich auch,dass sie im selbstmitleid versinkt,aber andererseits hat sie doch auch ein recht dazu oder? Zuerst hatte sie GBS (eine schwere nervenerkrankung) sie hatte diese hintersich gebracht und das obwohl die chancen nicht gut standen,sie hatte wieder neuen lébensmzut und dann die diagnose Krebs. ich weiss das sie damit nicht umgehen kann und keinen lebensmut mehr hat,ich weiss das sie sich sorgen macht was aus uns wird. wie kann ich ihr bloss helfen? Und wie kann ich mir helfen? Ich habe das gefuehl kaputt zu gehen,mehr und mehr zu fallebn,tiefer zu fallen. ich habe niemanden bei dem ich mich ausweinen kann. ich konnte mit meiner mama ueber alles redenm,kann es immer noch,aber ich kann ihr ja schlecht meine aengste ihr bezüglich anvertrauen. meine sogenannten freunde vermeiden dieses thema gekonnt. ich arbeite im krankenhaus und sehe jeden tag menschen die an krebs leiden,erlebe positives und negatives,aber ich habe das gefuehl die arbeit erdrueckt mich.ich sehe soviele paralellen. ylva |
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#6
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Hallo Ylva,
du schreibst du kannst deiner Mama schlecht deine Ängste in Bezug auf ihre Person, die Erkrankung und die Art wie sie damit umgeht mitteilen. Wieso nicht? Vielleicht ist es gerade das, was von Nöten ist, nämlich dass ihr alle mal mit ihr, entschuldige den Ausdruck 'Tacheles' redet. Sicherlich bringt die Erkrankung eine neue Art von Sensibilität und Empfindlichkeit mit sich, aber persönlich halte ich gar nichts davon, jemanden in Watte zu packen. Deine Mutter hat innerhalb von kurzer Zeit 2 schwere Erkrankungen durchgestanden und kann mit Recht stolz auf sich sein, dass sie diesen Kraftakt geschafft hat. Da wird sie doch ein Beinbruch nicht umhauen, selbst wenn er ein paar Einschränkungen mit sich bringt. Wenn sie für sich alle Hilfsangebote ablehnt, wird es vielleicht Zeit, dass ihr mal jemand 'den Kopf wäscht' bevor sie sich völlig aufgibt. Hat sie all die kräftezehrenden Therapien gemacht um sich jetzt vor dem Leben zu verstecken? Ist deine Mutter zur Reha gewesen? Auch dort können ihr Wege aufgezeigt werden, wie sie die Erkrankung besser bewältigen kann um wieder Spaß am Leben zu gewinnen. Aber man kann auch nur jemandem helfen, der sich auch helfen lassen will. Liebe Grüße
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Birgit64 במאי יש לך תמיד סיבה מספיק להתלונן |
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#7
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hallo,
danke fuer eure kraft und mutmachenden antworten. mir ist einiges klarer geworden und ich denke ich werde versuchen meiner mutter auch meine gefuehle ánzuvertrauen.und meine aengste. ich hoffe nur,dass ich sie damit nicht zu arg runterziehe.aber es sind ja nicht nur aengste.ich HABE hoffnung,was ich ihr aber auch schon oft gesagt habe. leider glaubt sie nicht so recht dran,vielleicht schaffe ich es ja doch das sie zu einer SG geht. Leider muss ich jetzt fuenf tage weg,arbeiten. Es wird wieder schwer werden,im krankenhaus,aber dennoch ist es ein beruf der mir spass macht! ich wünsche euch alles erdenklich gute,viel kraft und mut! Ylva |
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#8
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Hallo Ylva,
bitte frage nicht w a r u m gerade deine Mutter BK bekommen hat. Es gibt keine Antwort darauf. Niemanden kann man dafür verantwortlich machen, auch keine höhere Macht. Es gibt kein Recht auf Gesundheit, es ist ein Geschenk gesund zu sein. Viele liebe Grüsse Rubbelmaus |
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#9
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hallo ihr lieben,
es gibt positives ,meine mutter hatte heute die nachuntersuchung,ein jahr ist es her seit op,chemo,bestrahlung usw. und es wurde nichts neues gefunden. das baut enorm auf,ein kleiner lichtblick,wenigstens für kurze zeit. frohe grüße ylva |
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