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  #1  
Alt 28.01.2011, 15:03
Benutzerbild von Wildkatze
Wildkatze Wildkatze ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

das Ausbleiben der Regel ist die Wirkung des GnRH Antagonisten "Zoladex"
und ja, Tamoxifen senkt bei Hormonrezeptor positivem BK die Wahrscheinlichkeit an einem Rezidiv zu erkranken

Viele Grüsse
Lydia

Geändert von gitti2002 (28.01.2011 um 21:00 Uhr) Grund: Beiträge anderer User nicht noch mal in der vollen Länge als Zitat ins Forum stellen
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  #2  
Alt 28.01.2011, 16:19
Sonni. Sonni. ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

Lieben Dank für eure Antworten!
Da ich mit Tamoxifen zeitgleich zur 1. Zoladex angefangen habe, kann es natürlich gut sein, dass meine Schlafstörungen eher an Zoladex liegen, daran hatte ich gar nicht gedacht. Okay, also erst mal meine OP (Eierst. kommen raus) abwarten, danach bekomme ich ja kein Zoladex mehr.
Wäre zu schön, wenn ich dann zumindest 5 oder 6 Stunden die Nacht durchschlafen könnte...

LG,
Sonni
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  #3  
Alt 28.01.2011, 16:54
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

Ich ließ mir die Eierstöcke im September entfernen. Seitdem schlafe ich besser, habe weniger Hitzewallungen, aber dafür andere Probleme. Nix ist perfekt
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  #4  
Alt 28.01.2011, 17:11
Benutzerbild von Annedore
Annedore Annedore ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

Hallo Wildkatze,

mir ist bekannt, dass die Aromatasehemmer die Östrogenproduktion in den Eierstöcken verstärken, jedoch im Zusammenhang mit Tam ist mir diese Aussage völlig neu und es ist für mein Empfinden auch nicht logisch. Klär mich doch bitte auf.

Viele Grüße
Annedore
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  #5  
Alt 28.01.2011, 19:23
Calypso Calypso ist offline
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Standard Tamoxifen

Hallo, soll ich mich auch noch einmischen?

Ich bin aber auch Laie.

Die hormonpositiven Zellen haben Rezeptoren, und wenn die mit Östrogen besetzt werden, regt das die Zelle zum Wachstum an. Wenn dann Tam bzw. das vom Körper daraus hergestellte Endoxifen die Rezeptoren besetzt, geht das nicht. D. h. der Schlüssel steckt im Schloss, kann aber nicht umgedreht werden und die Tür öffnen. Das Endoxifen bindet außerdem schneller und fester ans die Rezeptoren, sodass die eigenen Östrogene nicht zum Zug kommen.

Hormone sind ja so nette Moleküle, die an vielen Stellen im Körper alles mögliche anstellen können, meistens beeinflussen sie irgendwelche Regelkreise. Ich glaube, man weiß immernoch nicht, wo überall Östrogene etwas regulieren, jedenfalls kann diese andere Regulation das Endoxifen wohl nicht oder nicht so gut übernehmen. Das Tam hat also wohl kaum die positiven Östrogenwirkungen, aber die Östrogene sind ja noch da. Nur die Gebärmutterschleimhaut scheint manchmal (aber ja nicht immer) auf das Tam zu reagieren und sich übermäßig aufbauen bzw. bei der Blutung nicht richtig abgelöst zu werden. Aber das kommt auch bei normalen Wechseljahren öfters vor.

Mein Gyn sagt übrigens, dass es nicht ungewöhnlich ist, dass das Tam keinen Einfluss auf die Regelblutung hat. Es stört diesen hormonregulierten Zyklus kaum.

Zoladex wirkt im Gehirn, sodass das Hormon, das die Eierstöcke zum Östrogenproduzieren anregt, nicht mehr ausgeschüttet wird. Es beeinflusst also den Regelkreis viel stärker als Tam. Das Ergebnis ist aber das gleiche wie bei der Eierstockentfernung: Es werden keine Östrogene mehr in den Ovarien produziert. Und dann wird verstärkt, wie bei postmenopausalen Frauen, Östrogen im Fettgewebe produziert. Allerdings machen die Eierstöcke ja auch noch einiges andere, also das kann viel mehr NWs verursachen und rückgängig kann man es auch nicht mehr machen. Mein Gyn ist kein Freund der Eierstockentfernung, allerdings finde ich, es erpart einem das Verhüten - also doch auch mal was Positives.

Faslodex soll noch potenter sein als Tam, es baut die Hormonrezeptoren auf den Krebszellen ab, ich habe aber nicht gefragt, warum man es nur postmenopausal bekommen kann. Bei mir wirkt ja das Tam ganz gut, ohne Zoladex dazu. Bei meinem Onkologen gibt es mehrere Frauen, die Tam alleine bekommen ohne Zoladex.

