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Alt 27.12.2011, 18:37
Nela01 Nela01 ist offline
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Registriert seit: 23.12.2011
Beiträge: 11
Standard AW: Diagnose Krebs – und ganz allein!

Liebe Schnucki,

vielen, vielen Dank für deine Antwort und fürs Daumendrücken. Es hilft, wenn man merkt, dass man nicht ganz allein steht und andere auch durch so eine Hölle gehen müssen. Es tut mir sehr leid um deine Mutter. Andererseits freue mich, von dem positiven Verlauf deiner Schwiegermutter zu hören.

Ja, die Warterei ist grässlich. Man schwankt zwischen dem Gefühl, die Zeit anhalten zu wollen, damit man das Ergebnis nie erfahren muss und gleichzeitig überkommt einen der Wunsch, dass alles ganz schnell hinter sich zu bringen. Die Ohnmacht ist so furchtbar. Ich würde so gern etwas tun – so gern das Schicksal beeinflussen. Aber ich kann nichts machen. Ich sitze nur hier und warte und bange. Dabei wechselt mein Gefühlszustand im Minutentakt zwischen aufkeimender Hoffnung und völliger Verzweiflung.

Ich habe ein ganz schlechtes Gewissen, dass ich viele meiner Bekannten bereits mit der Diagnose konfrontiert habe. Das Dumme ist halt, dass ich keine weitere Familie habe und somit niemanden zum Reden. Normalerweise bin ich ein ganz guter Einzelkämpfer und komme mit den meisten meiner Probleme selbst zurecht, doch bei dem Thema Krebs, hatte ich das Gefühl, dass es zu groß ist, um damit allein klarzukommen. Es hat mich in eine so tiefe Schlucht gestürzt, dass ich nicht glaubte, da jemals wieder herauszukommen.

Meine Mutter möchte auch nichts wissen und sich am liebsten gar nicht mit der Krankheit auseinandersetzen. Das heißt, dass ich diejenige bin, die die meisten Entscheidungen treffen muss. Manchmal wächst man ja mit seinen Aufgaben, aber dennoch fühle ich mich momentan überhaupt nicht reif genug dafür. Das zu sagen, ist wirklich peinlich, denn ich bin über 40 Jahre alt. Doch kommt bei mir gerade so viel zusammen: keine Beziehung, beste Freundin weg, bevorstehender Schritt in die berufliche Selbstständigkeit und eben der fehlende familiäre Rückhalt. Aber es ist eben, wie es ist. Ich muss es annehmen und lernen, damit fertigzuwerden. Andere hier haben auch ein ganz schweres Schicksal und meistern es schließlich auch irgendwie.

Danke an das Forum und dafür, dass ich mich hier ausheulen darf!!!

Liebe Grüße
Nela
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