So, ich hoffe ich habe alles richtig wiedergegeben.

Calypso

Zitat:
Zitat von Annedore Beitrag anzeigen
dass die Aromatasehemmer die Östrogenproduktion in den Eierstöcken verstärken, jedoch im Zusammenhang mit Tam ist mir diese Aussage völlig neu und es ist für mein Empfinden auch nicht logisch.
Hallo Annedore,
ich denke da hast du recht. Ich stell mir das so vor - der weibliche Körper "will" Östrogene produzieren, weil er sie für viele Dinge braucht. Wenn Aromatasehemmer die Produktion aus den Androgenen verhindern, schwenkt er auf vermehrte produktion in den Ovarien um. Deswegen gibts Aromatasehemmer erst nach den Wechseljahren, wenn sich die Eierstöcke zur Ruhe gesetzt haben.

Geändert von gitti2002 (28.01.2011 um 20:58 Uhr) Grund: zusammengeführt
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  #6  
Alt 28.01.2011, 20:42
dreamsandme dreamsandme ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

schon klar, aber ich habe mit tam begonnen und erst später mit zoladex. hatte aber mit tam schon im ersten monat keine periode mehr. steht auch bei nebenwirkungen vom tam am beipackzettel, dass die regelblutung ausbleiben kann.

Liebe Grüße!

Geändert von gitti2002 (28.01.2011 um 21:38 Uhr) Grund: Beiträge anderer User nicht in der gesamten Länge noch mal als Zitat ins Forum stellen
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  #7  
Alt 28.01.2011, 21:22
Calypso Calypso ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

Zitat:
Zitat von dreamsandme Beitrag anzeigen
hatte aber mit tam schon im ersten monat keine periode mehr.

Ja, aber das liegt manchmal nicht daran, dass man keinen Zyklus mehr hat, sondern daran, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht normal abgestoßen wird.

Und wie schon öfters gesagt, das ist bei jeder Frau anders und hängt wohl auch mit dem Hormonstatus insgesamt zusammen, das ist ja kein "alles oder nichts" sondern variiert sehr stark.
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  #8  
Alt 28.01.2011, 22:19
Benutzerbild von Wildkatze
Wildkatze Wildkatze ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

@Annedore

Zitat aus Brustkrebs-Kompetenz

"Aufgrund der Funktionsfähigkeit der Eierstöcke sind die Wirkungen von Tamoxifen bei prämenopausalen Frauen komplexer, als bei postmenopausalen Frauen. Unter Umständen kann Tamoxifen bei prämenopausalen Frauen in den Eierstöcken die Umwandlung von Östrogenvorstufen in Östrogen anregen. Durch die erhöhte Menge an Östrogen im Blutkreislauf kann die Wirkung von Tamoxifen am Tumor abgeschwächt werden, da diese ja darauf beruht, dass es mit dem Östrogen um die Bindungsstelle am Rezeptor konkurriert"

http://www.brustkrebs-kompetenz.de/h...trogen_th.html

Viele Grüsse
Lydia
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  #9  
Alt 29.01.2011, 09:54
Ilse Racek Ilse Racek ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

@Gilda

Wenn ich den Erfahrungsaustausch hier so lese, muss ich Deine Anmerkung unbedingt an dieser Stelle nochmal bekräftigen:

"Nix ist perfekt"



Lieben Gruß
__________________
Ilse
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  #10  
Alt 29.01.2011, 10:22
dreamsandme dreamsandme ist offline
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Beiträge: 188
Standard AW: Tamoxifen

Zitat:
Zitat von Calypso Beitrag anzeigen
Ja, aber das liegt manchmal nicht daran, dass man keinen Zyklus mehr hat, sondern daran, dass die Gebärmutterschleimhaut nicht normal abgestoßen wird.

Und wie schon öfters gesagt, das ist bei jeder Frau anders und hängt wohl auch mit dem Hormonstatus insgesamt zusammen, das ist ja kein "alles oder nichts" sondern variiert sehr stark.


Verstehe!
Bei euch wird man wirklich gut aufgeklärt, super!!

@gilda: Welche Probleme kamen durch die Eierstockentfernung bei dir?
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  #11  
Alt 30.01.2011, 23:31
gilda2007 gilda2007 ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

Zitat:
Zitat von dreamsandme Beitrag anzeigen
@gilda: Welche Probleme kamen durch die Eierstockentfernung bei dir?
Alle Ärzte gingen davon aus, dass ich nach 3 Jahren Zoladex keine großartige Veränderung spüren würde. Leider war das nicht so ...

Der Progesteronentzug war für mich heftig, allerdings reagierte ich auch früher empfindlich auf die Hormonschwankungen während meines Zyklus. Eine Woche nach der OP, nachdem ich zuerst sehr munter war, saß ich plötzlich nur noch heulend auf dem Sofa. Ich habe quasi PMS jeden Tag wie früher am Tag vor der Periode: Depressionen (nehme jetzt ein Antidepressivum, da es nicht besser wurde), Migränen, unreine Haut, völlige Antriebslosigkeit und extrem schwere Beine. Also nicht nur gelegentlich geschwollene Knöchel. Meiner Schwester geht es übrigens genauso

Aber die Hitzewallungen sind besser
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  #12  
Alt 04.02.2011, 14:00
Benutzerbild von Ylva
Ylva Ylva ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

Hallo ihr Lieben,

meine Mutter hatte 2004 Brustkrebs, es folgte Chemo, OP , Ablatio und Bestrahlung, 1 Jahr Herceptin, 5 Jahre Arimidex. Alles gut.
Seit letztem Jahr nimmt sie Tamoxifen. Heute der niederschlagende Befund. Endometriumhyperplasie.

Nächste Woche ist der Termin für die Abrasio.

Soll unter Tamoxifentherapie vorkommen - hat jmnd. Erfahrungen? Und wie geht es weiter?

Liebe Grüße
Ylva
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  #13  
Alt 09.02.2011, 21:10
Benutzerbild von Ylva
Ylva Ylva ist offline
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Standard AW: Tamoxifen

Hallo

heute hatte meine Mutter die erweiterte Untersuchung, der V.a einer Endmetriumhyperplasie unter Tamfoxifen Therapie hat sich heute bestätigt. Allerdings noch unter einem 1cm.
Am 25 (vorher war kein Termin frei...) ist die OP, mit PE und Histo und dann weiss man endgültig bescheid. Eine Restangst bleibt
ABER wir sind optimistisch.

@Tante Emma und alle anderen natürlich auch..

du hast geschrieben das deine Schwester dann das Tamoxifen abgesetzt hat. Nimmt sie jetzt etwas anderes? Gibt es überhaupt etwas anderes was man nach 5 Jahren Arimidex und 1 Jahr Tam nehmen könnte?

Viele Liebe Grüße
Ylva
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  #14  
Alt 11.02.2011, 22:51
Benutzerbild von mosescat
mosescat mosescat ist offline
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Beiträge: 250
Standard AW: Tamoxifen

ich muss auch mal was schreiben....
ich nehme tamoxifen seit Mai 2007, ich habe nur am anfang ausgeprägte hitzewallungen und schlafstörungen. jetzt fast 4 jahre später merke ich fast nichts mehr, nur das ich abundzu mal um 3 uhr aufstehe und fern sehe.
am 2.2 hatte ich eine ausschabung gehabt weil sich bei mir eine Endometriumhyperplasie entwickelt hat, diese wurde jetzt beseitigt. ich hatte nach dem Eingriff 5 tage starke blutungen gehabt, mein Gyn meinte das liegt daran das sie bei mir "massenhaft " Material entnommen haben. Ausserdem wurde ein Hormontest gemacht und sie haben festgestellt das ich mich in der frühfollikuläre Phase, also meine Eierstöcke beginnen ihre Tätigkeit wieder aufzunehmen und meine ärzte sind der meinung ich werde ab nächsten monat Zoladex zusätzlich bekommen müssen. Meinen Histologischen Befund werde ich am Montag bekommen.
__________________
Liebe grüsse angelika
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  #15  
Alt 12.02.2011, 01:51
Jobeth Jobeth ist offline
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Registriert seit: 25.11.2008
Ort: Sachsen
Beiträge: 128
Standard AW: Tamoxifen

Huhu miteinander,

Zitat:
Zitat von mosescat
am 2.2 hatte ich eine ausschabung gehabt weil sich bei mir eine Endometriumhyperplasie entwickelt hat, diese wurde jetzt beseitigt. ich hatte nach dem Eingriff 5 tage starke blutungen gehabt, mein Gyn meinte das liegt daran das sie bei mir "massenhaft " Material entnommen haben.
das hab ich jetzt schon sooo oft gelesen, dass ich klar für mich entschieden habe, mit 38 Jahren einen Aromatasehemmer zu nehmen. Ich weiß ja, dass bei der Ausschabung selten als Nebenwirkung was Bösartiges dahinter stecken soll, aber schon alleine diese Eingriffe, die hinterher manchmal so überhand nehmen, dass man sich dann doch wieder für's Messer entscheidet...

Gut, Aromatasehemmer haben natürlich auch ihre Nebenwirkungen und Trenantone in meinem Fall auch, nur Ausschabungen sind für mich als Nebenwirkung irgendwie kein gangbarer Weg. Aber ich habe auch weniger Angst vor einem Rezidiv in der Brust, bei mir kommt die Gefahr hauptsächlich von den Metastasen, die in meiner Lunge waren und da bin ich lieber für die härtere Variante Trenantone/Aromasin.
__________________
Liebe Grüße
JoBeth
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